Mörtel
Zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2020

Mörtel ist ein Baustoff, der aus einem Bindemittel, wie Kalk oder Zement besteht mit höchstens 4 mm Korngröße und Wasser. Oft werden auch noch Betonzusatzstoffe hinzugefügt, die durch eine chemische Reaktion der Bindemittel erhärten. Mörtel dient zur Verbindung von Mauersteinen und zum Verputzen von Wänden und Decken. Er kann entweder im Werk oder direkt auf der Baustelle hergestellt werden.

Mit unserem großen Mörtel Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, den für dich besten Mörtel zu finden. Wir haben Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel sowie Fertigmörtel miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile dazu aufgelistet. Das soll dir deine Kaufentscheidung erleichtern.



Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Arten von Mörtel. Je nach Einsatzgebiet kannst du dich zwischen Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel und Fertigmörtel entscheiden.
  • Leichtmauermörtel wird für den Wärmeschutz im Fugenbereich verwendet. Vor allem bei Außenwänden mit hochwärmedämmenden Mauersteinen ohne Zusatzdämmung ist das sehr wichtig.
  • Feuerfester Mörtel ist teurer in der Anschaffung, wird aber gerne zum Aufbau von Feuerstätten oder zum Verkleiden von Kesseln verwendet. Aber zum Beispiel auch zur Verlegung von Isolationsmaterial oder feuerfesten Ziegeln in einem Heizraum.

Mörtel Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Blitzmörtel

Der Blitzmörtel von MEM ist ideal zum Fixieren von Bauteilen, wie Geländern, Rohrleitungen und Heizkörperkonsolen. Er ist im Innen- und Außenbereich anwendbar und wird im 1 kg Kübel geliefert. MEM Blitzmörtel wird auf Untergründen aus Beton, Putz, Mauerwerk, Zementestrich, verwendet. Er ist nicht geeignet für gipshaltige Materialien.

Er ist ein schnell abbindender Mörtel, der aufgrund seiner Zusammensetzung sehr schnell erhärtet. Die Verarbeitungszeit liegt bei circa 5 Minuten und nach 15 Minuten ist die Endfestigkeit erreicht. Der Nachteil ist, dass er die Atemwege reizen, Hautreizungen und Augenschäden verursachen kann.

Der beste Fertigbeton

Der Quick Mix Ruck Zuck-Beton von quick-mix Gruppe GmbH Co. KG wird in einem 25 kg Sack geliefert und ist für den Innen- und Außenbereich geeignet. Er ist vielseitig einsetzbar aber nicht für DIN-relevante Bauteile geeignet. Er kann für Klinkermauerung oder für Elemente, die eine dünne Fuge erfordern eingesetzt werden.

Der Quick Mix Ruck Zuck-Beton ist mineralischer Herkunft und die Verarbeitungszeit liegt bei etwa 5 Minuten. Er ist bequemer zu verwenden, da er schon fertig gemischt ist. Der Nachteil von Fertigbeton ist der höhere Preis, da lohnt es sich auf die Qualität zu achten.

Der beste Dünnbettmörtel

Der Dünnbettmörtel KNAUF von Handelskönig ist ein Bau- und Fliesenkleber und wird für Wand- und Bodenflächen verwendet. Dünnbettmörtel wird nur auf die Auflagefläche der Mauersteine aufgetragen und dort bildet er ein „Bett“ für die nächste Steinlage. Er eignet sich ausschließlich für Mauerwerk aus Plansteinen.

Der Mörtel ist sehr kraftvoll und außerdem ist er wasser- und frostbeständig. Wie beim Normalmauermörtel sind die Zutaten beim Sand, Wasser und Bindemittel. Nur beim Dünnbettmörtel wird feiner gemahlener Sand- oder Bindemittelkörner verwendet (Durchmesser maximal 1 mm) und heute meist nur noch mit dem Mörtelschlitten verarbeitet.

Ratgeber: Fragen mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Mörtel kaufst

Welche Aufgabe hat Mörtel?

Mörtel wird grundsätzlich man beim Verbinden von Mauersteinen und zum Verputzen von Wänden benutzt und durch eine chemische Reaktion der Bindemittel erhärtet.

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Der Baustoff ist besonders wichtig beim Vermauern von Ziegel- und Kalksandsteinen, kommt aber auch beim Fliesenlegen und Verputzen zum Einsatz.
(Bildquelle: unsplash.com / Zbynek Burival)

Das Bindemittel für Mörtel kann mineralischer Herkunft sein, wie etwa Kalk, Zement, Gips, Lehm, Putz- und Mauerbinder oder mit organischen Bindemitteln, wie Kunststoff hergestellt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten wie das Bindemittel erhärtet.

