Überwachungskamera
Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2020

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Überwachungskameras gehören mittlerweile nahezu zur Einrichtung eines jeden Haushaltes. Das liegt vor allem daran, dass Menschen im Allgemeinen ein hohes Sicherheitsbedürfnis besitzen, welches durch die Nutzung von Überwachungssystemen gestillt werden kann.

In einer immer stärker technologiegetriebenen Welt ist es inzwischen problemlos möglich, sein Hab und Gut von überall aus und zu jeder Zeit zu überwachen. Überwachungskameras können allerdings neben einer Sicht auf den Hof auch als Babyfon im Kinderzimmer oder zum Kommunikationsmittel mit Besuchern dienen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Nutzung von Überwachungskameras ist die Beachtung rechtlicher Voraussetzungen unerlässlich. Kameras müssen beispielsweise sichtlich gekennzeichnet sein und dürfen nicht über das eigene Grundstück hinaus filmen.
  • Wichtige Kaufkriterien sind die Stromversorgung, das Vorhandensein einer Nachtsichtfunktion, der Aufnahmewinkel und die Reichweite, der Bewegungssensor, der Speicherort und die Möglichkeit der Smart-Home-Anbindung.
  • Überwachungssysteme sind in den verschiedensten Preissegmenten und in unterschiedlichem Umfang erhältlich. Für private Zwecke reichen oftmals niedrig- bis mittelpreisige Varianten aus.

Überwachungskameras im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Um dir bei der Auswahl der richtigen Überwachungskamera zu helfen, haben wir im Folgenden eine Auflistung von Kameras zusammengestellt, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken.

Die beste Überwachungskamera für drinnen

Die Tapo C200 ist eine WLAN-IP-Kamera mit detailgenauer 1080P-Auflösung, welche sich für die Verwendung im Innenbereich eignet. Durch die 360° Linsenschwenkung, die 114° Linsenneigung und die Nachtsichtfunktion bis zu 9 Metern erhältst du eine umfassende Sicht in den Raum.

Werden Bewegungen oder Geräusche erkannt, sendet die Innenkamera je nach Einstellung eine Warnmeldung an das Smartphone oder löst einen Alarm aus. Die Kamera unterstützt Micro SD-Karten mit bis zu 128 GB und speichert die Daten auf dem lokalen Datenträger ab.

Durch die Zweiwege-Audio-Funktion wird eine Kommunikation über das integrierte Mikrofon und den Lautsprecher ermöglicht, sodass die Kamera im Eingangsbereich oder als Babyfon genutzt werden kann.

Bewertung der Redaktion: Durch ihr schlichtes und weißes Design eignet sich die Kamera ideal für die Installation in Räumen wie beispielsweise dem Kinderzimmer. Vorteilhaft ist hierbei zudem die Privatsphärefunktion, die das Ein- und Ausschalten ermöglicht.

Die beste Überwachungskamera mit Solarpanel

Die kontinuierliche Stromversorgung der kabellosen Überwachungskamera ZS-GQ1 ist durch einen wiederaufladbaren Akku und das Solarpanel gewährleistet. Die Aufladung funktioniert entsprechend sowohl über einen Telefonadapter als auch über Solarzellen.

Es können bei einer Full HD 1080P-Videoauflösung mit 4-fachem Zoom 120° Feld erfasst werden. Die PIR-Bewegungserkennung ermöglicht eine intelligente Erkennung von Mensch und Tier, während in Echtzeit Alarmbenachrichtigung bei Bewegung auf das Smartphone gesendet werden können.

Die wasserdichte Kamera bietet zudem eine Zweiwege-Audio- und Nachtsichtfunktion, sodass sie sich für die Nutzung im Außenbereich eignet. Der integrierte SD-Steckplatz für eine bis zu 128 GB SD-Karte und die Cloud-Speicherung machen das Sammeln von Kameraaufnahmen flexibel, während das Produkt durch IOS und Android unterstützt wird.

Bewertung der Redaktion: Zwar bietet die Kamera keine Möglichkeit zur Browserüberwachung, jedoch kann sie vollumfänglich über die App CloudEdge gesteuert werden. Ein nennenswerter Vorteil ist außerdem, dass eine Benachrichtigung bei niedrigem Akkustand geliefert wird, sodass ein unvorhergesehener Ausfall in einer Notsituation auszuschließen ist.

