Schleifstein
Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2020

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Schleifsteine sind ein besonders nützliches Werkzeug. Mit ihrer Hilfe kannst du relativ einfach deine Küchenmesser wieder auf Vordermann bringen und zurück zu ihrer ursprünglichen Schärfe verhelfen. Selbst Gartenwerkzeuge wie Äxte, Heckenscheren oder die Klinge deines Rasenmähers sind kein Problem. Worauf du achten musst und wie du einen Schleifstein benutzen kannst, haben wir so einfach wie möglich für dich zusammengefasst.

Die Auswahl des richtigen Schleifsteintyps wird dir mit unserem großen Schleifstein Test 2020 leicht fallen. Wir haben die wichtigsten Informationen aufbereitet und analysiert. Des Weiteren haben wir unterschiedlichste Schleifsteine miteinander verglichen und die jeweiligen Vor- und Nachteile für dich aufgelistet, um dir die Kaufentscheidung so leicht wie möglich zu machen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Schleifsteine eignen sich hervorragend, um selbstständig Klingen und Messer zu schärfen. Es gibt vier unterschiedliche Typen, nämlich Natursteine, Wassersteine, Ölsteine und Diamantsteine.
  • Wichtig bei der Auswahl des passenden Steines ist die Körnung. Hier gilt, je gröber die Körnung, desto stumpfere Messer können geschliffen werden. Feinere Körnungen eignen sich zum Nachschleifen und Verfeinern der Klinge.
  • Besonders zu empfehlen sind zweiseitige Schleifsteine, da so relativ preisgünstig zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Schleifstein Test: Favoriten der Redaktion

Der este zweiseitige Schleifstein mit Körnung 1000/4000

Der BearMoo Abziehstein verfügt über zwei verschieden Seiten mit unterschiedlichen Körnungen. Eine Seite mit 1000 Körnung um schnell stumpfe und beschädigte Messer zu schärfen. Die andere Seite mit 4000 Körnung für den Feinschliff und zum Polieren der Kanten. Um sicheres Arbeiten zu gewährleisten ist eine rutschfeste Silikonhalterung mitinbegrifffen. Dieser Schleifstein wird vor dem Benutzen 5 Minuten gewässert.

Dieser Kombischleifstein ist die beste Wahl um schnell diverse Küchenmesser zu schärfen. Was ihn besonders vielfältig macht, dass damit auch viele andere Werkzeuge wie Scheren, Äxte oder Meißel bearbeitet werden können. Also ebenfalls eine tolle Ergänzung für die Heimwerker unter euch.

Der beste Diamantschleifstein

Die DMT-Diamant Schärfstein in Box aus Hartholz beinhaltet drei Schleifsteine mit drei unterschiedlichen Körnungen nämlich grob, fein und extrafein. Das Produkt bietet noch schnellere Ergebnisse beim Schärfen, aufgrund einer mikronisierten monokristallinen Diamantoberfläche. Die Schleifsteine kommen ohne Öl aus, sie können trocken oder mit Wasser bearbeitet werden.

Dieses umfassende Set ist ideal um sämtliche Arten von Klingen schnell und effizient zu schärfen. Der Anwendungsbereich ist besonders vielfältig und umfasst Haushalt und Küche, Garten und Landschaftspflege, Holzbearbeitung und sogar den Outdoor Bereich. Solltest du deinen Schleifstein besonders abwechslungsreich verwenden wollen hat dieses Set oberste Priorität.

Der Schleifstein mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis

Der BearMoo Schleifstein bietet zwei unterschiedliche Körnungen zu einem Spitzenpreis. Die grobe Schlifffläche weist eine Körnung von 400 auf, während die feine Schlifffläche eine Körnung von 1000 aufweist. Somit bietet der Stein die Option, mit einem Produkt stumpfe oder beschädigte Messer zu schärfen und die Klinge aufzurüsten. Ein rutschfester Silikonhalter gibt Sicherheit, um Unfälle zu vermeiden.