Physikalisch:

  • Lehm – Trocknung durch Luft

Chemisch:

  • Luftmörtel – an der Luft oder durch Kohlenstoffdioxid
  • Wassermörtel – auch unter Wasser

Der Unterschied zum Beton ist das die verwendeten Gesteinskörnungen feiner sind und dass eine Zugabe von größeren Bruchsteinen fehlt.

Meistens ist die Gesteinskörnung für Mörtel Sand, doch in bestimmten Fällen werden auch Feinkies oder Holzspäne verwendet. Manche Mörtel-Bindemittel können auch nur mit Wasser verwendet werden.

Was muss ich beim Kauf von Mörtel beachten?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Mörtel. Es gibt folgende Eigenschaften zu beachten:

  • Wasserdurchlässigkeit
  • Wasserdichtigkeit
  • Besondere Frostfestigkeit
  • Feuer- und Hitzefestigkeit
  • Leichte Verarbeitungsfähigkeit
  • Färbung und Farbpartikelzugabe

Je nach dem für welchen Einsatzbereich du den Mörtel verwenden möchtest, musst du wissen welche Eingenschaften er haben soll.

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Für eine Feuerstätte beispielsweise benötigst du einen Feuer- und Hitzefesten Mörtel.
(Bildquelle: unsplash.com / Stéphane Juban)

Genauso gibt es auch wasserdichte Mörtel, diese verursachen aber meist Hautreizungen und Atembeschwerden.

  • Normalmauermörtel: für Innenwände oder Außenwände, die eine Zusatzdämmung erhalten, aber wenig Wärmeschutz bieten.
  • Leichtmauermörtel: wird genauso wie Normalmauermörtel in einer Fugenbreite von 12 mm vermauert.
  • Trockenmörtel: in vielen Fällen kann man auf einen Trockenmörtel zurückgreifen das erleichtert die Arbeit garantiert.
  • Dünnbettmörtel: ähnlich wie Normalmörtel, aber das Größtkorn darf nicht größer als 1 mm sein. Es wird für die Vermauerung von Steinen verwendet, die geringe Maßabweichungen haben.
  • Fertigmörtel: es sind alle Inhaltsstoffe außer Wasser enthalten.

Was kostet Mörtel?

Es gibt zwischen den verschiedenen Mörtelarten eine große Preisspanne. Je nach Qualität, Art und Einsatzgebiet des Mörtels kommen unterschiedliche Kosten auf.

Die Spanne von Normalmauermörtel liegt in einem Bereich zwischen rund 5 € bis 10 € pro 40 kg Sack. Leichtmauermörtel fällt etwas teurer aus mit circa 8,50 € pro 17,5 kg Sack.

Mörtelart Preis
Normalmörtel 40 kg á circa 5 € bis 10 €
Leichtmauermörtel 17,5 kg á circa 8,50 €
Dünnbettmörtel 15 kg á circa 11,50 €
Fertigmörtel 10 kg á circa 15 €

Spezielle Mörtel mit besonderen Zuschlagstoffen können auch bis zu 15 € pro 30 kg Sack kosten. Dünnbettmörtel liegt bei circa 11,50 € pro 15 kg Sack. Die Spanne bei Fertigmörtel beginnt schon bei 15 € pro 10 kg Sack.

Wo kann ich Mörtel kaufen?

Mörtel kannst du grundsätzlich in jeden Baumarkt oder Lagerhaus kaufen. Natürlich gibt es aber auch online jede Menge verschiedene Angebote, wo man Mörtel kaufen kann.

Unseren Recherchen zufolge wird über diese Onlineshops der meiste Mörtel verkauft:

  • cemex.de
  • amazon.de
  • obi.de
  • hornbach.de

Alle Mörtel, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du einen Mörtel gefunden hast, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternative gibt es zu Mörtel?

Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen zu Mörtel, nämlich Zement und Putz. Im folgenden Absatz haben wir dir die Vor- und Nachteile aufgelistet.

Typ Eigenschaft
Zement Ist ein Bindemittel, das zur Herstellung von Beton eingesetzt wird. Zement ist mineralisch und besteht hauptsächlich aus gemahlenem Kalk und Ton, es können aber auch weitere Stoffe hinzugefügt werden, je nach Verwendungszweck. Zement kann mit Wasser vermischt verschiedene Gesteinssorten binden.
Putz Kann man auch Verputz nennen und ist eine Schicht aus Mörtel und verschiedenen Bindemitteln. Der Putz glättet die Mauern innen und außen, verschönert und schützt sie.