Die beste Mini Überwachungskamera

Die ER-ESTAVEL Mini Kamera besitzt eine detailgenaue 1080P Full-HD-Auflösung und eignet sich ideal für den Innenbereich. Trotz ihrer geringen Größe von 3,5 x 3,0cm und ihrem Gewicht von 180g erfasst die Kamera mit 150° Weitwinkel alle Details. Sie besitzt 4 unsichtbare Infrarot LED-Lichter, sodass die Sicht bei Tag und Nacht gewährleistet ist.

Bei der Verwendung des Akkus ergibt sich eine Betriebszeit von 3 Stunden bei einer Ladedauer von 1 Stunde. Eine Rund-um-die-Uhr-Aufzeichnung kann durch Anschluss an die Stromversorgung erzeugt werden.

Die Mini Kamera zeichnet nur bei Erkennung von Bewegung Aufnahmen auf. Zur Speicherung der Daten kann eine bis zu 128 GB Micro SD-Karte eingesetzt werden, wobei ältere Daten bei aufgebrauchtem Speichervolumen überschrieben werden.

Bewertung der Redaktion: Mittels Tasten ist die Mini Kamera besonders bedienerfreundlich. Speziell die Funktion der Materialspeicherung in 10 Minuten Sequenzen vereinfacht das Nachschlagen einzelner Aufnahmen erheblich.

Die beste Dome-Überwachungskamera

Die YoLuke PTZ-Kamera eignet sich sowohl für den Gebrauch im Freien als auch für die Indoor-Nutzung. Mit ihrem 4-fachen Zoom, der horizontalen Drehung um 355° und der vertikalen Drehung um 90° erfasst sie ein großes Sichtfeld bei möglicher schneller Umschaltung des Blickwinkels. Die Kamera ist wasserdicht und besitzt durch 10 leistungsstarke LED-Leuchten eine Nachtsichtfunktion, die für bis zu über 30 Meter reicht.

Die Kamera besitzt menschliche Erkennung und die Alarmempfindlichkeit kann individuell angepasst werden, sodass die Überwachungskamera eine Benachrichtigung an das Mobiltelefon und eine E-Mail inklusive des Videos versendet, sobald eine Gefahr erkannt wird.

Bei Verwendung einer 128 GB SD-Karte kann die Kamera über rund 15 Tage aufnehmen. Die Zweiwege-Audio-Funktion kann über eine App betrieben werden, wobei die Kamera den Zugriff auf Android- und IOS-Smartphones, Windows und Mac unterstützt.

Bewertung der Redaktion: Die Kamera bietet über die Kernfunktionen einige weitere Features wie beispielsweise eine Sirenenfunktion oder einen Verfolgungsmodus. Indem die Empfindlichkeit bei der Wahrnehmung von Bewegung individuell eingestellt werden kann, kann der Alarm perfekt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Durch die über 30 Meter Sichtweite ist die Kamera darüber hinaus für große Bereiche wie Parkplätze, Höfe und Vorgärten geeignet.

Das beste Überwachungssystem

Das Reolink 4K Ultra HD PoE Überwachungssystem macht feinste Details selbst bei digitaler Vergrößerung sichtbar. Die Rund-um-die-Uhr-Aufnahme ist durch zeitgesteuerte Aufnahme und Bewegungserkennung auf der vorinstallierten 2 TB Festplatte oder den FTP-Server möglich, wobei eine Speichererweiterung durch den Anschluss einer externen 4 TB-Festplatte realisiert werden kann.

Das System ist mit allen Reolink PoE IP Kameras und Android sowie IOS kompatibel. Das Überwachungssystem löst Alarme in Echtzeit aus, sobald eine Gefahr erkannt wird. Dafür kann die Empfindlichkeit individuell in spezifische Zonen angepasst werden, um Fehlalarme zu reduzieren.

Das System bietet über die App oder den Web-Browser einen Fernzugriff und Wiedergabe zu jeder Zeit und von jedem Ort aus, sofern WLAN oder ein Mobilfunknetz vorhanden sind. Zudem kann eine Audioaufzeichnung aktiviert und weitere Features und Einstellungen in der App bedient werden.