Wenn du einen Schleifstein suchst der Vor- und Nachschliff in einem Produkt vereint und noch dazu ein Schnäppchen schlagen willst, dann ist der Kombistein von BearMoo sicherlich die beste Option.

Kauf- und Bewertungskriterien für Schleifsteine

Wenn du zum ersten Mal einen Schleifstein erwerben willst, solltest du wissen worauf du beim Kauf achten solltest.Um dir den Einsteig zu erleichtern
haben wir die wichtigsten Kriterien für dich analysiert und aufbereitet.

Die Kriterien, mit deren Hilfe der richtige Schleifstein für den passenden Zweck gefunden wird:

Anwendungsbereich

Als Erstes stellt sich die Frage, was will ich überhaupt schleifen? Es können unterschiedlichste Produkte sein. Im Prinzip fast alles was eine Klinge hat. Sicherlich denken die meisten zuerst an diverse Messer wie, Küchenmesser, Taschenmesser, japanische Messer, Überlebensmesser und viele mehr.

Doch nicht nur Messer, sondern auch diverse Gartengeräte und Werkzeuge können mittels Schleifsteines bearbeitet werden. Äxte und Beile, Garten- und Allzweckscheren, Heckenscheren und sogar die Klingen von Rasenmähern kannst du selbst schleifen. Die Schlittschuhe deiner Kinder sind stumpf? Kein Problem auch diese kannst du problemlos schärfen.

Wofür du deinen Schleifstein also verwenden willst, ist beim Auswahlprozesses deines Kaufes wichtig.

Du solltest darauf achten, dass beim Hersteller angegeben wird welche Art von Klingen sich damit bearbeiten lassen.

Keramikmesser benötigen zum Beispiel einen Diamantstein zum Schleifen, da Keramikklingen leicht zerbrechen können.

Verwendungszweck

Wenn du weißt, welches Produkt du schleifen möchtest, musst du als Nächstes feststellen was dein Ziel ist. Möchtest du nur etwas nachschärfen oder ist beispielsweise das Küchenmesser so stumpf, dass es gar nicht mehr verwendet werden kann.

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Ein gut geschärftes Kochmesser sollte in keinem Haushalt fehlen. Es bietet ein schnelleres und effizienteres Kocherlebnis.
(Bildquellen: Nikolay Osmachko / pexels)

Wie bereits oben erwähnt, entscheidet die Körnung darüber, ob mit dem Schleifstein etwas vorgeschliffen oder nachgeschliffen wird. Es kann aber auch andere Gründe geben, warum es sinnvoll ist sich einen Schleifstein anzuschaffen. Beim Kochen ist es viel einfacher mit einer scharfen Klinge zu arbeiten. Eine stumpfe Klinge ist sehr mühsam und erschwert die Küchenarbeit enorm.

Des Weiteren gilt „safety first“. Es ist viel sicherer mit einer scharfen Klinge zu arbeiten. Wenn das Messer stumpf ist, wirst du automatisch mehr Druck ausüben, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Deshalb ist es auch wahrscheinlicher, dass du ausrutschst und dich eher schneidest.

Messer sind länger haltbar, wenn sie regelmäßig geschliffen werden. Hier gilt, Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Typ

Es gibt vier unterschiedliche Schleifsteintypen, die von Herstellern angeboten werden. Je nach Anwendungsbereich oder Verwendungszweck haben alle ihre individuellen Vor- und Nachteile. Diese erklären wir dir später noch genauer. Die vier Schleifsteintypen lauten:

  • Naturstein
  • Wasserstein
  • Ölstein
  • Diamantstein

Naturstein

Natursteine werden an verschieden Gebirgen weltweit abgebaut und später in Form gebracht, um als Schleifstein verwendet zu werden. Die zwei bekanntesten Steine sind der Arkansas Stein und der Belgische Brocken. Da Natursteine je nach Abtragungsort unterschiedliche Körnungen haben und es schwierig ist mit ihnen zu arbeiten, werden sie eher selten verwendet.