Der Außenputz hält Umwelteinflüsse wie Regen, Schmutz und Sonnenstrahlung von der Fassade ab. Wenn der Innenputz auf der Mauer oder dem Beton aufgetragen ist, kann die Mauer weiter tapeziert, gefliest oder gestrichen werden.

Hier ein kurzes, informatives Video zur Herstellung von Zement:

Innenputz hat die Aufgabe den Wänden in nassen Räumen (Küche oder Bad) die Feuchtigkeit zu entziehen und die Wohnraumfeuchtigkeit nach draußen zu lassen.

Entscheidung: Welche Arten von Mörtel gibt es und welche ist die Richtige für dich?

Wenn du dir einen Mörtel kaufen möchtest, gibt es vier Alternativen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

  • Normalmauermörtel
  • Leichtmauermörtel
  • Dünnbettmörtel
  • Fertigmörtel

Die verschieden Mörtelarten bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Je nach Einsatzgebiet und Eigenschaften der Mörtelarten eignet sich eine andere Art für dich. Mit dem folgenden Absatz wollen wir dir die Entscheidung erleichtern.

Was zeichnet Normalmauermörtel aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Es ist ein Standardmörtel, der nicht durch Zusatzstoffe für besondere Aufgaben optimiert wird. Meist wird Normalmauermörtel für Innenwände beziehungsweise für Außenwände, die selbst wenig Wärmeschutz bieten aber noch eine Zusatzdämmung erhalten. Normalmauermörtel wird in einer Fugenbreite von 12 mm vermauert.

Vorteile
  • Für Innenwände verwendet
  • relativ dicht
Nachteile
  • schwer
  • dämmt nicht so gut

Normalmauermörtel ist dicht und schwer und dämmt daher nicht sehr gut. Fugen aus Normalmörtel würden in einer Wand mit ansonsten hochdämmenden Mauersteinen als Wärmebrücke wirken.

Was zeichnet Leichtmauermörtel aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Leichtmauermörtel kann verwendet werden, um den Wärmeschutz im Fugenbereich sicherzustellen. Vor allem bei Außenwänden mit hochwärmedämmenden Mauersteinen ohne Zusatzdämmung ist das sehr wichtig.

Er wird ebenfalls in einer Fugenbreite von 12 mm vermauert und enthält Leichtmauermörtel Leichtzuschläge wie Perlite, Blähton, Blähglas oder Bims. Wegen seiner geringeren Rohdichte dämmt er besser, ist aber nicht so druckfest.

Vorteile
  • Dichtet besser
  • Hohe Wärmeleitfähigkeit
  • hilft modernen Mauersteinen ihre Wirkung besser zu entfalten
Nachteile
  • Nicht so druckfest
  • Schwachstelle ist der Fugenbereich

Leichtmauermörtel sorgt dafür, dass moderne Mauersteine ihre Wirkung besser entfalten können. Da die Steine selbst hervorragend dämmen aber die Wärme durch das Fugenmaterial leicht entweichen kann.

Leider gibt es bei Verwendung von Leichtmauermörtel eine gewisse Schwachstelle im Fugenbereich. Gefüllte Mauersteine erreichen bei der leiten die Wärme nicht so gut wie Leichtmauermörtel.

Was zeichnet Dünnbettmörtel aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Dünnbettmörtel wird nur auf die Auflagefläche der Mauersteine aufgetragen und dort bildet er ein „Bett“ für die nächste Steinlage. Er eignet sich ausschließlich für Mauerwerk aus Plansteinen.

Die Steine mit plan geschliffenen Oberflächen, die sehr maßhaltig, eben und glatt sind, werden von dem Mörtel im Grunde nur zusammengeklebt, sodass sich die einzelnen Steine praktisch lückenlos aufeinander sitzen. Er wird nicht zum Ausgleich von Unebenheiten benötigt.

Vorteile
  • Besserer Wärmeschutz
  • Feiner Sand
  • Für verschiedene Arten von Mauersteinen
Nachteile
  • Nur für Mauerwerk aus Plansteinen
  • nicht zum Ausgleich von Unebenheiten geeignet

Dünnbettmörtel wird bei der Verarbeitung vom Hintermauerwerk im Außenbereich verwendet und nur in Stärken von 1 bis 3 mm verarbeitet. Dadurch ergeben sich geringere Fugenstärken, um besseren Wärmeschutz zu gewährleisten. Dünnbettmörtel gibt es für fast alle Arten von Mauersteinen.

