Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2021

Mörtel ist ein Baustoff, der aus einem Bindemittel, wie Kalk oder Zement besteht mit höchstens 4 mm Korngröße und Wasser. Oft werden auch noch Betonzusatzstoffe hinzugefügt, die durch eine chemische Reaktion der Bindemittel erhärten. Mörtel dient zur Verbindung von Mauersteinen und zum Verputzen von Wänden und Decken. Er kann entweder im Werk oder direkt auf der Baustelle hergestellt werden.

Mit unserem großen Mörtel Ratgeber wollen wir dir dabei helfen, den für dich besten Mörtel zu finden. Wir haben Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel sowie Fertigmörtel miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile dazu aufgelistet. Das soll dir deine Kaufentscheidung erleichtern.




Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Arten von Mörtel. Je nach Einsatzgebiet kannst du dich zwischen Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel und Fertigmörtel entscheiden.
  • Leichtmauermörtel wird für den Wärmeschutz im Fugenbereich verwendet. Vor allem bei Außenwänden mit hochwärmedämmenden Mauersteinen ohne Zusatzdämmung ist das sehr wichtig.
  • Feuerfester Mörtel ist teurer in der Anschaffung, wird aber gerne zum Aufbau von Feuerstätten oder zum Verkleiden von Kesseln verwendet. Aber zum Beispiel auch zur Verlegung von Isolationsmaterial oder feuerfesten Ziegeln in einem Heizraum.

Mörtel: Favoriten der Redaktion

Der beste Blitzmörtel

Dieser Blitzmörtel ist ideal zum Fixieren von Bauteilen, wie Geländern, Rohrleitungen und Heizkörperkonsolen. Er ist im Innen- und Außenbereich anwendbar und wird im 1 kg Kübel geliefert. Der Mörtel wird auf Untergründen aus Beton, Putz, Mauerwerk, Zementestrich, verwendet. Er ist nicht geeignet für gipshaltige Materialien.

Meinung der Redaktion: Wer es eilig hat, dem empfehlen wir Blitzmörtel, denn er ist ein schnell abbindender Mörtel, der aufgrund seiner Zusammensetzung sehr schnell erhärtet. Die Verarbeitungszeit liegt bei circa 5 Minuten und nach 15 Minuten ist die Endfestigkeit erreicht. Der Nachteil ist, dass er die Atemwege reizen, Hautreizungen und Augenschäden verursachen kann.

Der beste Mörtel aus Fertigbeton


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Dieser Mörtel wird in einem 25 kg Sack geliefert und ist für den Innen- und Außenbereich geeignet. Er ist vielseitig einsetzbar aber nicht für DIN-relevante Bauteile geeignet. Er kann für Klinkermauerung oder für Elemente, die eine dünne Fuge erfordern, eingesetzt werden.

Meinung der Redaktion: Das Produkt ist mineralischer Herkunft und die Verarbeitungszeit liegt bei etwa 5 Minuten. Er ist bequemer zu verwenden, da er schon fertig gemischt ist. Der Nachteil von Fertigbeton ist der höhere Preis, da lohnt es sich auf die Qualität zu achten.

Der beste Dünnmauermörtel

Dieser Dünnbettmörtel ist ein Bau- und Fliesenkleber und wird für Wand- und Bodenflächen verwendet. Dünnbettmörtel wird nur auf die Auflagefläche der Mauersteine aufgetragen und dort bildet er ein „Bett“ für die nächste Steinlage. Er eignet sich ausschließlich für Mauerwerk aus Plansteinen.

Meinung der Redaktion: Der Mörtel ist sehr kraftvoll und außerdem sehr wasser- und frostbeständig. Wie beim Normalmauermörtel sind die Zutaten beim Sand, Wasser und Bindemittel. Nur beim Dünnbettmörtel wird feiner gemahlener Sand- oder Bindemittelkörner verwendet (Durchmesser maximal 1 mm) und heute meist nur noch mit dem Mörtelschlitten verarbeitet. Wer es also feiner mag, dem empfehlen wir ganz klar Dünnmauermörtel.

Ratgeber: Fragen mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Mörtel kaufst

Welche Aufgabe hat Mörtel?

Mörtel wird grundsätzlich beim Verbinden von Mauersteinen und zum Verputzen von Wänden benutzt und durch eine chemische Reaktion der Bindemittel erhärtet.

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Der Baustoff ist besonders wichtig beim Vermauern von Ziegel- und Kalksandsteinen, kommt aber auch beim Fliesenlegen und Verputzen zum Einsatz. (Bildquelle: unsplash / Zbynek Burival)

Das Bindemittel für Mörtel kann mineralischer Herkunft sein, wie etwa Kalk, Zement, Gips, Lehm, Putz- und Mauerbinder oder mit organischen Bindemitteln, wie Kunststoff hergestellt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten wie das Bindemittel erhärtet.

Physikalisch:

  • Lehm – Trocknung durch Luft

Chemisch:

  • Luftmörtel – an der Luft oder durch Kohlenstoffdioxid
  • Wassermörtel – auch unter Wasser

Der Unterschied zum Beton ist das die verwendeten Gesteinskörnungen feiner sind und dass eine Zugabe von größeren Bruchsteinen fehlt.

Meistens ist die Gesteinskörnung für Mörtel Sand, doch in bestimmten Fällen werden auch Feinkies oder Holzspäne verwendet. Manche Mörtel-Bindemittel können auch nur mit Wasser verwendet werden.

