Wasserenthärtungsanlage
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2020

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Wasserenthärtungsanlagen beseitigen Kalk aus dem Wasser. Kalk kann sich auf allen Oberflächen absetzen. Das sieht nicht nur unschön aus, Kalk in elektronischen Haushaltsgeräten kann sogar die Leistung und Lebensdauer reduzieren. Daher sollen Wasserenthärtungsanlagen das Wasser im Haushalt weicher machen. Das sorgt nicht nur für eine bessere Wasserqualität, sondern kann langfristig Kosten senken.

Mit unserem großen Wasserenthärtungsanlagen Ratgeber wollen wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du verschiedene Modelle miteinander vergleichen kannst. Außerdem erfährst du alle wichtigen Informationen rund um das Thema Wasserenthärtungsanlagen und Wasserhärte. Mit unsren vielseitigen Themen wollen wir dich dabei unterstützen, die für dich am besten geeignetste Wasserenthärtungsanlage zu finden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wasserenthärtungsanlage sorgt dafür, dass Kalk sich nicht an Oberflächen oder in elektrischen Haushaltsgeräten absetzen kann. Durch Kalk können Materialien beschädigt und die Effizienz und Lebensdauer von Geräten negativ beeinträchtigt werden.
  • Für Regionen mit mittleren oder harten Wasserhärtegrad kann eine Wasserenthärtungsanlage das Wasser im Haushalt weicher machen. Essenzielle Mineralien können mit dieser Anlage trotzdem erhalten bleiben. Daher stellt eine Wasserenthärtungsanlage in der Regel keine gesundheitlichen Risiken dar.
  • Wasserenthärtungsanlagen können aufgrund zweier verschiedenen Prinzipien funktionieren. Physikalische Verfahren verändern das Wasser nicht, machen jedoch den Kalk unschädlich. Chemische Verfahren ersetzen den Kalk durch Natrium. Die verschiedenen Anlagen können somit in ihrer Eignung variieren.

Wasserenthärtungsanlagen Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Am Markt gibt es einige unterschiedliche Wasserenthärtungsanlagen. Jedoch sind nicht alle Wasserenthärtungsanlagen für alle Haushalte optimal geeignet. Um herauszufinden, welches Modell am besten zu dir passen könnte, haben wir dir 6 verschiedene Produkte herausgesucht, die unserer Meinung nach am besten überzeugen.

Die beste Wasserenthärtungsanlage für einen kleinen Personenhaushalt

Die MEDASA CEA-32 Enthärtungsanlage ist eine Wasserenthärtungsanlage mit einem Ionenaustausch-Verfahren. Das Modell wird in zwei verschiedenen Kapazitätsgrößen angeboten und ist für eine Haushaltsgröße von 1 bis 4 Personen geeignet. Mit einer Größe von 450 x 240 x 650 Millimeter benötigt die Entkalkungsanlage nur wenig Platz und ist daher auch optimal für kleinere Wohnungen geeignet. Der Härtegrad des Wassers kann bis zu 0°dH herabgesetzt werden.

Aufgrund der Möglichkeit der vollständigen Beseitigung des Kalkes bleiben Oberflächen kalkfrei. Somit muss weniger Zeit für Putzen verwendet und kann mehr Zeit für die Freizeit gewonnen werden. Weiches Wasser kann auch für weiche Haut und Haare sorgen. Damit kann der Einsatz von Haut-, Haar- und Waschpflegeprodukten gesenkt werden. Weiters werden Elektrogeräte geschützt und können dadurch länger halten. Somit kann Geld eingespart werden.

Bewertung der Redaktion: Die Wasserenthärtungsanlage ist sehr kompakt und kann den Haushaltsaufwand erleichtern. Dadurch bleibt mehr Freizeit übrig. Die Anschaffungshäufigkeit kann reduziert werden. Daher ist diese Methode gerade für Personen, mit einem kleinen Budget sowie einer kleinen Wohnung, optimal geeignet.

Die beste Wasserenthärtungsanlage für einen großen Personenhaushalt

Die MEDASA CEA-72 Enthärtungsanlage ist eine Wasserenthärtungsanlage mit einem Ionenaustausch-Verfahren. Dieses Modell ist für einen Personenhaushalt von 3 bis 8 Personen geeignet und ist in drei verschiedenen Kapazitätgrößen verfügbar. Die Anlage kann als Einzelanlage oder als Komplettpaket erworben werden. Sie ist für jede Wasserhärte geeignet und kann sogar 0°dH hartes Wasser erzeugen.

Diese Wasserenthärtungsanlage kann auf einen sehr weichen Härtegrad eingestellt werden. Das kann Verkalkungen im Badezimmer oder in der Küche komplett verhindern. Daher können Mütter oder Väter die Zeit besser für die Kinder oder anderen Erledigungen nutzen, anstatt verschmutzten Flächen nachzulaufen. Mit einem weichen Wasser können auch Anschaffungen reduziert werden, da die Elektrogeräte länger halten können. Somit bleibt mehr Geld für die Familie übrig.

Bewertung der Reaktion: Dieses Modell hat eine hohe Kapazitätsgröße und ist daher für größere Haushalte mit einem höheren Wasserverbrauch optimal geeignet. Da der Härtegrad bis zu 0°dH eingestellt werden kann, kann Kalk komplett verhindert werden. Somit bleibt mehr Zeit und Geld für die Familie.