Wasserstein

Wenn von Wassersteinen gesprochen wird, meinen die meisten japanische Wassersteine. Diese werden komplett gewässert, sprich ca. zehn Minuten komplett in Wasser untergetaucht, damit sämtliche Luftbläschen austreten können. Ein normaler Wasserstein wird nur mit Wasser benetzt.

Ölstein

Ölsteine werden beim Schleifvorgang mit einem Ölschleifmittel benutzt. Somit werden mit diesem Steintyp die besten Ergebnisse erreicht. Ein Ölstein kann genauso mit Wasser verwendet werden, jedoch ergibt sich ein besseres Endresultat, wenn Öl benutzt wird.

Diamantstein

Hierbei handelt es sich um Steine auf dem eine Trägerplatte, die mit einer synthetischen Diamantschicht umhüllt sind, aufgebracht ist. Aufgrund der Diamantteilchen ist das Material sehr hart und trägt sich nicht ab.

Körnung

Schleifsteine sind mit unterschiedlicher Körnung vorhanden. Es gibt Steine mit grober, mittlerer und feiner Körnung. Je nachdem welches Ergebnis du beim Schleifen deines Messers erreichen willst, solltest du beim Kauf auf den Wert der Körnung achten. Grundsätzlich gibt es drei Unterscheidungen:

  • Schleifsteine mit grober Körnung
  • Schleifsteine mit mittlerer Körnung
  • Schleifsteine mit feiner Körnung

Schleifsteine mit grober Körnung

Diese eignen sich am besten, um sehr stumpfe Klingen wieder scharfzumachen. Der Wert der Körnung liegt hier bei 150 bis 800. Meistens werden Schleifsteine mit grober Körnung für den Vorschliff verwendet. Falls eine Klinge beschädigt ist, kann dies ebenfalls mit einer groben Körnung ausgebessert werden.

Schleifsteine mit mittlerer Körnung

Wenn das Messer noch nicht ganz stumpf ist, verwendest du am besten einen Schleifstein mit mittlerer Körnung. Diese Steine werden auch allgemein für den Nachschliff verwendet. Hier liegt der Wert der Körnung bei 800 bis 1000.

Schleifsteine mit feiner Körnung

Um einer Klinge den letzten Feinschliff zu verpassen und sie wirklich sehr scharf wird, sollte auf Schleifsteine mit einer sehr feinen Körnung zurückgegriffen werden. Der Wert liegt hier im Bereich zwischen 1000 und 6000. Nach oben gibt es noch Luft, jedoch merkt man ab 8000 aufwärts fast keinen Unterschied mehr. Steine mit sehr feiner Körnung werden auch als Poliersteine bezeichnet.

Schliffart

Es gibt unterschiedliche Arten den Schleifstein zu verwenden. Mit Wasser, Öl oder trocken. Dies hängt jedoch auch mit dem Material des Steines zusammen. Schleifflüssigkeiten sind dazu gut, um die Schneidkante zu kühlen, besseren Stahlabrieb zu gewährleisten und allgemein ein besseres Ergebnis beim Schleifen zu erzielen.

Es gibt Steinarten wie beispielsweise der Diamantstein oder Keramikstein, die trocken verwendet werden und keine Schleifflüssigkeit benötigen.

Achtung wichtig! Einmal mit Öl bearbeit, kann der Schleifstein nicht mehr mit Wasser verwendet werden.

Wasser wird am häufigsten eingesetzt, da es für jeden fast gratis zugänglich ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass es im Prinzip keinen Dreck macht und keine zusätzliche Geruchsbelästigung darstellt, wie es manchmal mit Schleifölen passieren kann.

Falls du gerne mit einem Ölstein arbeiten möchtest, solltest du darauf achten, dass einmal mit Ölflüssigkeit behandelt es fast unmöglich ist das Öl aus dem Schleifstein vollständig herauszubekommen.