Was muss ich beim Kauf von Mörtel beachten?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Mörtel. Es gibt folgende Eigenschaften zu beachten:

  • Wasserdurchlässigkeit
  • Wasserdichtigkeit
  • Besondere Frostfestigkeit
  • Feuer- und Hitzefestigkeit
  • Leichte Verarbeitungsfähigkeit
  • Färbung und Farbpartikelzugabe

Je nach dem für welchen Einsatzbereich du den Mörtel verwenden möchtest, musst du wissen welche Eigenschaften er haben soll.

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Für eine Feuerstätte beispielsweise benötigst du einen Feuer- und Hitzefesten Mörtel. (Bildquelle: unsplash / Stéphane Juban)

Genauso gibt es auch wasserdichte Mörtel, diese verursachen aber meist Hautreizungen und Atembeschwerden.

  • Normalmauermörtel: für Innenwände oder Außenwände, die eine Zusatzdämmung erhalten, aber wenig Wärmeschutz bieten.
  • Leichtmauermörtel: wird genauso wie Normalmauermörtel in einer Fugenbreite von 12 mm vermauert.
  • Trockenmörtel: in vielen Fällen kann man auf einen Trockenmörtel zurückgreifen. Das erleichtert die Arbeit garantiert.
  • Dünnbettmörtel: ähnlich wie Normalmörtel, aber das Größtkorn darf nicht größer als 1 mm sein. Es wird für die Vermauerung von Steinen verwendet, die geringe Maßabweichungen haben.
  • Fertigmörtel: es sind alle Inhaltsstoffe außer Wasser enthalten.

Was kostet Mörtel?

Es gibt zwischen den verschiedenen Mörtelarten eine große Preisspanne. Je nach Qualität, Art und Einsatzgebiet des Mörtels kommen unterschiedliche Kosten auf.

Die Spanne von Normalmauermörtel liegt in einem Bereich zwischen rund 5 € bis 10 € pro 40 kg Sack. Leichtmauermörtel fällt etwas teurer aus mit circa 8,50 € pro 17,5 kg Sack.

Mörtelart Preis
Normalmörtel 40 kg á circa 5 € bis 10 €
Leichtmauermörtel 17,5 kg á circa 8,50 €
Dünnbettmörtel 15 kg á circa 11,50 €
Fertigmörtel 10 kg á circa 15 €

Spezielle Mörtel mit besonderen Zuschlagstoffen können auch bis zu 15 € pro 30 kg Sack kosten. Dünnbettmörtel liegt bei circa 11,50 € pro 15 kg Sack. Die Spanne bei Fertigmörtel beginnt schon bei 15 € pro 10 kg Sack.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Mörtel vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Mörtelarten entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die verschiedenen Mörtelarten miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Materialeigenschaften

Je nach Einsatzgebiet des Mörtels werden unterschiedliche Eigenschaften benötigt, die wir dir im folgenden Absatz aufgelistet haben.

Wasserdurchlässigkeit oder Wasserdichtigkeit: Anfangs ist Mörtel grundsätzlich immer wasserdicht, doch mit der Zeit entstehen feine Risse in die Feuchtigkeit eindringt. Gefriert die Feuchtigkeit bei Minustemperaturen können sich die Risse vergrößern. Bei einem wasserdichten Mörtel ist der große Nachteil, dass diese meist Hautreizungen oder Atembeschwerden verursachen.

Feuer- und Hitzefestigkeit: Es gibt auch feuerfesten Mörtel, der zum Beispiel zum Aufbau von Feuerstätten oder zum Verkleiden von Kesseln verwendet wird. Diese Art von Mörtel ist meist nur für den Innenbereich geeignet. Der Nachteil eines feuer- und hitzefesten Mörtels ist der hohe Preis.

Färbung und Farbpartikelzugabe: Um Mörtel zu färben werden Farbpigmente bereits in der Trockenmischung beigemischt. Je nachdem wie intensiv die Farbe sein soll, wird zwischen drei Optionen unterschieden:

  • bis ein Prozent: leichte Tönung, je nach Körnung kann die Textur gepunktet werden
  • ein bis vier Prozent: stufenweises Abtönen
  • fünf Prozent: gesättigte Vollfärbung, kann nicht erhöht werden

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Preis-Leistungsverhältnis richtet sich ebenfalls nach den verschiedenen Mörtelarten. Natürlich fallen Mörtel mit speziellen Eigenschaften, wie Wasserdichtigkeit und Feuerfestigkeit teurer aus.

Wie auch bei anderen Produkten musst du bei Mörtel natürlich auch auf die Qualität achten. Gute Qualität hat eben ihren Preis aber gerade, wenn man etwas baut ist es wichtig, dass es dann auch stabil und langlebig ist. Da kann man schon mal tiefer in die Tasche greifen.

Bei einem wasserdichten Mörtel beispielsweise fängt die Preisspanne bei 6,50 € pro 1 kg Sack an, ist jedoch oft sehr schädlich für die Haut, die Augen oder die Atemwege.

Bei einem feuerfesten Mörtel beginnt der Preis bei 9,75 € pro 5 kg Sack und geht bis zu circa 16,50 € pro 2 kg Sack. Hier ist vor allem auf die Qualität des Herstellers zu achten.

Fazit

Es gibt Normalwand-, Fertigwand-, Dünnwand- und Leichtwandmörtel, je nach Bedarf gibt es den passenden Mörtel. Allerdings gilt es billigen und wasserfesten Mörtel mit Vorsicht zu verwenden, aufgrund von möglichen Gesundheitsschädigungen. Es empfiehlt sich auf Qualität, statt auf den billigsten Preis zu achten.

Wer es schnell mag, auf Qualität Wert legt und Mörtel ohne Wasser reicht, der ist mit Fertigmauermörtel für den Außen- und Innenbereich gut bedient, da dieser Mörtel schnell in der Verarbeitung ist und sich schnell erhärtet.

(Bildquelle: Olegdudko/ 123rf)

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