Die beste Wasserenthärtungsanlage für den gewerblichen Einsatz

Die smardy blue R100 Premium Wasserbar Umkehrosmoseanlge ist eine Wasserenthärtungsanlage, die für die Entkalkung des Trinkwassers geeignet ist. Die Anlage verfügt über ein 5-stufiges Filtersystem. Anders als Trink- und Brauchwasseranlagen besitzt diese Anlage einen Tank und wird nicht an die Rohrleitungen angeschlossen. Daher kann diese Anlage nur für Trink- und Kochwasser verwendet werden.

Diese Umkehrosmoseanlage ist schnell aufgestellt und leicht bedienbar. Sie spendet kaltes, warmes oder heißes Wasser per Knopfdruck. Restaurants oder Gasthäuser können den Gästen somit klares Wasser anbieten, welches keine Verunreinigungen besitzt. Aber auch weitere Getränke wie Tee, Kaffee, Säfte oder Speisen können mit diesem Gerät schnell zu- oder vorbereitet werden und schmecken aufgrund des weicheren Wasserhärtegrades angenehmer. Das zeitlose Design der Anlage passt zu jedem Ambiente.

Bewertung der Redaktion: Diese Umkehrosmoseanlage bietet auf Knopfdruck kaltes, warmes sowie heißes und reines Wasser. Daher ist sie gut für das Zubereiten für Speisen und Getränke geeignet. Somit können Restaurants, Gasthäuser oder andere gewerbliche Unternehmen gut von dieser Anlage profitieren.

Die beste Wasserenthärtungsanlage mit einfacher Montage

Der H-Tronic PKS 2000 Plus X Magnetfeldgenerator ist ein Mikroprozessor-gesteuertes Gerät, welches am Wasserrohr platziert wird. Das Wasser muss durch keinen separaten Behälter umgeleitet werden, daher ist kein Eingriff in das Rohrsystem notwendig. Dieser Generator hat eine Leistung von 4.5 m³/h 1.2 W  und kann individuell an das jeweilige Rohrsystem angepasst werden. Mit einer Maße von 120 x 150 x 100 Millimeter ist das Gerät sehr kompakt und kann an jedem Rohr angebracht werden.

Der Entkalkungsgenerator kann automatisch oder manuell bedient werden. Jedoch muss bei der manuellen Einstellung oft länger probiert werden, bis die Wirkung optimal ist. Die Montage erfolgt an oder neben der Hauptwasserleitung. Ein Eindringen in die Wasserleitung ist daher nicht notwendig.

Bewertung der Redaktion: Der elektromagnetische Generator ist ein kompaktes Gerät, welches nur an der Wasserleitung montiert wird. Das Wasserrohrsystem muss daher nicht verändert werden. Daher ist die Montage des Gerätes relativ einfach.

Die beste Wasserenthärtungsanlage mit einfacher Bedienung

Die Aqmos CM-60 Wasserenthärtungsanlage ist eine hochwertige Entkalkungsanlage mit einem Ionenaustausch-Verfahren, dass in einem Set mit einem Montageblock sowie 100 Kilogramm Regenerationstabletten verfügbar ist. Diese Anlage ist für eine Haushaltsgröße von bis zu 5 Personen geeignet und kann pro Regenerationszyklus bis zu 6.000 Liter Wasser aufbereiten. Die Wasserenthärtungsanlage besitzt einige Features wie eine leicht bedienbare Steuerung, welches über einen Micro-Prozessor funktioniert.

Die Wasserenthärtungsanlage bietet viele vorinstallierte Programme. Damit kann sich die Anlage selbst steuern und alles automatisch durchführen. Du musst nur alle paar Monate das Regenerationssalz nachfüllen. Wenn es soweit ist, gibt die Wasserenthärtungsanlage ein Signal von sich. Alles andere wird automatisch geregelt. In dem verfügbaren Produkt-Set ist bereits ein Regerenrationssalz beigelegt.

Bewertung der Redaktion: Diese Wasserenthärtungsanlage hat eine einfache Steuerung und arbeitet fast selbstständig. Daher ist diese Variante für jene Personen ideal geeignet, die einen geringen Aufwand mit einfacher Bedienung bevorzugen.

Die beste Wasserenthärtungsanlage unter 300 Euro

Der Water2Buy W2B180 Wasserenthärter ist eine Wasserenthärtungsanlage mit einem Ionenaustauscher-Verfahren, welche für eine Haushaltsgröße von 1 bis 4 Personen geeignet ist. Die Anlage kann täglich bis zu 1.240 Liter Wasser entkalken. Die Anlage benötigt einen Wasser-, Abwasser- sowie einen Stromanschluss und kann direkt an die Hauptwasserleitung angebracht werden. Der Preis der Anlage liegt unter 300 Euro. Dabei fallen noch Nebenkosten wie Strom im Durchschnitt von circa 20 Euro pro Jahr an.

Mit einer Größe von 220 x 525 x 650 Millimeter stellt die Wasserenthärtungsanlage ein kompaktes Gerät dar, das nicht viel Platz braucht. Eine digitale Zählersteuerung soll außerdem für maximale Effizienz sorgen. Somit soll weniger Regenerationssalz sowie Wasser verbraucht werden. Darüber hinaus sorgt ein Umgebungsventil für einen optimalen Wasserdruck im ganzen Haus. Die Wasserenthärtungsanlage hat bereits etliche Programme vorinstalliert. Somit kann beispielsweise das Regenerationsprogramm automatisch geregelt werden.

Bewertung der Reaktion: Diese Wasserenthärtungsanlage ist optimal für Personen mit einem kleinen Budget. Des Weiteren ist die Anlage kompakt und einfach zu bedienen. Daher bietet dieses Modell ein optimales Preis / Leistungsverhältnis.

