Wenn du kleine Löcher in deiner Kleidung entdeckst, der Teppich kahle Stellen aufweist und in deinem Kleiderschrank seltsame hauchdünne Spinnfäden hängen – dann hast du vermutlich Motten.

Oder in der Küche: Du öffnest eine neue Packung Nüsse, Mehl oder Kakao und findest Gespinste, Larven und kleine schwarze Punkte. In beiden Fällen hat die Motte zugeschlagen. Die lästigen Lebensmittel- und Kleidermotten zerstören Textilien und Lebensmittelvorräte.

Damit du weißt, wie du den Befall loswirst, und welche Vorsorge du treffen kannst, damit die Motten erst gar nicht zu dir finden, haben wir diesen praktischen Ratgeber für dich geschrieben. Darin findest du alles Wissenswerte über die Motte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Mottenarten. Die Kleidermotte ernährt sich von Tierhaar, kann aber auch Pflanzenfasern und Synthetik befallen.
  • Die Mehlmotte befällt Mehl, Getreide und verarbeitete Teigwaren. Daneben gibt es noch die Dörrobstmotte, die viele Vorratsprodukte befällt.
  • Du kannst Mottenschäden vorbeugen, wenn du Kleiderschrank und Vorratskammer regelmäßig reinigst und Lebensmittel in fest verschließbaren Behältern aufbewahrst.

Unsere Produktempfehlung

Der Hersteller gibt an, dass das Produkt durch starke Pheromone besonders viele Motten anlockt. Diese Wirkung wurde in Laborversuchen bestätigt. Es ist für Lebensmittelmotten geeignet und eine einzige Falle wirkt laut Hersteller bis zu 6 Wochen lang. Für Menschen ist die Mottenfalle komplett geruchlos.

Kunden schätzen es, dass bei der Verpackung nur Papier verarbeitet wurde, das ist gut für die Umwelt. Außerdem haben Kunden es auch im Kleiderschrank ausprobiert – auch hier funktionieren die Fallen, obwohl sie laut Hersteller für die Küchenmotten gedacht sind.

Was sind Motten?

Der Begriff „Motte“ umfasst in biologischem Sinne eine Vielzahl an Schmetterlingen und Nachtfaltern. Umgangssprachlich werden auch Nachtfalter und größere Falterarten manchmal als Motten bezeichnet.

Typischerweise sind im Haushalt unter dem Begriff „Motte“ aber die Kleidermotte gemeint, oder die Mehl- und Dörrobstmotte. Die Kleidermotte zählt zu den echten Motten und der Familie der Kleinschmetterlinge. Die Mehlmotte und Dörrobstmotte sind Zünslerarten.

Diese drei Arten sind jene, die im Haushalt besonders lästig werden.

Mehlmotten nisten sich hauptsächlich in Mehl ein, befallen aber auch Getreidekörner, Mais und verarbeitete Teigwaren. (Bildquelle: 123rf.com / Peter Jurik)

Hintergründe: Was du vor dem Motten bekämpfen wissen solltest

Motten im Haus sind lästige Plagegeister. Sie flattern los, wenn du den Kleider- oder Vorratsschrank öffnest. Auch im Schlafzimmer können Motten ärgerlich sein – schließlich halten sie manche Menschen von erholsamem Schlaf ab.

Wir haben alles zu den Motten gesammelt. Damit du sie effektiv bekämpfen kannst, haben wir dir hier den Unterschied erklärt. Außerdem findest du hier Informationen, wie du ein Motten – Nest erkennen kannst und ob Mottenbefall gefährlich werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen Kleidermotten und Lebensmittelmotten?

Wenn du in deiner Wohnung regelmäßig kleine Motten entdeckst, dann sind das meistens entweder Kleidermotten oder Lebensmittelmotten. Damit du den Unterschied erkennst und die Plagegeister bekämpfen kannst, erklären wir dir hier den Unterschied.

Die Kleidermotte

Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) gehört zu den Nachtfaltern und ist Teil der Familie der Echten Motten. Die Kleidermotte ist somit also eigentlich ein Schmetterling. Die Flügel sind zwischen sechs und neu Millimetern groß, die Kleidermotte kann zwischen hellgelb, goldig und dunkelbraun sein.

Die Larven der Kleidermotten nisten sich in Textilien ein und hinterlassen kleine Löcher. (Bildquelle: 123rf.com / Stasyuk Stanislav)

Die Kleidermotte kommt in allen Teilen der Welt vor. In der Natur überleben die Larven der Kleidermotte in Nestern von Vögeln und Säugetieren, sie ernähren sich von Tierhaaren. In der Umgebung von Menschen nisten sich Kleidermotten in Textilien ein und ernähren sich von Fell, Pelz und Wolle.