Entscheidung: Welche Arten von Schleifsteinen gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Sobald du dir darüber im Klaren bist was du schleifen willst und wie scharf deine Klinge werden soll, gilt es noch zu überlegen welche Schleifsteinart der Richtige für dich ist. Alle Typen haben ihre Gewissen Vorzüge oder Nachteile. Die folgende Übersicht soll dir bei deiner Entscheidung helfen:

Typ Anwendungsbereich
Naturstein diverse Messer außer Keramik und Wellenklingen, Werkzeugklingen
Wasserstein japanische Messer, diverse Messer außer Keramik und Wellenklingen
Ölstein besonders beschädigte Messer und Klingen, diverse Messer außer Keramik und Wellenklingen
Diamantstein diverse Messer und Klingen inklusive Keramik und Wellenklingen

Im folgenden Abschnitt werden wir etwas genauer auf die unterschiedlichen Schleifsteintypen und ihre Vor- und Nachteile eingehen.

Naturstein

Naturstein

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein natürliches Produkt, welches manche Personen bevorzugen. Der wohl größte Vorteil ist die lange Haltbarkeit des Natursteines. Weil er beim Schleifen wenig Material abträgt, lässt sich das Ergebnis besser kontrollieren und korrigieren. Der größte Nachteil von Natursteinen ist die Dauer des Schleifvorganges. Andere Steinarten sind hier wesentlich schneller im Umgang.

Vorteile
  • hochwertig
  • natürlich
Nachteile
  • selten anzutreffen
  • Qualität vom Abtragungsort abhängig
Wasserstein

Wasserstein

Der Vorteil beim Wasserstein ist, dass er durch die Wässerung sehr wenig an Material abgibt und gleichzeitig schonend zum Metall ist. Ein kleiner Nachteil wäre beim Wasserstein, dass er die zehn Minuten Wässerungszeit braucht, bevor er verwendet werden kann.

Vorteile
  • schonend für Stein und Material
  • viele Vertreter
  • trägt weniger Material ab
Nachteile
  • benötigt Wässerungszeit
Ölstein

Ölstein

Ähnlich wie beim Wasserstein verhindert das Öl, dass beim Benützen verwendet wird einen stärkeren Materialabrieb. Ein weiterer Pluspunkt von Ölsteinen ist der Rostschutz, den es eine Weile auf das Messer abgibt. Nachteilig ist bei diesem Stein der eher mühsamere Gebrauch und eventuell eine Geruchsbelästigung durch das Öl.

Vorteile
  • Rostschutz
  • schützender Ölfilm
  • gut bei sehr stumpfen Messern
Nachteile
  • aufwendig
  • Geruchsbelästigung
Diamantstein

Diamantstein

Schleifsteine aus Diamantteilchen sind sehr hart und haben daher fast keinen Verschleiß. Aufgrund ihrer Beschaffenheit benötigt man beim Arbeiten nur einen sehr geringen Kraftaufwand, was ein weiterer Vorteil ist. Beim Schleifen mit Diamantsteinen ist es nicht notwendig Wasser oder Öl herzunehmen. Mit einem Schleifstein aus Diamanten erzielt man zwar schnellere Ergebnisse, wer jedoch auf einen feineren Schliff aus ist, sollte zu einem anderen Schleifstein greifen.

Vorteile
  • wenig Verschleiß
  • geringer Kraftaufwand
  • kann trocken benützt werden
  • schnelles arbeiten möglich
Nachteile
  • manchmal in der Anschaffung teurer

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Schleifstein ausführlich beantwortet

Im Anschluss folgen wichtige Fragen, die sich viele Käufer stellen, bevor sie sich einen Schleifstein kaufen.

Was ist ein Schleifstein?

Ein Schleifstein oder auch Abzieh- oder Wetzstein genannt ist ein Hilfsmittel, um verschiedene Klingen zu schärfen. Meistens wird er zum Schleifen von Messern benutzt.

Es können jedoch eine Vielzahl an anderen Produkten geschliffen und poliert werden. Schleifsteine werden aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Die vier Wichtigsten wurden bereits oben genauer erklärt.