Wasserenthärtungsanlagen: Kauf- und Bewertungskriterien

In den folgenden Abschnitten erfährst du die wichtigsten Aspekte, wie du unterschiedliche Modelle voneinander unterscheiden kannst. Je nachdem wie deine Umstände sind, können bestimmte Modelle für dich besser geeignet sein als andere. Dabei kannst du zwischen folgende Kriterien unterscheiden:

Folgend erklären wir dir in den einzelnen Abschnitten genauer, worauf es bei den jeweiligen Kriterien ankommt.

Einsatz

Je nach Modell funktionieren nicht alle Arten von Wasserenthärtungsanlagen gleich. Alle Modelle sollen Kalzium und Magnesium aus dem Wasser beseitigen, welches für die Kalkablagerungen an den Oberflächen verantwortlich sind. Doch nicht alle Varianten sind für private Haushalte geeignet.

Für private Haushalte ist eine Wasserenthärtungsanlage direkt an der Hauptwasserleitung sinnvoll. Das Wasser ist erst dann entkalkt, wenn es die Wasserenthärtungsanlage passiert hat. Elektromagnetische Wasserenthärtungsanlagen und Anlagen mit dem Ionenaustausch-Verfahren gewähren diese Voraussetzungen.

Umkehrosmoseanlagen können zwar das Wasser mit einem physikalischen Prinzip wirkungsvoll entkalken.

Jedoch wird bei dieser Methode das Wasser gefiltert und fließt nur sehr langsam durch die Wasserenthärtungsanlage. Des Weiteren kann diese Methode nicht an die Hauptwasserleitung montiert werden. Dazu brächtest du pro Wasserhahn einen separate Wasserenthärtungsbehälter. Daher bietet sich diese Variante eher nur für gewerbliche oder industrielle Zwecke an.

Entkalktes Wasser ist nichts anderes als ganz normales Quellwasser, nur ohne Kalk. Du kannst es trinken, zum Waschen, Reinigen, Kochen, Bügeln oder sonstigen verwenden. Das gilt sowohl für private Zwecke, also auch für gewerbliche oder industrielle Aktivitäten.

Prinzipien

Unterschiedliche Wasserenthärtungsanlagen können anders funktionieren. Dabei  funktionieren manche Modelle nach einem physikalischen und andere nach einem chemischen Prinzip.

Der Unterschied dieser Prinzipien liegt an der Veränderung der Bestandteile des Wassers, das durch die Wasserenthärtungsanlage fließt. Beide Möglichkeiten können das Wasser entkalken.

Bei chemischen Verfahren werden die Bestandteile des Wassers verändert. Es gibt eine chemische Reaktion.

Mit einer Wasserenthärtungsanlage sollen Kalzium- und Magnsiummoleküle im Wasser unschädlich gemacht werden. Für Wasserenthärtungsanlagen stellt das Ionenaustausch-Verfahren eine chemische Variante dar.

Anstatt das Kalzium und Magnesium im Wasser nur unschädlich zu machen, werden sie komplett gegen ein anderes Element ausgetauscht. Dabei entsteht eine neue Zusammensetzung des Wassers.

Bei physikalischen Verfahren werden Kalzium und Magnesium aus dem Wasser nicht durch andere Elemente ausgetauscht, sondern einfach herausgelöst. Jedoch sind chemische Varianten effizienter als physikalische. Bei manchen physikalischen Verfahren konnte die Wirksamkeit der Effizienz noch nicht bestätigt werden.

Größe / Kapazität

Gerade für Wasserenthärtungsanlagen, die über einem separaten Behälter verfügen, durch den das Wasser durchfließt, sind Faktoren wie die Haushaltsgröße und der Wasserverbrauch ein wichtiges Thema. Bei der Variante mit dem Magneten gilt dieser Abschnitt nicht.

Die einzelnen Behälter sind je nach der Haushaltsgröße unterschiedlich groß. Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto mehr Wasser wird gebraucht. Daher sollte bei der Produktauswahl die richtige Größe gewählt werden, damit die Wasserenthärtungsanlage richtig passt.

Je mehr Personen in einem Haushalt leben, und desto mehr Wasser gebraucht wird, desto teurer wird die Wasserenthärtungsanlage sein. Es gibt bereits verschiedene Modelle für verschieden große Haushaltsgrößen.

Für Wasserenthärtungsanlagen mit chemischem Prinzip kann die Kapazität des Kationenaustauscherharzes interessant sein. Je größer diese Kapazität ist, desto länger dauert es, bis alle Natriumionen aufgebraucht sind. Dann muss ein Regenerationssalz zugekauft und im Produkt die Regenerationsphase eingeleitet werden.

Effizienz / Aufwand

Manche Modelle benötigen nach der Installation keine weitere Pflege mehr. Das heißt, nach der Montage hast du in der Regel keine weiteren Aufwände mehr. Andere Varianten benötigen für die weitere Pflege Zusatzprodukte sowie Reinigungs- und Regenerationsmaßnahamen, um die du dich in Folge kümmern müsstest.

Es hat sich herausgestellt, dass die Variante mit der höchsten Effizienz und den meisten Vorteilen, auch den größten Aufwand besitzt. Chemische Alternativen sind die zuverlässigsten Wasserenthärtungsanlagen.

Jedoch müssen diese Wasserenthärtungsanlagen laufend desinfiziert und regeneriert werden, damit die Anlage sauber weiterarbeiten kann. Dafür müssen Zusatzprodukte nachgekauft werden. Desinfektionsprodukte werden daher von allen Wasserenthärtungsanlagen benötigt, die über einen separaten Behälter verfügen. Regenerationsprodukte brauchen nur Anlagen mit einem chemischen Verfahren.