Auch im Teppich kann sich die Kleidermotte einnisten.

Wenn du Kleider lange lagerst, kann sich die Kleidermotte darin unbemerkt massenhaft Vermehren!

Dabei ernähren sich die Larven von den darin enthaltenen Keratin. Auch pflanzliche und synthetische Fasern sind vor den Larven nicht sicher, sie werden allerdings nicht verdaut.

In diesem tollen Video findest du weitere interessante Information über die Kleidermotte:

Die Lebensmittelmotte

In der Küche kannst du gleich von zwei verschiedenen Mottenarten belagert werden – der Mehlmotte und der Dörrobstmotte.

Die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) gehört zur Familie der Zünsler. Sie ist zwischen 10 und 15 Millimetern lang, die Flügel sind bleigrau und weisen variable Färbungen mit Zickzackmustern oder Querstreifen.

Die Raupen ernähren sich von hauptsächlich von Mehl, es gibt aber auch Kakaomotten (Ephestia elutella), die in Kakaopulver oder Bohnen leben.

Die Lebensmittelmotte befällt unterschiedlichste Vorräte. Bewahre deine Lebensmittel deshalb in Vorratsdosen auf! (Bildquelle: 123rf.com / Punyaphat Larpsomboon)

Die Larven benötigen kein Wasser oder andere Nahrung. Sie befallen Mehl, Mais und Unterscheiden nicht zwischen ganzen Getreidekörnern und verarbeiteten Teigwaren. Auch in Trockenobst, Nüssen und Hülsenfrüchten fühlen sich die Larven wohl.

Die Larven hinterlassen sogenannte Wegfäden und leben in einem Gespinst aus zusammengefügten Fäden. Lebensmittelmotten beißen sich durch dünnes Plastik und überwinden locker aufgesetzte Deckel. Dabei können sie unglaubliche Wege bis zu 400 Meter zurücklegen!

Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) gehört auch zur Familie der Zünsler und ist wie die Mehlmotte ein häufiger Vorratsschädling. Sie ist mit 4 bis 10 Millimetern Körperlänge kleiner als die anderen Motten.

Die Larven ernähren sich von Schokolade, Kakao und Nüssen. Sie machen keinen Halt vor Kaffee, Tee und Gewürzen.

Auch in Hülsenfrüchte und Nudeln kannst du sie finden. Sie fressen bevorzugt Dörrobst und befallen in Ausnahmefällen sogar frisches Obst. Dabei fressen sie die Vorräte, hinterlassen das typische Larvengespinst und verschmutzen die Lebensmittel durch Ausscheidungen.

Die Larve verpuppt sich meist in Gespinströhrchen außerhalb der Nahrung. Nur wenn die Larve keinen Ausgang findet, verpuppt sie sich innerhalb der Lebensmittelpackung oder Vorratsdose.

Noch mehr Wissenswertes über die Motte findest du in diesem charmanten Video:

Woran kannst du erkennen, dass du Motten hast?

Wenn du in deinen Textilien immer wieder kleine Löcher oder kahle Stellen findest, dann ist deine Kleidung vermutlich von Motten befallen. Durch die gefräßigen Larven tauchen auf deinem Teppich kahle Stellen auf, auch Pelz bekommt diese typischen kahlen Flecken.

Bei einem Befall sind besonders jene Kleider gefährdet, an denen noch Haare und Hautschuppen haften. Diese bilden nämlich eine ergänzende Nahrungsquelle für die Larven. Deshalb solltest du Mäntel im Frühling gründlich waschen, gut aufbewahren und regelmäßig auf Mottenbefall kontrollieren.

Schäden durch Befall von Kleidermotten erkennst du meist erst dann, wenn du die Kleidung aus dem Kleiderschrank holst. (Bildquelle: 123rf.com / coco312)

Den Befall durch Lebensmittelmotten erkennst du an Fäden und Ausscheidungen der Motten in den Lebensmittelpackungen. Teilweise können auch originalverpackte Lebensmittel befallen sein! Selbst Vorratsdosen sind vor den Larven nicht sicher.

Oft erkennst du einen Befall auch daran, dass die fliegenden Motten im Küchenschrank herumkrabbeln. Die Larven der Dörrobstmotte verpuppen sich außerhalb der Lebensmittel. Dann erkennst du die weißen Röhrchen im Vorratsschrank.

Hier erkennst du auf einen Blick, welche Motte du wo findest, und woran du sie erkennst.

