Lötstation
Zuletzt aktualisiert: 30. April 2020

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Lötstationen sind das perfekte Werkzeug für alle Hobby-Heimwerker, die auf hohen Komfort nicht verzichten wollen. Lötstationen kommen in der Elektronik, beim SMD-Löten von Platinen, oder beim Löten für den Modellbau häufig zum Einsatz. Überlegst auch du dir eine Lötstation zuzulegen?

Unser Lötstationen Test 2020 soll dir dabei helfen, einen Überblick über die verschiedenen Arten von Lötstationen und die wichtigsten Produkteigenschaften zu gewinnen. Um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern und sowohl die richtige Lötstation als auch das nötige Zubehör für dich zu finden, zeigen wir dir die vergleichen wir verschiedene Arten von Lötstationen und gehen auf die jeweiligen Vor- und Nachteile ein.




Das Wichtigste in Kürze

  • Lötstationen sind hochwertige Lötgeräte, die entweder analog oder digital regelbar sind und mit denen man Kabel oder elektronische Bauteile verlöten kann. Lötstationen werden größtenteils zum Weichlöten verwendet, also in einem Temperaturbereich bis zu 450°C.
  • Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Ausführungen von Lötstationen, die sich preislich, abhängig von Leistung und Qualität, stark unterscheiden können.
  • Die häufigsten Anwendungsgebiete beim Weichlöten sind die Elektrotechnik, die Elektronik, das SMD-Löten, im Sanitärbereich, beim Heizungs- und Werkzeugbau sowie das Löten von Kupferrohren.

Lötstationen Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Lötstation-Set für Anfänger

Die Holife Premium-Lötstation ist mit 60 Watt, digitaler LED-Temperatur-Anzeige und Schlaffunktion ist die perfekte Lötstation für alle Anfänger, Hobbylöter und auch für den Schulgebrauch tauglich. Mit einem Temperaturbereich von 90 bis 480°C können  Lötarbeiten der verschiedensten Anwendungsgebiete problemlos verrichtet werden.

Auch Ersatzspitzen und Lötzinn sind bereits im Set enthalten, du kannst also gleich mit deinen Löt-Projekten starten. Wenn du wert legst auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und trotzdem nicht auf Zubehör verzichten möchtest, ist die Holife Lötstation mit Sicherheit eine sehr gute Wahl.

Die beste Profi-Lötstation

Für Profi-Löter oder alle, die es werden wollen, ist die Weller Professional WE 1010 sehr zu empfehlen. Weller überzeugt als Marktführer seit Jahren mit hoher Qualität und innovativen Funktionen wie einem Standby-Modus und AUTO-Setback.

Diese 70 Watt Lötstation mit einem Temperaturbereich von 100 bis 450°C, ist die optimale Investition für alle, die mit den qualitativ hochwertigen Lötspitzen von Weller arbeiten möchten und auf eine lange Lebensdauer setzen.

Die beste Heißluft-Lötstation

Wer seine Lötstation vor allem für das Entlöten von SMD-Bauteilen benötigt und die fragilen Elektronik-Bauteile nicht beschädigen möchte, ist mit der Heißluft-Lötstation 858D von Uvistare gut beraten.

Sie überzeugt mit einem erschwinglichem Preis, LED-Temperatur-Anzeige, einem Temperaturbereich von 100 bis 450°C sowie vier inklusiven Heißluftföhn-Mundstücken.

Kauf- und Bewertungskriterien für Lötstationen

Welche Punkte du auf jeden Fall beim Kauf einer Lötstation beachten solltest, zeigen wir dir hier, anhand der wichtigsten Merkmale, die Lötstationen voneinander unterscheidet.

Folgende Kriterien helfen dir beim Vergleich von verschiedenen Lötstationen:

In den nachfolgenden Absätzen gehen wir genauer auf die einzelnen Merkmale von Lötstationen ein.

Reglertyp

Zuerst solltest du dich entscheiden, welcher Reglertyp der Richtige für deine Lötstation ist. Es gibt analoge und digitale Lötstationen.

Analoge Lötstationen besitzen einen Drehregler zum Einstellen der Temperatur, digitale Lötstationen besitzen einen Display, der die Temperatur digital anzeigt.

Analoge Lötstationen stellen die weniger moderne Option dar, bieten aber auch einige Vorteile. So kommt es bei den digitalen Lötstationen gelegentlich zu Problemen mit dem Display durch die höhere Störanfälligkeit digitaler Technik. Dies tritt bei den analogen Lötstationen durch die einfachere Verarbeitung nicht auf. Außerdem sind analoge Lötstationen meist etwas kostengünstiger.

Wenn die Lötstation sehr oft in Gebrauch ist, kann eine digitale Lötstation um einiges komfortabler sein. Dank der LCD-Anzeige kann hier die Ist-Temperatur genau bestimmt werden und ermöglicht so präziseres Arbeiten.