Der Montageaufwand bei einer Wasserenthärtungsanlage mit separaten Behälter ist größer als bei einer elektromagnetischen Anlage. Hier könntest du dir auch überlegen, diese Aufgabe von einem Fachexperten durchführen zu lassen, da die Anlage direkt an die Wasserrohre angeschlossen werden. Wartungskosten fallen in der Regel für keine Wasserenthärtungsanlagen an.

Wasserenthärtungsanlagen: Häufig gestellte Fragen und Antworten

In den folgenden Abschnitten erhältst du hilfreiche Informationen, die dir dabei helfen können, die für dich am besten geeignete Wasserenthärtungsanlage zu finden. Dafür haben wir dir alle wichtigen Fragen und Antworten rund um das Thema Wasserenthärtungsanlagen bereitgestellt. Des Weiteren erfährst du wichtige Tipps und Tricks zur Bestimmung der Wasserhärte bei dir zu Hause.

Was ist eine Wasserenthärtungsanlage?

Eine Wasserenthärtungsanlage soll Kalk im Wasser unschädlich machen. Kalkablagerungen im Badezimmer, Küchen, auf Armaturen oder sogar in Elektrogeräten können langfristig zum Problem werden. Kalk kann die Leistung von elektrischen Geräten sowie deren Lebensdauer reduzieren.

Eine Wasserenthärtungsanlage ist nicht direkt als ein eindeutiges Gerät darstellbar. Unterschiedliche Wasserenthärtungsanlagen können nämlich unterschiedlich aussehen und anders funktionieren.

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Kalk kann sich auf allen Oberflächen absetzen, die mit Wasser in Kontakt kommen. Wasserenthärtungsanlagen können Ablagerungen an Oberflächen vermeiden. Damit bleiben Oberflächen und Armaturen länger sauber und glänzend. Auch Elektrogeräte können dadurch geschützt werden.
(Bildquelle: James Yarema / Unsplash)

Der Zweck jeder Wasserenthärtungsanlage ist es den Kalk im Wasser zu lösen oder so zu verändern, dass er unschädlich wird. Das soll Ablagerungen an Oberflächen vermeiden.

Der Härtegrad im Wasser wird dadurch weicher gemacht und nicht vollständig beseitigt. Mit der Entkalkung werden lediglich Kalzium und Magnesium gelöst. Andere Mineralien bleiben trotzdem erhalten.

Welche Arten von Wasserenthärtungsanlagen gibt es?

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal einzelner Wasserenthärtungsanlagen ist die Art des Verfahrens. Verschiedene Varianten funktionieren nämlich auf unterschiedliche Weise. Für einen groben Überblick haben wir dir die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen Arten aufgeführt.

Art Vorteile Nachteile
Wasserenthärtungsanlagen mit elektromagnetischen Verfahren keine Zusatzstoffe im Wasser, einfache Montage, kann an die Hauptwasserleitung angebracht werden, kein Ändern des Rohrsystems, kein Wasseranschluss notwendig Wasserhärte nicht individuell steuerbar, Wirkung kann sehr unterschiedlich sein, Effizienz nicht wirklich nachweisbar,
Wasserenthärtungsanlagen mit Ionenaustausch-Verfahren Wasserhärte individuell einstellbar, Natriumionen können immer neu hinzugeführt werden, steuerbares Gerät, kann an die Hauptwasserleitung angebracht werden Regeneration des Wassers notwendig, Mehraufwand durch laufende Kontrolle, eingeschränkte Standortwahl, komplizierte Installation
Umkehrosmoseanlagen Erhalt von reinem Wasser ohne Zusatzstoffe, keine Regenerationsphase, keine weiteren Zusatzstoffe zur Behandlung der Anlage nicht für den Haushalt geeignet, kein Wasserdruck vorhanden, eingeschränkte Standortwahl, komplizierte Installation

Wasserenthärtungsanlagen mit einem elektromagnetischen Verfahren

Wasserenthärtungsanlagen mit einem elektromagnetischen Verfahren funktionieren physikalisch. Das heißt, das Wasser selbst wird keiner Reaktion unterzogen. Dabei werden Magnete an, oder neben den Rohren platziert. Die Ausführung kann je nach Hersteller variieren.

Wenn das Wasser den Magneten am Rohr passiert, wird es mittels elektromagnetischen Feldern verändert. Dabei werden die Kristall- und Molekularstruktur des Kalkes so verändert, dass der Kalk seine haftenden Eigenschaften verliert. Zwar befindet sich danach noch immer Kalk im Wasser, dieser setzt sich aber nicht mehr ab.

Dabei gibt es keine chemische Reaktion. Da der Magnet nicht an Wirkung verliert, muss hierfür auch nichts zugekauft werden.

Der Magnet befindet sich in einem Magnetgenerator, welcher die elektromagnetischen Felder erzeugt. Dieser Generator benötigt einen Stromanschluss.

Anders als andere Modelle braucht der Magnet keinen Wasser- oder Abwasseranschluss. Es gibt auch keinen separaten Behälter durch welchen das Wasser durchfließt. Bei einem Magneten wird lediglich ein kleiner Apparat an das Rohr angebracht.

Trotz der vielen Vorteile des Magneten wurde seine Wirkung noch nicht wirklich bestätigt. Daher besteht keine 100%ige Garantie, dass der Magnet unbedingt funktioniert. Beziehungsweise kann der Magnetgenerator je nach Anwendungsfall anders wirken.