Wie beim Normalmauermörtel sind die Zutaten beim Sand, Wasser und Bindemittel. Nur beim Dünnbettmörtel wird feiner gemahlener Sand- oder Bindemittelkörner verwendet (Durchmesser maximal 1 mm) und heute meist nur noch mit dem Mörtelschlitten verarbeitet.

Was zeichnet Fertigmörtel aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

In Fertigmörtel sind alle Inhaltsstoffe außer Wasser enthalten. Es ist nicht so aufwendig, einen Mörtel fertig in Form einer trockenen Mischung zu kaufen, die nur mit Wasser gemischt werden muss.

Vorteile
  • Bequemer zu verwenden
  • Verbessert Eigenschaften von Mörtel
  • Geeignet für Elemente, die dünne Fugen erfordern
Nachteile
  • Höherer Preis
  • Auf Qualität achten

Der Nachteil von Fertigmörteln ist der höhere Preis und du solltest immer auf die Qualität achten. Ein großer Vorteil ist, dass die Anteile der Inhaltsstoffe sowie verschiedene Zusatzmittel hinzugefügt wurden, um die Eigenschaften von Mörtel zu verbessern, zum Beispiel, um ihn bei einer negativen Temperatur zu verwenden.

Es gibt verschieden Arten von Fertigmörtel ein paar davon haben spezielle Anwendungsgebiete. Sie werden für Klinkermauerung eingesetzt oder für Elemente die eine dünne Fuge erfordern.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Mörtel vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Mörtelarten entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die verschiedenen Mörtelarten miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Materialeigenschaften

Je nach Einsatzgebiet des Mörtels werden unterschiedliche Eigenschaften benötigt, die wir dir im folgenden Absatz aufgelistet haben.

Wasserdurchlässigkeit oder Wasserdichtigkeit:
Anfangs ist Mörtel grundsätzlich immer wasserdicht, doch mit der Zeit entstehen feine Risse in die Feuchtigkeit eindringt. Gefriert die Feuchtigkeit bei Minustemperaturen können sich die Risse vergrößern. Bei einem wasserdichten Mörtel ist der große Nachteil, dass diese meist Hautreizungen oder Atembeschwerden verursachen.

Feuer- und Hitzefestigkeit:
Es gibt auch feuerfesten Mörtel der zum Beispiel zum Aufbau von Feuerstätten oder zum Verkleiden von Kesseln verwendet wird. Diese Art von Mörtel ist meist nur für den Innenbereich geeignet. Der Nachteil eines Feuer- und Hitzefesten Mörtels ist der hohe Preis.

Färbung und Farbpartikelzugabe:
Um Mörtel zu färben werden Farbpigmente bereits in der Trockenmischung beigemischt. Je nachdem wie intensiv die Farbe sein soll, wird zwischen drei Optionen unterschieden:

  • bis ein Prozent: leichte Tönung, je nach Körnung kann die Textur gepunktet werden
  • ein bis vier Prozent: stufenweises Abtönen
  • fünf Prozent: gesättigte Vollfärbung, kann nicht erhöht werden

Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Preis-Leistungs-Verhältnis richtet sich ebenfalls nach den verschiedenen Mörtelarten. Natürlich fallen Mörtel mit speziellen Eigenschaften, wie Wasserdichtigkeit und Feuerfestigkeit teurer aus.

Wie auch bei anderen Produkten musst du bei Mörtel natürlich auch auf die Qualität achten. Gute Qualität hat eben ihren Preis aber gerade, wenn man etwas baut ist es wichtig, dass es dann auch stabil und langlebig ist. Da kann man schon mal tiefer in die Tasche greifen.

Bei einem wasserdichten Mörtel beispielsweise fängt die Preisspanne bei 6,50 € pro 1 kg Sack an, ist jedoch oft sehr schädlich für die Haut, die Augen oder die Atemwege.

Bei einem feuerfesten Mörtel beginnt der Preis bei 9,75 € pro 5 kg Sack und geht bis zu circa 16,50 € pro 2 kg Sack. Hier ist vor allem auf die Qualität des Herstellers zu achten.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Mörtel

Wie mische ich Mörtel an?

Grundsätzlich ist beim Anmischen von Mörtel zu beachten welche Mörtelart verwendet wird. Mischmörtel aus Kalk und Zement werden am häufigsten verwendet.