Mottenart Spur
Mehlmotte Fäden im Mehl
Dörrobstmotte Befall von Lebensmitteln wie Kakao, Nüsse und Haferflocken
Kleidermotte Löcher in Kleidung, Fäden in Kleiderschrank

Wie findest du das Mottennest?

Da auch Teppiche von Kleidermotten befallen werden, musst du auch auf dem Boden suchen. Besonders beliebt bei den Motten sind kleine Ritzen im Boden. Versteckt unter Möbeln werden sie auch nicht durch Tritte gestört. Deshalb musst du in so einem Fall auch Möbel verrücken.

Wenn du in einem Haus mit modernen Naturdämmstoffen lebst, können diese massiv von Motten befallen werde.

Dann brauchst du spezielle Maßnahmen, um den Befall wieder loszuwerden. Am besten sprichst du mit dem Händler. Gute Verarbeitung kann dem entgegenwirken. Schafswolle als Dämmmaterial ist in der Regel gegen Mottenbefall behandelt.

In Lebensmitteln erkennst du Mottennester an den typischen Gespinstfäden. Darin verpuppen sich die Larven, sie bleiben auch nach dem Schlüpfen noch in den Lebensmitteln. Betroffene Lebensmittel solltest du wegwerfen, um weiteren Befall zu verhindern.

Wie gefährlich sind Motten für den Menschen?

Mottenbefall ist für Menschen deshalb gefährlich, weil die Larven durch ihre Gespinste und Kot die Lebensmittel verunreinigen. Kontakt mit solcher Nahrung kann zu Schleimhautreizung führen. Im schlimmsten Fall drohen allergische Reaktionen und Darmerkrankungen.

Auf dem Kot und den Gespinsten können sich weitere Keime und Organismen ansiedeln. Meistens sind das Pilze oder Formen von Schimmel. Auch diese Folgen des Mottenbefalls sind gesundheitsschädlich.

Entferne befallene Lebensmittel – sie stellen ein Gesundheitsrisiko dar!

Besonders Menschen mit schwachem Immunsystem sind gefährdet. Älter Menschen, chronisch Kranke und Kinder aber auch Allergiker und Menschen mit Asthma haben ein besonders hohes Risiko, an den Folgen des Mottenbefalls zu erkranken.

Was tun gegen Motten: bekämpfe sie mit diesen Anleitungen und Tipps

Wie kannst du Motten in der Wohnung bekämpfen?

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Art von Motte in deiner Wohnung ihr Unwesen treibt, dann kannst du es mit Insektiziden und Pheromonfallen versuchen. Die Möglichkeit funktioniert bei allen Mottenarten.

Das Insektizid solltest du nur im Notfall einsetzen – es tötet auch nützliche Insekten wie Bienen und Hummeln.

Pheromonfallen locken Motten an, da sie den typischen Duftstoff von paarungsfreudigen Motten verbreiten. So wirken sie besonders anziehend. Üblicherweise bleiben die Motten dann an den Klebestreifen hängen und können sich nicht mehr fortpflanzen.

Elektrische Insektenfallen töten zwar die Motten, aber auch jede Menge nützlicher Insekten wie Bienen.

Wie kannst du Motten in der Küche bekämpfen?

Früher wurden Lebensmitte während der Verarbeitung mit Methylbromit begast. Da das allerdings Auswirkung auf die Gesundheit haben kann, wird heute Sulfurylfluorid verwendet, um bereits während dem Prozess des Verpackens und Verarbeitens einen Mottenbefall auszuschließen.

Verwende Vorratsdosen, um deine Lebensmittel zu lagern. Luftdicht verschlossen haben Motten keine Chance. (Bildquelle: pixabay.de / Alexas_Fotos)

Wenn du regelmäßigen Befall von Motten in den Lebensmitteln hast, solltest du deine Lagerung überdenken. Ein gutes Mittel, um dem Befall vorzubeugen, sind fest verschließbare Behälter aus Glas.

Vorratsdosen, die nicht luftdicht verschließen sind aber oft nutzlos gegen Motten. Die jungen Larven können nämlich auch durch kleine Lücken kriechen.

Reinige regelmäßig auch die Fugen und Ritzen deiner Vorratskammer. Darin können sich die Larven verpuppen. Eine saubere Vorratskammer ist ein wichtiger Schritt gegen die Motten!

Vorräte, die häufig befallen werden, kannst du unter 10 Grad Celsius lagern. Das stoppt die Entwicklung der Larven. Du kannst verdächtige Lebensmittel auch einfrieren. Befallene Lebensmittel solltest du wegwerfen. Zusätzliche Pheromonfallen verhindern weiteren Befall.