Wasserenthärtungsanlagen mit einem Ionenaustausch-Verfahren

Wasserenthärtungsanlagen mit einem Ionenaustausch-Verfahrenfunktionieren chemisch. Bei dieser Art wird das sogenannte Salz eingesetzt. Um mit dieser Methode die Wasserhärte weicher zu machen, muss das zugeleitete Wasser durch ein sogenanntes Kationenaustauscherharz fließen.

Das ist im Grunde ein kleines Kügelchen aus Kunstharz das aus Polystyrol besteht. Jedoch befindet sich dieser Kationenaustauscher in einem separaten Behälter. Daher muss das Wasser dementsprechend umgeleitet werden.

Wenn dann das Wasser durch das Kationenaustauscherharz fließt werden die darin enthaltenen Kalzium- und Magnesiummoleküle gegen Natriumione ausgetauscht.

Es passiert eine chemische Reaktion. Im Regelfall stellt diese chemische Reaktion keine gesundheitlichen Risiken dar. Solche Moleküle sind ohnehin im Trinkwasser vorhanden.

Zwar können immer wieder Natriumionen nachbildet werden, aber dazu benötigt die Anlage eine sogenannte Regenerationslösung. Diese beinhaltet Salz, welcher wiederum für einen Umkehrprozess sorgt.

Das heißt, die Kalzium- und Magnesiummoleküle aus dem Wasser werden wieder abgegeben und neue Natriumionen können aufgenommen werden. Das ist notwendig, damit die Anlage weiter funktionieren kann. In der Regenerationsphase kann das Austauscherharz nicht verwendet werden.

Der Behälter darf nicht überall platziert werden. Es muss vor Feuchtigkeit geschützt werden und braucht einen nahe gelegenen Strom-, Wasser- sowie Abwasseranschluss. Die Installation sollte am besten von Fachexperten durchgeführt werden.

Umkehrosmoseanlagen

Das Umkehrosmose-Verfahren ist ein physikalischer Prozess. Das heißt, das Wasser selbst wird nicht verändert. Es wird lediglich von den anderen Inhaltsstoffen der Flüssigkeit ausgelesen.

Dieser Mechanismus funktioniert ähnlich wie ein Filter. Das Ganze findet in einem separaten Behälter statt. Dieser besitzt im Inneren eine Membran, die aus einer dünnen Spezialfolie besteht. Diese Folie hat sehr kleine Löcher, durch die das Wasser durchfließt.

Das Besondere an dieser Folie ist, dass diese Löcher nur reines Wasser durchlassen.

Weitere Stoffe wie Keime, Kalk und andere Mineralien sind zu groß für diese Löcher. Damit nach längeren Durchlauf keine Löcher durch Materialien verstopft werden, werden diese in das Abwassersystem gespült.

Der separate Behälter benötigt einen nahe gelegenen Wasser- und Abwasseranschluss. Damit das Wasser richtig ausgelesen werden kann, muss es durch den Behälter fließen. Das passiert jedoch nur sehr langsam, da die Löcher das Wasser verdrängen. Daher fehlt der Wasserdruck.

Diese Methode ist daher für den Haushalt ungeeignet. Dazu kommt es, dass ein Osmosebehälter vor jedem Wasserhahn angebracht werden müsste. Das heißt, die Anlage kann nicht nur an die Hauptwasserleitung angeschlossen werden. Jedoch kann diese Methode für industrielle Zwecke interessant sein.

Für wen eignet sich eine Wasserenthärtungsanlage?

Eine Wasserenthärtungsanlage kann grundsätzlich in allen Haushalten installiert werden. Dabei eignen sich solche Anlagen nur, wenn du in einer Region mit einer harten oder mittelharter Wasserhärte lebst. Genaueres zur Wasserhärte findest du im unteren Abschnitt “Wann ist eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll?”

Kalk ist auch mit dem freien Auge erkennbar. Wenn du merkst, dass sich auf nassen Oberflächen immer wieder Kalkrückstände bilden, dann kann eine Wasserenthärtungsanlage für dich sinnvoll sein. Damit kannst du die Effizient deiner elektrischen Haushaltsgeräte, die mit Wasser in Kontakt kommen, steigern.

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Hartes Wasser beansprucht nicht nur die Waschmaschine oder den Geschirrspüler, sondern auch die Sachen, die gewaschen werden. Bei weichen Wasser braucht die Wäsche keinen Weichspüler mehr, da es ohnehin mit weichen Wasser gewaschen wird. So kannst du Kosten und den Einsatz chemischer Haushaltsmittel sparen.
(Bildquelle: Denny Müller / Unsplash)

Kalk kann sich auf Heizstäben in der Waschmaschine oder der Spülmaschine absetzen. Außerdem können sich Kalkrückstände im Wasserkocher oder in der Kaffeemaschine bilden. Damit wird die Leistung der Haushaltsgeräte beeinträchtigt.

Eine Wasserenthärtungsanlage kann sogar Rohrbrüche vorbeugen. Kalkansammlungen können unter anderem auch dafür sorgen, dass Rost entsteht, welche zu Rohrbrüchen führen können.

Daher ist eine Wasserenthärtungsanlage für jene Personen interessant, die Kalkablagerungen an Oberflächen und in Haushaltsgeräten beseitigen oder verhindern möchten.

Wann ist eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll?

In Deutschland und anderen Ländern hat das Wasser in den verschiedenen Regionen eine unterschiedliche Wasserhärte. Je nach Region kann der Boden, aus dem das Wasser gelöst wird, anders sein. Je mineralreicher der Boden ist, desto härter ist das Wasser.