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Ein Schleifstein ist ein nützliches Werkzeug, um das Schärfen seiner Messer selbst in die Hand zu nehmen.
(Bildquellen: 7241990 / Pixabay)

Was kostet ein Schleifstein?

Ein Schleifstein muss nicht die Welt kosten, um ihn dann sein Eigen nennen zu können.

Preislich unterscheidet er sich meist dadurch, ob eine Körnung oder zwei unterschiedliche Körnungen innerhalb eines Steines vorhanden sind. Hier solltest du bei einer Körnung genau darauf achten welchen Wert der Stein hat und ob der Stein für den Vorschliff, den Hauptschliff oder zum Polieren der Klinge gedacht ist. Welche Körnung für welchen Zweck verwendet wird, findest du weiter oben im Abschnitt Körnung.

Schleifsteine mit einer Körnung bewegen sich zwischen 10 und 80 Euro, während Schleifsteine mit zwei Körnungen ca. um die 40 bis 160 Euro kosten.

Typ Preisspanne
Schleifstein mit einer Körnung 10-80 €
Kombischleifstein mit zwei Körnungen 40-160 €

Wo kann ich einen Schleifstein kaufen?

Jeder Baumarkt oder Fachgeschäfte bieten Schleifsteine an. Dort kannst du einen Stein kaufen, wenn du eventuell noch eine umfassendere Beratung wünschst.

Aber eine Vielzahl von Onlinehändlern bieten ebenfalls Schleifsteine von allen Typen an. Der Vorteil im Internet ist, dass du leichter Preise vergleichen und Kundenrezensionen zum Produkt lesen kannst.

Hier eine Auflistung der beliebtesten Onlinehändler:

  • Amazon.de
  • Hornbach.de
  • Ebay.de
  • idealo.de
  • Obi.de
  • knivesandtools.at

Wie benutze ich einen Schleifstein?

Um selbst ein Messer zu schleifen bedarf es nur ein klein wenig Übung. Die wichtigsten Schritte erklären wir dir hier nun kurz.

  1. Zuerst solltest du überprüfen in welchem Zustand sich die Klinge befindet, die du schärfen willst. Ist sie schon zur Gänze abgestumpft oder hat sie noch eine Restschärfe? Je nachdem startest du mit einem Schleifstein mit grober Körnung für den Vorschliff oder mit einem Schleifstein mittlerer oder feiner Körnung für den Nachschliff. Genauere Informationen zu den verschiedenen Steinen und Körnungen findest du oben bei den Kriterien.
  2. Als Nächstes bereitest du deinen Schleifstein je nach Typ dementsprechend vor. Das heißt bei einem Wasserstein wässerst du ihn vorher zehn Minuten ein, bis sämtliche Luftblasen verschwunden sind und einen Ölstein präparierst du mit einem passenden Schleiföl
  3. Nun folgt der spannende Teil. Wie bewegst du das Messer am besten über den Schleifstein? Ganz einfach, es ist alles eine Frage des richtigen Winkels. Die gängige Empfehlung von Experten lautet ca. 20°. Hier als kleiner Tipp, lege deinen Daumen unter den Messerrücken. Dies sollte ungefähr dem Winkel entsprechen.
  4. Nach Bestimmung des richtigen Winkels geht es los. Die gesamte Klinge wird vom Ende des Schleifsteins bis zum Anfang des Schleifsteins darüber gezogen. Sprich, das Ende der Klinge wird bis zur Spitze in deine Richtung mit leichtem Druck über den gesamten Schleifstein entlang gezogen.
  5. Der Schleifvorgang wird so lange wiederholt bis auf einer Seite der Klinge eine Art Grat entsteht. Sobald dies der Fall ist, drehst du die Klinge um und wiederholst den Vorgang wieder so lange bis auf der anderen Seite ein Grat entsteht. Als Nächstes, falls du einen noch einen Nachschliff benötigst, wechsle den Schleifstein mit einer feineren Körnung und beginne wieder mit den gleichen Arbeitsschritten, bis du auf beiden Seiten der Klinge einen Grat siehst.