Was du gegen Motten in der Küche tun kannst, auf einen Blick:

  • Lagerung der Lebensmittel in luftdichten Vorratsdosen
  • Lagerung bei 10 Grad Celsius
  • Pheromonfallen aufstellen
  • Entfernung befallener Lebensmittel

Welche Erfahrungen gibt es, um Motten in Kleidung, Wolle und Teppich zu bekämpfen?

Damit sich die Kleidermotte nicht in deinen Textilien ausbreitet, kannst du eine ganze Reihe von Maßnahmen treffen. Besonders ratsam ist es, deinen Kleiderschrank regelmäßig gründlich mit dem Staubsauger zu reinigen. Achte dabei auf die kleinen Ritzen und Löcher, dort versteckt sich die Kleidermotte besonders gern!

Wechsle den Staubsaugerbeutel regelmäßig, denn das Mottennest kann sich auch darin befinden! Mottenkugeln oder Mottenpapier wird heute nicht mehr empfohlen, denn darin befindet sich ein Nervengift, das auch für Menschen und besonders Kleinkinder oder Haustiere schädlich sein kann.

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Verschiedene ätherische Öle helfen gegen Mottenbefall. Die Motten mögen den Geruch nicht und bleiben den Textilien fern. Für Menschen ist der Geruch allerdings sehr angenehm. Eingesetzt werden vor allem Möbel aus Zedernholz und Zedernöl, Zirbenöl oder Produkte aus Niembaum.

Lavendel, als Öl oder Blüten in Stoffsäckchen in den Kleiderkasten gelegt, sorgen nicht nur für einen angenehmen Duft. Sie halten auch Motten fern, die den Geruch nicht gerne haben.

Befallene Textilien kannst du für eine Woche ins Kühlfach legen. Das Waschen bei hohen Temperaturen ist nicht empfohlen, da besonders Wolle bei diesen Temperaturen verfilzt.

Was du gegen Motten in Textilien tun kannst, auf einen Blick:

  • Kleiderschrank regelmäßig saugen
  • Staubsaugerbeutel wechseln
  • Lavendelöl
  • Möbel aus Zedernholz
  • Textilien für eine Woche in den Gefrierschrank legen

Welche Hausmittel bekämpfen Motten ohne Chemie?

Chemische Insektizide wirken gegen Motten. Dabei werden aber auch nützliche Insekten wie Bienen oder Hummeln angegriffen. Auch für Menschen und Haustiere sind Insektizide nicht gesund. Deshalb haben wir hier eine Tabelle erstellt.

Du erkennst auf einen Blick, welche natürlichen Hausmittel dir helfen, die Motten los zu werden. Denn es gibt eine Menge Möglichkeiten, den Vorratsschädlingen einen Riegel vorzuschieben! Auch deine Textilien sind ohne die Larven wieder sicher.

Hausmittel Anwendung
Essig Schränke mit Essigwasser auswischen
Kälte Lebensmittel oder Kleidung einfrieren
Hitze Lebensmittel erhitzen, Kleidung heiß waschen
Lavendel Lavendelöl oder Blüten im Schrank verteilen
Schlupfwespen Nützlinge, fressen Mottenlarven bei massivem Befall
Kastanien Rosskastanien sammeln und im Kleiderschrank lagern
Zedernholz Ringe aus Zedernholz in Kleiderschrank und Vorratskammer

Wenn kein Hausmittel hilft, dann kann das auch andere gründe haben. Bei massivem Befall durch Motten über einen langen Zeitraum ist vielleicht die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung zu hoch. Arbeite dann mit Schlupfwespen oder versuche, die Luftfeuchtigkeit durch lüften oder einen Luftentfeuchter zu senken.

Trivia: Was du noch beachten solltest, wenn du die Motten in deiner Wohnung bekämpfen willst

Wenn du unter besonders hartnäckigem Mottenbefall leidest oder noch keine Antworten auf deine Fragen gefunden hast, dann findest du vielleicht hier, was du wissen möchtest. Denn neben den erwähnten Hausmitteln gibt es auch biologische Sprays.

Mottenfallen mit Pheromonen bekämpfen die männlichen Motten. Die Falle verströmt einen Duft, der die Männchen anlockt. Dadurch vermehren sich weniger Motten und du kannst sie leichter loswerden. Schließlich haben wir gute Tipps für dich, wie du mottenfrei bleibst.

Welche biologischen Sprays helfen beim Motten bekämpfen?