Die Wasserhärte wird in “deutscher Härte” gemessen. Je mehr Mineralien das Wasser enthält, desto härter ist das Wasser. Gerade hartes Wasser verursacht Kalkablagerungen an Oberflächen im Haushalt.

Damit du weißt, ob eine Wasserenthärtungsanlage in deinem Haushalt sinnvoll ist, solltest du zuerst die Wasserhärte bei dir zu Hause messen. Dazu kannst du entweder bei deiner Ortsgemeinde nachfragen. Wenn du in einer größeren Stadt wohnst, findest du womöglich die entsprechende Wasserhärte im Internet. Jedoch ist diese Variante nicht ganz so zuverlässig.

Du kannst jedoch auch den Grad der Wasserhärte mit einem Test selbst bestimmen. Das funktioniert mit Teststreifen, die du online erwerben kannst. Teststreifen werden von verschiedenen Händlern sowie auf größeren Einkaufsplattformen angeboten.

Für die Bestimmung der Wasserhärte solltest du die entsprechenden Werte kennen:

Grad der Wasserhärte Einheit deutscher Härte
weich kleiner als 8,4 °dH
mittel zwischen 8,4 °dH und 14 °dH
hart größer als 14 °dH

Wenn die Wasserhärte bei dir zu Hause im höheren mittleren oder harten Bereich liegt, dann kann eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll sein. Grade bei Ergebnisse im mittleren Bereich können eigene Erfahrungen auch zur Entscheidung beitragen. Wenn du selbst auch merkst, dass sich immer wieder Kalkrückstände bei dir zu Hause bilden, dann kann sich diese Investition auszahlen.

Bei Ergebnissen im weichen Bereich brauchst du keine extra Anlage, die das Wasser noch weicher macht.

Wie gesund sind Wasserenthärtungsanlagen?

Wasserenthärtungsanlagen lösen oder verändern nur Kalzium und Magnesium im Wasser, sodass es sich nicht mehr absetzen kann. Andere Mineralstoffe bleiben bei den meisten Modellen trotzdem erhalten. Daher wird mit Wasserenthärtungsanlagen der Härtegrad weicher gemacht und nicht vollständig beseitigt.

Ein Wasserhärtegrad mit dem Wert 0 wäre auf Dauer tatsächlich gesundheitsgefährdend. Die Nährstoffe im Wasser versorgen den Körper damit er funktioniert. Auch wenn der Körper selbst auch über diese Mineralien verfügt, braucht er regelmäßige Zufuhrt. Ansonsten werden diese Mineralien im Körper abgebaut und es entstehen Nährstoffmängel.

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Auch enthärtetes Wasser enthält weiteren wichtige Mineralien, die der Körper braucht. Es werden lediglich Kalzium und Magnesium aus dem Wasser gelöst. Physikalische Verfahren stellen daher kein gesundheitliches Risiko dar. Bei chemischen Verfahren gibt es möglicherweise Risiken für bestimmte Krankheiten.
(Bildquelle: Jana Sabeth / Unsplash)

Gerade Wasserenthärtungsanlagen mit physikalischen Prinzipien stellen keine gesundheitsgefährdenden Folgen dar. Bei Wasserenthärtungsanlagen mit einem Ionenaustausch-Verfahren solltest du jedoch im Vorhinein klären, ob das für dich gesundheitlich kein Risiko darstellt.

Hier werden nämlich Natriumionen an das Wasser abgegeben. Bei zu hohen Mengen kann Natrium Bluthochdruck verursachen. Wenn du keine Herzkrankheit besitzt sollte das kein Risiko darstellen. Falls du aber an Bluthochdruck leidest, solltest du von Wasserenthärtungsanlagen mit Ionenaustausch-Verfahren absehen.

Ansonsten sind keine gesundheitlichen Risiken von Wasserenthärtungsanlagen bekannt.

Was kostet eine Wasserenthärtungsanlage?

Die Preise für Wasserenthärtungsanlagen können je nach Hersteller variieren. Dazu kommt, dass die verschiedenen Arten unterschiedlich teuer sind. Hinzu kann die Haushaltsgröße und der Wasserverbrauch ebenfalls ausschlaggebend für die Kosten sein.

Die Wasserenthärtungsanlage als Magnet stellt dabei die günstigste Variante dar. Jedoch wurde die Wirkung des Magnetes noch nicht richtig bestätigt. Ein Magnet kann dabei bis zu ca. 300 Euro kosten. Einige Modelle sind bereits ab einem Preis von unter 100 Euro erhältlich.

Die Wasserenthärtungsanlage mit dem Ionenaustausch-Verfahren stellt für private Haushalte eher die höhere Preisklasse dar. Hier bewegen sich die Preise von ca. 450 bis 2.000 Euro. Unbekannte Hersteller bieten dabei eher die günstigeren Varianten als Markenprodukte.

Jedoch ist gerade hier die Haushaltsgröße und die Größe der Kapazität für den Preis ausschlaggebend. Je größer der Haushalt ist, desto höher ist der Preis. Die Kapazität wird mit der Formel m³ x ° dH berechnet. Je höher dieser Wert ist, desto länger kann der Behälter die Kalzium- und Magnesiummoleküle gegen Natriumionen austauschen. Wenn diese Kapazität verbraucht wird, muss ein spezielles Salz nachgekauft werden. Auch hier gilt, je höher die Kapazität, desto teurer ist die Anlage.

Umkehrosmoseanlagen sind preislich angebotsabhängig. Auch hier kann die Größe des Behälters ausschlaggebend für den Preis sein. Der Preis ergibt sich oft aus der Planung und wird daher auf Websites nicht angezeigt.