Um deinem Messer den perfekten Feinschliff und eine optimale Schärfe zu verleihen, kannst du im Anschluss die Klinge noch auf einem Lederriemen abziehen, dies wird auch Stropping genannt.

Welcher Schleifstein ist für welches Messer geeignet?

Das kommt ganz darauf an, welchen Verwendungszweck du mit deinem Schleifstein wünscht. Welcher Stein der Richtige für dich ist, kannst du anhand der Körnung bestimmen. Schleifsteine mit grober Körnung zwischen 150 und 800 sind für den Vorschliff gedacht oder wenn das Messer bereits sehr abgestumpft ist.

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Bei der Auswahl des passenden Schleifsteines ist es wichtig auf den Wert der Körnung zu schauen.
(Bildquellen: Robby McCullough / unsplash)

Für den Nachschliff oder Messer, die nur ein wenig nachgeschärft werden müssen, eignen sich Schleifsteine mit einer Körnung von 800 bis 1000.

Falls du deine Klinge extra scharf haben willst, nimmst du für ein optimales Ergebnis einen Schleifstein oder Politurstein mit einer Körnung ab 1000 aufwärts.

Was ist besser, Schleifstein mit Öl oder Wasser?

Für die Ideale Methode solltest du zuerst die gewünschte Klinge mit Wasser bearbeiten. Erst wenn du das Gefühl hast, keine guten Ergebnisse zu erzielen kannst du versuchen den Schleifstein mit einem dafür geeigneten Schleiföl überziehen. Vergewissere dich, dass du den Stein vorher gut trocknen lässt. Ebenfalls wichtig ist es zuerst das Wasser zu versuchen, da wenn einmal aufgetragen, sich das Öl nicht mehr restlos vom Stein entfernen lässt und somit keine Verwendung mehr mit Wasser gewährleistet wird.

Wie begradige ich meinen Schleifstein?

Wann ist es nötig einen Schleifstein zu begradigen? Mit dem Linealtrick kannst du das ganz leicht feststellen. Lege dazu ein langes Lineal über den gesamten Stein, um festzustellen, ob sich unter dem Lineal eine Aushöhlung zeigt. Eine Höhlung bis zu 3 mm erzielt noch eine gute Schärfe, danach sollte der Schleifstein begradigt werden.

Um besser zu erkennen, wo du den Schleifstein abtragen sollst, zeichnest du dir mit einem Stift ein Karomuster über den gesamten Stein. Nun beginnst du mit Nassschleifpapier den Stein zu bearbeiten. An den Stellen, wo das Muster zuerst verschwindet, musst du mehr abtragen. Diesen Vorgang übst du so lange aus, bis das komplette Muster verschwunden ist.

Das folgende Video zeigt den Vorgang des Begradigens.

Welche Alternativen gibt es zum Schleifstein?

Falls du keinen Schleifstein zur Hand hast, eignen sich andere Werkzeuge wie Diamantfeilen oder Wetzstangen. Hier solltest du beachten, dass ein passender Durchmesser vorhanden ist, um die richtige Winkelausrichtung zum Schleifen durchführen zu können.

Eine Alternative ist ein Zweitmesser. Wichtig hierbei ist, dass das zweite Messer einen härten Stahl hat als das Messer, das du schleifen möchtest.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.eatsleepsurvive.de/messer-selber-schaerfen/

[2] https://www.kochwiki.org/wiki/Wissen:Messer_sch%C3%A4rfen

[3] http://messer-machen.de/messerblog/

Bildquelle: wchai / 123rf.com

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Martin führt ein Geschäft für Handwerksbedarf. Dadurch kennt er sich mit den unterschiedlichsten Sparten des Heimwerkens aus. In seiner Freizeit bietet er zusätzlich Kurse zum Thema Handwerken an. Sein Fachwissen will er zusätzlich durch das Verfassen von Blogbeiträge weitergeben.