Viele digitale Lötstationen bieten noch weitere Funktionen, wie das Speichern von Festtemperaturen durch verstellbare Pre-Sets an.

Da sich digitale und analoge Lötstationen sowohl preislich als auch in ihrer Funktionsweise nicht allzu stark unterscheiden, solltest du hier nach deiner persönlichen Präferenz entscheiden.

Leistung

Lötstationen haben meist zwischen 60 und 150 Watt. Die Leistung bestimmt, wie schnell das Heizelement Wärme liefern kann. Je nach Größe der verwendeten Lötspitze und nach Einsatzgebiet kannst du dir überlegen, wie viel Watt deine Lötstation benötigt.

Bereits Lötstationen mit 60 Watt erhitzen sich in etwa 15 Sekunden auf 300 °C und sind für den privaten Gebrauch meist ausreichend. Für professionelles Arbeiten können über 100 Watt benötigt werden, solche Lötstationen sind deutlich teurer und verbrauchen mehr Strom.

Temperaturbereich

Regelbare Lötstationen besitzen meist einen Temperaturbereich zwischen ca. 90-480°C und somit eine relativ breite Spanne, die für die meisten Anwendungsgebiete beim Weichlöten ausreicht. Der erreichbare Temperaturbereich ist wichtig, denn die Temperatur ist maßgeblich entscheidend für deine Lötarbeiten.

Welche Löttemperatur optimal ist, hängt von der Schmelztemperatur des Lötzinns und den Teilen ab, die du zusammenlöten möchtest.

Anwendungsgebiet Temperaturbereich
SMD-Löten 260-300°C
Elektronik-Bauteile 300-320°C
Dickere Drähte bis zu 350°C
Dicke Litzen und Drähte bis zu 400°C

Vom Hartlöten spricht man ab einer Temperatur von 450°C. Hier werden metallische Werkstoffe, wie Messingteile, unlösbar miteinander verbunden.

Anheizzeit

Ein weiteres Kaufkriterium für Lötstationen ist die Anheizzeit. Die Anheizzeit gibt an, wie schnell die Betriebstemperatur erreicht wird.

Bei den meisten Lötstationen ist die gewünschte Temperatur auch bei geringer Wattzahl in weniger als einer Minute erreicht.

Durchschnitt der Lötspitze

Ein weiteres Augenmerk für Lötstationen sind die Lötspitzen. Diese variieren in ihrer Größe von etwa 0,4 bis 3,2 Millimeter je nach Einsatzgebiet.

Bei den meisten Lötstation-Sets sind bereits mehrere verschieden Lötspitzen in unterschiedlichen Größen dabei.

Solche Ersatzlötspitzen sind sehr sinnvoll, da Lötspitzen nach einiger Zeit verschleißen und dann ausgewechselt werden müssen.

Gewicht

Das Gewicht der Lötstationen variiert von ca. 0,9 bis 2,6 Kilogramm.

Je leichter die Lötstation ist, desto handlicher und komfortabler kann mit dem Gerät gearbeitet werden. Bei leistungsstarken Lötspitzen mit großer Wärmekapazität nimmt auch das Gewicht zu und erschwert akkurates Löten.

Zubehör

Häufig werden Lötstationen als Set zusammen mit verschiedenem Zubehör angeboten. Ein Lötstation-Set kann sehr sinnvoll sein, da man sich so zusätzliche Anschaffungen spart und direkt mit vollem Komfort in die Lötarbeiten einsteigen kann.

  • Lötzinn: Wird benötigt um die Metalloberflächen dauerhaft miteinander zu verbinden. Es gibt Lötzinn in verschiedenen Stärken, ab 0,25mm bis zu 1,5mm. Bleihaltiges Lötzinn hat einen niedrigeren Schmelzpunkt, darf allerdings nur noch im privaten Bereich und in der Raumfahrt benutzt werden. Das heutzutage verwendete bleifreie Lötzinn sind meist Zinn-Kupfer-Lote oder Zinn-Silber-Lote.
  • Flussmittel: Bewirkt eine bessere Benetzung des Werkstücks durch das Lot.
  • Lötverbinder: Erleichtern das Verbinden von Kabeln.
  • Dritte Hand“: Das ist eine Metallvorrichtung, die Greifarme mit Klemmen und häufig auch eine Lupe und LED-Beleuchtung besitzen und so dabei helfen, Gegenstände zu befestigen. Dies kann beim Löten eine große Hilfe sein.
  • Entlötpumpe: Diese wird benötigt um den verflüssigten Lötzinn beim Lösen von Lötverbindungen, abzusaugen.

Wie du siehst, gibt es eine Vielzahl an Zubehör für deine Lötstation. Es macht also durchaus Sinn, sich im Vorhinein schon zu überlegen, welche Ausstattung du für das Löten benötigst und sich dann direkt ein Set zuzulegen, in dem das Equipment bereits enthalten ist.