Neben den Anschaffungskosten können noch Stromkosten und Zusatzkosten für Salz anfallen. Wartungskosten gibt es für gewöhnlich nicht. Wenn du die Installation nicht selbst durchführen möchtest, dann kommen zur Anschaffung noch Montagekosten hinzu.

Eine Wasserenthärtungsanlage kann langfristig die Kosten senken. Da Elektrogeräte und Oberflächen nicht mehr so stark belastet werden, können Maschinen länger halten und die Neuanschaffungshäufigkeit kann somit reduziert werden.

Wo kann ich eine Wasserenthärtungsanlagen kaufen?

Es gibt einige deutsche Hersteller, welche sich auf den Bau und Verkauf von Wasserenthärtungsanlagen spezialisieren. Außer ein paar Ausnahmen werden daher Wasserenthärtungsanlagen nur von den jeweiligen Herstellern selbst angeboten.

Bei folgenden Websites ist der Erwerb einer Wasserenthärtungsanlage möglich:

  • amazon.de
  • lfs-cleantec.de
  • asana-gmbh.de
  • wasserenthärter.de
  • aqmos.com

Zwar kann man einige Modelle online erwerben. Jedoch müssen manche Kaufangebote mit den Hersteller direkt, mittels Telefon oder Vorort, abgeschlossen werden.

Die meisten Angebote findest du zu Wasserenthärtungsanlagen mit dem Ionenaustausch-Verfahren. Zu anderen Arten gibt es in Deutschland weniger Verkaufsangebote.

Wasserenthärtungsanlagen werden von großen Baumärkten wie Obi oder Hornbach nicht angeboten. Aber sämtliches Zubehör wie das Regenerationssalz werden durchaus von solchen Baumärkten angeboten.

Welche Alternativen gibt es zu einer Wasserenthärtungsanlagen?

Alternativen von Wasserenthärtungsanlagen sollen dafür sorgen, dass Kalk sich nicht absetzen kann und dadurch nicht schaden kann. Der Unterschied zu einer Wasserenthärtungsanlage ist jener, dass der Kalk weiterhin im Wasser bestehen bleibt. Die Wasserhärte bleibt dadurch erhalten.

Alternative Beschreibung
Kalkschutzgerät Ein Kalkschutzgerät ist ein Ferritring der um das Wasserrohr montiert wird. Dieser Ring regt den sich im Wasser befindlichen Kalk an, sich zu Mikropartikel zu verbinden. Das soll verhindern, dass sich Kalk absetzt. Dieser Mechanismus erfolgt durch hochfrequente Wechselwirkungen. Diese können sowohl in Kunststoff, als auch in Metallleitungen wirken.
Magnet Wasserenthärter Mit Magneten kann das Wasser magnetisiert werden und mildert dadurch die typischen Eigenschaften des Kalkes. Dadurch soll das Wasser weich gemacht werden. Diese Magneten werden in Form von Ringe an die Rohrleitung angebracht. Diese Methode ist vergleichsweise günstig und leicht zu installieren. Jedoch ist die Effizienz dieser Methode nicht wirklich nachweisbar.
Mersus Ring Der Mersus Ring wird rund um die Wasserleitung gelegt und kommt daher nicht mit dem Wasser in Kontakt. Mithilfe von Interferenzschwingungen soll der Mersus Ring auf das Wasser wirken. Dabei soll die Löslichkeit für die im Wasser befindlichen sowie lösbaren Stoffe erhört werden. Dadurch sollen Ablagerungen beseitigt oder verhindert werden.
Wasseraufbereiter Ein Wasseraufbereiter verfügt über eine Wassertechnik, welche die hexagonale Struktur des Wassers ordnet. Das soll den Kalk unschädlich machen und Kalkablagerungen an Oberflächen vermeiden. Dabei soll die Wasserqualität des Wassers verbessert werden.

Alle Alternativen funktionieren physikalisch. Daher gibt es keine chemische Reaktion. Des Weiteren werden alle Modelle um die Leitung platziert. Die Installation wird dadurch einfacher. Wenn du jedoch Kalzium und Magnesium komplett aus dem Wasser beseitigen möchtest, dann solltest du auf eine Wasserenthärtungsanlage zurückgreifen. In der Alternative bleibt der Kalk trotzdem erhalten.

Was muss ich bei der Installation meiner Wasserenthärtungsanlage beachten?

Die Montageschritte können je nach Art der Wasserenthärtungsanlage abwichen. Eine Anlage mit Behälter ist anders zu installieren als eine Anlage mit elektromagnetischen Verfahren. Jedoch ist bei allen drei Varianten die Effizienz am höchsten, wenn die Anlage direkt bei der Hauptwasserleitung montiert wird.

Wenn die Wasserenthärtungsanlage direkt beim Zulauf der Wasserleitung im Haus das Wasser behandelt, können Oberflächen im ganzen Haus, inklusive den Rohrleitungen, vor Kalk geschützt werden.

Des Weiteren ist je nach Modell die Lage der Wasserenthärtungsanlage zu berücksichtigen. Die Anlage soll vor Feuchtigkeit und Frost geschützt sein sowie nicht im Freien platziert werden. Anlagen mit einem separaten Behälter brauchen zusätzlich einen Wasser-, Abwasser- sowie einen Stromanschluss, um funktionieren zu können.

Je nach Modell kann die Installation der Wasserenthärtungsanlage unterschiedlich einfach sein. Daher empfiehlt es sich bei Bedarf einen Fachexperten heranzuziehen, der die Montage durchführt.