Zementmörtel ist der, der am schnellsten abbindet und am stabilsten ist. Kalkmörtel ist weicher, haftet aber dafür besser an Steinen. Kalkzementmörtel ist eine gute Mischung aus beiden Mörtelarten.

Die Bestandteile sind Kalk oder Kalkhydrat oder Zement mit Sand und Wasser.

Die Rezeptur bei Zementmörtel ist: im Verhältnis 1 Teil Zement und 4 Teile Sand. Bei Mischmörtel 2 Teile Kalk, 1 Teil Zement und 8 Teile Sand. Die Mengen solltest du aber möglichst exakt abmessen.

Im folgenden Absatz haben wir dir eine kurze Anleitung zum richtigen Mischen aufgelistet.

  1. Sand gleichmäßig in eine Wanne streuen und den Zement oder die Zement-Klak-Mischung in kleine Häufchen hineingeben. Die kleinen Häufchen mit dem Sand vermischen, bis die Mischung gleichmäßig ist.
  2. Mit der Kelle eine kleine Vertiefung in die Mitte der Häufchen machen und anschließend ein wenig Wasser hineingeben. Das ganze Häufchen so lange vermischen bis das Wasser gleichmäßig untergemischt ist. Bei jedem Häufchen wiederholen.
  3. Schritt 2 so lange wiederholen bis die Mischung leicht glänzt und gleichmäßig feucht aber trotzdem noch fest ist.

Die Wassermenge ist abhängig von der Feuchte der Ausgangsstoffe, bei Zement beträgt sie rund einen halben Liter pro Kilo Zement. Bei Kalkhydratmörtel kann sie deutlich weniger sein.

Nach diesen Schritten sollte der Mörtel fertig zum Auftragen sein.

Wie trage ich Mörtel auf und wann ist er trocken?

Beim Auftragen von Mörtel ist als Erstes zu beachten, dass der Untergrund frei von Schmutz, Staub und Ausblühungen ist.

Im feuchten Zustand kann Zementmörtel zu Verätzungen führen. Halte ihn also fern von Haut und Augen.

Er muss ebenfalls tragfähig und vollständig trocken sein. Bei stark saugenden Flächen muss sie vorher mit Haftemulsion behandelt werden.

Danach wird der Mörtel gleichmäßig mit einer Spachtel oder einer Kelle circa 10 bis 15 mm dick aufgetragen. Anschließend wird der überschüssige Mörtel einfach abgestreift.

Unter normalen Umständen beträgt die Trocknungszeit wenige Stunden, je nach Wetterverhältnis kann es aber auch länger dauern. Die wenigen Stunden reichen für Weiterverarbeitungen wie Anstreichen oder Glätten.

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Achte darauf, dass das Werk beim Trocknen vor zu hohem Feuchtigkeitsverlust geschützt wird, wie vor Sonne oder Frost.
(Bildquelle: unsplash.com / Hemerson Coelho)

Jedoch darf er mechanisch erst nach der Aushärtung belastet werden, das dauert pro Zentimeter Materialstärke etwa 5 Stunden. So kann man die endgültige Trocknungszeit gut berechnen.

Wo entsorge ich Mörtel?

Grundsätzlich entsorgt man Mörtel entweder über einen speziellen Bauschuttcontainer oder im Wertstoffhof in den Bauschuttcontainer.

Dabei muss aber beachtet werden, dass es sich um eine haushaltsübliche Menge handelt. Wie viel das im Endeffekt sein darf, solltest du im Werkstoffhof nachfragen.

Du kannst aber auch auf einer Baustelle fragen, ob du die Mörtelreste in deren Bauschuttcontainer geben darfst. Die Verpackung von Mörtel ist meist aus Papier oder Plastik das kannst du ganz normal im entsprechenden Behälter entsorgen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.baunetzwissen.de/mauerwerk/fachwissen/moertel-putze/aussen–und-innenputze-162688

[2] http://www.schulungsstelle-traunstein.de/Energieberatung/background/53040296650836f01/53040296660c4517a/index.html

[3] https://www.baustoffwissen.de/baustoffe/baustoffknowhow/fassade_und_massivbau/mauerwerk-fugenmoertel-hintermauersteine-normalmoertel-leichtmoertel-duennbettmoertel/

Bildquelle: Olegdudko/ 123rf.com

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Martin führt ein Geschäft für Handwerksbedarf. Dadurch kennt er sich mit den unterschiedlichsten Sparten des Heimwerkens aus. In seiner Freizeit bietet er zusätzlich Kurse zum Thema Handwerken an. Sein Fachwissen will er zusätzlich durch das Verfassen von Blogbeiträge weitergeben.