Neben den chemischen Keulen gibt es auch biologische Sprays, die gegen Motten wirken. Bevor du sie großflächig in deinem Kleiderschrank versprühst, solltest du allerdings testen, ob der Spray keine Flecken auf Textilien hinterlässt.

Diese Sprays bestehen aus ätherischen Pflanzenölen und sind daher absolut natürlich. Trotzdem kann es bei geschwächtem Immunsystem, Kleinkindern und Haustieren zu allergischen Reaktionen kommen. Benutze den Spray also am besten bevor du einige Stunden an die frische Luft gehst.

Sprays sind aber nicht das natürlichste Mittel: Ein Geheimtipp sind Rosskastanien. Wenn du diese im Kleiderschrank lagerst, werden Motten in Zukunft einen weiten Bogen um deine Kleider machen.

Wie bekämpfst du Motten mit einer Mottenfalle?

Es gibt einen Unterschied zwischen Mottenfallen für Kleidermotten und Lebensmittelmotten. Zusätzlich gibt es elektrische Mottenfallen.

Mottenpapier enthält oft gefährliches Nervengift. Das tötet die Motten zwar zuverlässig, hinterlässt aber in der Kleidung Rückstände, die auch für Menschen gesundheitsschädigend sein können.

Mottenfallen mit Klebestreifen arbeiten mit Pheromonen, also natürlichen Duftstoffen, welche besonders die männlichen Motten anziehen. Diese bleiben kleben und können sich nicht mehr vermehren.

Elektrische Mottenfallen bekämpfen zuverlässig alle Arten von Insekten. Darunter fallen aber auch nützliche Insekten wie Bienen und Hummeln.

Was kannst du tun, um mottenfrei zu bleiben?

Damit die Motten nach der mühsamen Bekämpfung nicht wieder kommen, gibt es  auch ein paar Tricks, die du befolgen kannst. Denn wenn sie sich erst einmal eingenistet haben, kommen sie oft ein zweites Mal wieder. Achte also nach einem Mottenbefall auf gründliche Vorsorge.

  • Reinige Ritzen und Fugen in deinem Vorratsschrank, deiner Vorratskammer und deinem Kleiderschrank gewissenhaft! Dort verstecken sich Larven.
  • Essig im Putzwasser schafft ein saures Milieu, die Larven können sich schlechter fortbewegen.
  • Lagere selbst verpackte Lebensmittel kühl und in verschließbaren Behältern.
  • Wechsle regelmäßige den Beutel deines Staubsaugers.
  • Lege ein Säckchen Lavendelblüten in deinen Kleiderschrank oder tropfe Lavendelöl in die Ecken deines Schrankes.
  • Bei hartnäckigem Befall kannst du dir Schlupfwespen und Mobiliar aus Zedernholz besorgen.
  • Achte auf niedrige Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften und Luftentfeuchter.

Fazit

Motten sind nicht gleich Motten. Neben Kleidermotten gibt es verschiedene Lebensmittelmotten, darunter Mehlmotten, Dörrobstmotten und Kakaomotten. Diese befallen Lebensmittel auch durch geschlossene Plastikverpackung.

Den Befall merkst du meistens an den Spinnfäden, welche die Motten hinterlassen. In den Lebensmitteln findest du auch die Spuren ihrer Ausscheidung. Wirf befallene Lebensmittel weg!

Die Motten wirst du durch gründliche Reinigung wieder los. Außerdem gibt es zusätzlich Hausmittel und Tricks, mit denen du verhindern kannst, dass die Motten wiederkommen und sich massenhaft vermehren.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Christel Sachs, Jutta Koop: Ungebetene Hausgäste – Ungeziefer vorbeugen und umweltgerecht bekämpfen. Sachs, 1994

[2] Alexander Wudtke: Möglichkeiten des Methodentransfers vom Vorratsschutz zum Materialschutz. Mensch & Buch, Berlin 2002

[3] Alexander Wudtke: Museumsschädlinge – Vermeidung und Bekämpfung am Beispiel der Kleidermotte. In: museumskunde, Band 68, 2003, S. 122–128

[4] A. Hase: Neue Beobachtungen über die Männchen und Weibchen der Schlupfwespe Nemeritis canescens. Arbeiten über morphologische und taxonomische Entomologie aus Berlin-Dahlem 4(1), 1937, S. 47–61

[5] Udo Sellenschloh, Susanne Kolls: Ungeziefer verhindern und natürlich bekämpfen. W. Ludwig Verlag, 1996

Bildquelle: unsplash.com / Max Kleinen

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