Was muss ich bei der Verwendung meiner Wasserenthärtungsanlage beachten?

Grundsätzlich verlangt nur eine Wasserenthärtungsanlage mit einem separaten Behälter zusätzliche Pflege. Dabei ist gerade die Anlage mit Ionenaustasuch-Verfahren die aufwändigste Variante.

Diese Anlage benötigt neben der Anschaffung zusätzlichen Aufwand bezüglich:

  • Regenerationsphase
  • Desinfektion
  • Zusatzprodukte für Regenerationsphase und Desinfektion

Bei der Regenerationsphase müssen der Wasserenthärtungsanlage neue Natriumionen zugeführt werden, da die Anlage selbst nach einer gewissen Zeit keine Natriumionen mehr besitzt. Diese sind jedoch essenziell, um das Wasser entkalken zu können.

Während der Regenerationsphase kann die Wasserenthärtungsanlage das Wasser in den Leitungen nicht entkalken und ist während dieser Zeit inaktiv. Daher empfiehlt es sich diese Regeneration über Nacht durchzuführen. Eine weitere Möglichkeit wäre es, zwei Wasserenthärtungsanlagen zu besitzen. Jedoch ist es fraglich, ob sich diese Variante auszahlen würde.

Wie kann ich meine Wasserenthärtungsanlage desinfizieren?

Grundsätzlich müssen nur Wasserenthärtungsanlagen, die über einen separaten Behälter verfügen desinfiziert werden. Also betrifft es dich nicht, wenn du über eine Anlage mit einem elektromagnetischen Verfahren besitzt. Das Desinfizieren ist dabei notwendig, um keine hygienischen Nachteile zu bekommen. Bakterien sollten sich natürlich auch nicht in der Wasserenthärtungsanlage ansiedeln.

Für die Desinfektion gibt es zwei mögliche Varianten:

  • Die Chlortablette stellt eine sehr einfache Methode dar, um die Wasserenthärtungsanlage zu desinfizieren. Dabei wird einfach eine Chlortablette in den Behälter eingeworfen, die dann Bakterien abtötet. Jedoch solltest du darauf achten, dass kurz darauf die Regenerationsphase stattfindet, um das Chlor wieder aus dem Wasser zu spülen.
  • Die Chlordioxid-Tablette kann neben Bakterien auch Viren und Einzeller abtöten und stellt somit eine noch wirksamere Methode dar. Jedoch sollte auch hier das Wasser nach der Desinfektion gründlich durchgespült werden. Chlordioxid kann bei zu hoher Konzentration zu Reizungen und sogar Ätzungen führen.

Je nachdem wirst du hier nicht um eine chemische Lösung herumkommen. Die Wasserenthärtungsanlage daher gar nicht zu desinfizieren ist keine gute Lösung. Dann können sich Bakterien oder Keime in deiner Anlage bilden. Davon könntest du krank werden.

Welche Voraussetzungen umfassen Förderungen für Wasserenthärtungsanlagen?

Der Einbau von Wasserenthärtungsanlagen kann sogar staatlich gefördert werden. Dabei werden sowohl Erstbeschaffungen, als auch der Einbau als Ersatz einer anderen Wasserenthärtungsanlagen mit einer BAFA-Förderung gefördert.

BAFA wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bewilligt. Anträge müssen vor dem Kaufabschluss der Anlage erfolgen.

Die Voraussetzung, um die Förderung zu erhalten, ist ein neuer Einbau eines Wärmeerzeugers im Gebäude. Wenn die Förderung bewilligt wurde können die Anschaffungskosten der neuen Anlage vom Staat übernommen werden.

Bei dieser Förderung handelt es sich grundsätzlich um das Fördern von Heizen mit erneuerbarer Energie. Des Weiteren umschließt es die Installation von Kalkschutzgeräten, Wasserenthärtungsanlagen sowie Dosierungsanlagen.

Der Förderungsanspruch kann von Privatpersonen, Wohnungsgemeinschaften, Freiberufler, Kommunen, Unternehmer und anderen juristischen Personen in Anspruch genommen werden.

Du kannst für diese Förderung direkt auf der Website dafa.de ansuchen. In der Regel dauert die Bearbeitung eines Antrages ein paar Wochen.

Fazit

Wasserenthärtungsanlagen sind für Regionen mit einer höheren mittleren oder harten Wasserhärte sinnvoll. Diese Anlagen machen das Wasser weicher und verhindern so Kalkablagerungen an Oberflächen.

Die einzelnen Ausführungen können dabei unterschiedlich aussehen und umfassen verschiedene Voraussetzungen. Wasserenthärtungsanlagen mit einem separaten Behälter benötigen einen Wasser-, Abwasser- sowie Stromanschluss und müssen in das Wasserleitungssystem integriert werden. Manche Varianten erfordern Zusatzprodukte und spezielle Anwendungen, um richtig zu funktionieren. Andere Modelle benötigen diese Umstände nicht.

Je nach Prinzip können verschiedene Wasserenthärtungsanlagen unterschiedlich funktionieren. Physikalische Anlagen sind zwar gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Sie geben jedoch keine Garantie darüber, dass sie tatsächlich wie gewünscht funktionieren.

Chemische Verfahren sind zwar in der Regel unbedenklich, können jedoch Bluthochdruck verursachen und sind daher für herzkranke Personen ungeeignet. Ihre Leistung ist zwar sehr effizient, jedoch mit einem höheren Maß an Aufwand verbunden.

Bildquelle: Yastremska/ 123rf.com

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