Bewertung der Redaktion: Trotz des breiten Leistungsumfangs sind die Installation und die Einrichtung des Überwachungssystems einfach und ohne Vorkenntnisse möglich. Das System besitzt zudem eine sehr gute Ton- und Bildqualität, die die Überwachung mehrerer Flächen gleichzeitig unterstützen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Überwachungskameras

Um die perfekte Überwachungskamera zu finden, haben wir dir einige Kaufkriterien aufgelistet, die du beim Kauf berücksichtigen solltest:

Um dir die Punkte einzeln zu verdeutlichen, haben wir sie im Folgenden etwas genauer erklärt.

Stromversorgung

Ist am gewünschten Anschlussort ein Stromanschluss vorhanden? Oder ist es möglich dort Verlängerungskabel zu verlegen? Falls nicht, so fällt die Wahl in jedem Fall auf eine kabellose Variante. Es gibt inzwischen eine große Zahl batterie- beziehungsweise akkubetriebener Kameras, die teilweise mit Solar-Paneelen zur Verlängerung der Betriebszeit ausgestattet sind.

Nachtsicht

Damit du in einer Notsituation einen brauchbaren Bilddatensatz erhältst, solltest du sicherstellen, dass die Überwachungskamera eine Nachtsichtfunktion besitzt. In Abhängigkeit von der Relexionsfähigkeit der Umgebung können in der Nacht sehr gute Schwarz-Weiß-Aufnahmen erzielt werden.

Sollte die gewählte Option jedoch über keine Leuchte verfügen, können Alternativen wie spezielle Kamera-Leuchten oder allgemeine Bewegungsmelder in dem überwachten Bereich hinzugefügt werden.

Aufnahmewinkel und Reichweite

Vor dem Kauf und der Installation einer Überwachungskamera solltest du nicht außer Acht lassen, dass der Aufnahmewinkel in der Regel zwischen 90 und 110° beträgt und somit für Hauseingänge und größere Raumabschnitte geeignet ist. Solltest du einen kompletten Raum einsehen wollen, so solltest du auf eine 360°-Kamera (Dome) oder eine Fischaugen-Kamera an der Decke zurückgreifen.

Speicherort

Eine Überwachung ergibt nur dann Sinn, wenn die gesammelten Daten abgespeichert werden können, sodass ein Zugriff darauf möglich ist. Hierbei gibt es drei Möglichkeiten:

  • Externe Cloudspeicherung: Daten werden auf einem Unternehmensserver gespeichert
  • Lokale Speicherung: Daten werden auf der Micro SD-Karte der Kamera gespeichert
  • Externe lokale Speicherung: Daten werden beispielsweise auf einem FTP-Server oder einem NAS-Speicher in der eigenen Wohnung gespeichert

Welche Variante die beste ist, hängt vom individuellen Geschmack und dem Ziel der Überwachung ab.

Bewegungssensor

Die Bewegungssensoren von Überwachungskameras sind unterschiedlich empfindlich und weit entwickelt. Ein Problem der Sensoren kann sein, dass Objekte durch als Gefahr eingestuft werden, die jedoch keine darstellen.

Hier kann entgegengewirkt werden, indem eine Kamera verwendet wird, bei der die Empfindlichkeit bis zur Alarmbenachrichtigung individuell angepasst werden kann. Neue Infrarot-Sensoren erkennen beispielsweise zusätzlich zur Bildabgleich-Technologie Bewegungswärme, sodass die Gefahreneinschätzung deutlich verbessert ist.

Smart-Home-Anbindung

Du wohnst in einem vernetzten Zuhause? Insbesondere WLAN Kameras eignen sich, um sie an das Smart-Home-System anzuknüpfen. Hier muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Überwachungssystem mit den verwendeten Geräten und dem Sprachassistenten kompatibel ist.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Überwachungskamera ausführlich beantwortet

Zum Thema Überwachungskameras tauchen häufig Fragen auf, die wir dir im Folgenden beantworten möchten.

Für wen eignet sich eine Überwachungskamera?

Eine Überwachungskamera eignet sich im Grunde für jeden, der ortsunabhängig Zugriff auf Video- oder Tonmaterial bezüglich seiner Fläche erlangen möchte.

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Die Verwendung von Überwachungskameras bietet nicht nur Sicherheit für Firmen und Unternehmen. Auch im privaten und öffentlichen Bereich kann die Anschaffung von Überwachungskameras durchaus sinnvoll sein. (Bildquelle: Shaw/ unsplash)

Für Privatpersonen eignet sie sich beispielsweise als Gegensprechanlage im Eingang oder als Babyfon im Kinderzimmer und für Unternehmen kann sie als Diebstahlschutz und -abschreckung dienen. Auch die Bahn und öffentliche Einrichtungen und Plätze können durch Kameras vor Vandalismus und Straftaten geschützt werden.

Welche Arten von Überwachungskameras gibt es?

Die Klassifikation von Überwachungskameras kann anhand verschiedener Kriterien vorgenommen werden. Um dir einen Überblick über einzelne Arten zu geben, haben wir im Folgenden eine Tabelle erstellt.

Typ Merkmale
Box-Kamera Kastenförmiger Körper, flexible Anpassung der Kamerafunktion durch getrennte Erhältlichkeit von Kamerabody und (Wechsel)objektiven
Dome-Kamera Alleskönner, extrem widerstandsfähig gegenüber Wetter und Gewalteinwirkung (Objektiv liegt unter einer Kuppel)
Bullet-Kamera Eckiger bis runder Körper, Objektiv nicht wechselbar
Cube-Kamera Würfelförmig, klein und dadurch gut getarnt
4K-Kamera Funktion bei beweglichen und weit entfernten Objekte, und wechselhaften Lichtverhältnissen
IP-Kamera Signalübertragung in ein Netzwerk, Zugriff auf die Kamera kann über den Browser erfolgen, bei Systemlandschaft zweites Netzwerk nur für die Videoüberwachung nötig
PTZ-Kamera Mögliche Steuerung der Kamera zu bestimmten Ereignissen, Zoom und Verfolgung bei Bewegungserkennung, in der Regel von Häfen, öffentlichen Plätzen oder Behörden genutzt
Infrarot-Kamera Überwachung bei völliger Dunkelheit, keine zusätzliche Beleuchtung nötig, nicht so gut bei großer Entfernung
Mini-Kamera Meist eine Platine mit Objektiv ohne Gehäuse, gute Tarnung durch versteckten Einbau in Gegenstände
Fisheye-Kamera Schaffen eines 360° Panoramabildes, hohe Auflösung bei geringer Reichweite im Vergleich zur Dome- oder Bullet-Kamera

Viele Kameras, die am Markt erhältlich sind, bilden allerdings eine Kombination aus mehreren der oben stehenden Arten. So kann man beispielsweise eine IP Box-Kamera mit Infrarot LED-Leuchten erstehen, da mit “Box-Kamera” im Wesentlichen der Körper gemeint ist, während sich die anderen Aspekte auf technische Funktionen beziehen.

Was kostet eine Überwachungskamera?

Überwachungskameras gibt es je nach Hersteller, Funktionen und Umfang in unterschiedlichen Preisklassen. In der nachfolgenden Tabelle findest du einen Überblick darüber:

Preisklasse Kosten
niedriges Preissegment 20 – 75 Euro
mittleres Preissegment 75 – 200 Euro
hohes Preissegment 200 Euro aufwärts

Wie viel du für deine Kamera investieren solltest, hängt stark davon ab, welche Funktion sie erfüllen soll. Für private Zwecke reicht oftmals eine kostengünstige Variante aus, während für Firmengelände teurere und umfangreichere Systeme weitaus geeigneter sind.

Ist die Installation einer Überwachungskamera schwer?

Das Installieren von Überwachungskameras ist ohne die Zuhilfenahme von Experten möglich. Nahezu alle Hersteller bieten detaillierte Schrittanleitungen an oder unterstützen durch die Installation und Einrichtung über Handlungsanweisungen in einer App.

Fazit

Bei der Anschaffung einer Überwachungskamera sollte im Vorfeld gut überlegt sein, welchen Zweck sie erfüllen soll. Dementsprechend muss sie beispielsweise entweder außen- oder innentauglich, mit oder ohne Nachtsichtfunktion versehen und ein Zweiwege-Audio besitzen oder nicht.

Sind alle wichtigen Kaufkriterien zusammengestellt, ist zu beurteilen, welches Modell sich am besten eignet. Ein Überwachungssystem kann von Jedem erstanden werden. Insbesondere, da es Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen gibt.

Es kann dir Schutz und ein Gefühl von Sicherheit bieten. Vernachlässige allerdings nicht, dass es gesetzliche Vorschriften gibt, deren Verletzung sanktioniert werden kann. Dein eigener Schutz sollte nicht den deiner Mitmenschen ausschließen.

(Titelbild: Santana / unsplash)

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