Entscheidung: Welche Arten von Lötstationen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Grundlegend gibt es zwei verschiedene Arten von Lötstationen, zwischen denen du dich entscheiden solltest:

Es gibt Heißluft-Lötstationen und SMD-Lötstationen.

Je nachdem, welche speziellen Lötaufgaben du erledigen möchtest, solltest du dich hier für eine Alternative entscheiden. In den nächsten Abschnitten, werden wir dir kurz sowohl die Heißluft-Lötstation als auch die SMD-Lötstation vorstellen, um dir die Entscheidung zu erleichtern.

Heißluft-Lötstation

Heißluft-Lötstation

Heißluft-Lötstationen eignen sich bestens für das Entlöten von kleinen Bauelementen. Durch einen heißen Luftstrom wird die Lötstelle erhitzt und somit der Lötzinn geschmolzen. Das passiert ganz ohne Berührung der Bauteile und ist somit optimal für empfindliche SMD-Bauteile, die anschließend mit einer Pinzette vorsichtig abgetrennt werden können.

Vorteile
  • Kontaktloses Entlöten
  • Optimal für fragile SMD-Bauteile
Nachteile
  • Erhitzt direkt größeren Bereich
  • Nur bedingt zum Verlöten geeignet

Falls du die Lötstation also überwiegend für das Enlöten von unterschiedlichen Bauteilen im Elektronikbereich verwenden willst, solltest du dir eine Heißluft-Lötstation mit einem Heißluftföhn zulegen.

SMD-Lötstation

SMD-Lötstation

Das zweite Modell sind sogenannte SMD-Lötstationen. Auch diese Lötstationen kommen, wie der Name bereits verrät, bei der Arbeit mit SMD-Platinen zum Einsatz. SMD-Lötstationen sind besonders gut geeignet für filigrane Arbeiten im Bereich der Computerelektronik.

Vorteile
  • Präzises SMD-Löten durch Mikro-Lötspitzen möglich
  • akkurate Temperaturmessung
Nachteile
  • Höherer Preis

Hier kommen Mikro-Lötspitzen zum Einsatz, die exaktes Arbeiten an empfindlichen Lötstellen ermöglichen. Auch die Temperaturmessung ist bei SMD-Lötstationen sehr akkurat, um Schäden an der Elektronik durch zu starkes Erhitzen zu vermeiden.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Lötstationen ausführlich beantwortet

Beim Kauf einer Lötstation tauchen sicherlich viele Fragen auf, denn es gibt unterschiedlichste Ausführungen und Anwendungsgebiete. Da es sich hierbei um eine möglichst langfristige Investition handeln sollte, solltest du dir vorab Gedanken machen, welche Fragen du vor dem Kauf abklären möchtest. Im folgenden Ratgeber-Teil beantworten wir dir die häufigsten Kundenfragen, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern. Unser Ratgeber soll dich dabei unterstützen, die perfekte Lötstation für dein Anwendungsgebiet zu finden.

Was ist eine Lötstation?

Zu allererst sollte geklärt werden, was eine Lötstation überhaupt genau ist. Klassisch wird zum Löten ein einfacher Lötkolben verwendet. Wer sein Hobby jedoch in professionellerem Rahmen ausführen möchte oder im beruflichen Kontext lötet, profitiert meist von mehr Komfort und sollte sich eine Lötstation zulegen.

Eine Lötstation besitzt, anders als der Lötkolben, eine Basisstation. Das ist ein spezielles Netzteil, das den Lötkolben mit Strom versorgt und somit den Lötprozess galvanisch vom Stromnetz trennt. Dadurch werden die Bauelemente vor Ableitungsströmen geschützt und nicht beschädigt.

Lötstationen sind durch eine bessere Haptik und mehr Komfort, eine luxuriösere Alternative zum Lötkolben.

Die Lötstation besitzt eine Lötkolbenablage mit einem Reinigungsschwamm, mit dem die Lötspitze vom Lötzinn gereinigt werden kann.

Die Stromversorgung erfolgt entweder durch einen Akku oder über ein Kabel und die Lötstation besitzt eine Sicherung.

Lötstationen besitzen zudem einen Temperaturregler. Dieser kann, wie weiter oben im Artikel bereits erläutert, entweder analog oder digital eingebaut sein. Digitale Lötstationen bieten meist noch weitere Funktionen, die das Arbeiten erleichtern können.

Wie funktioniert eine Lötstation?

Die genaue Funktionsweise von Lötstationen ist im Detail sehr komplex. Im folgenden werden wir kurz erläutern, welche Vorgänge beim Löten mit Lötstationen ablaufen.

Lötstationen leiten die in der Basisstation generierte Wärme weiter bis an die Spitze des Lötkolbens, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. An der Spitze befindet sich bei digitalen Lötstationen meist ein Sensor, der die Ist-Temperatur misst und auf dem Display genau anzeigt.

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Beim Löten werden metallische Bauteile mittels Legierungen miteinander verbunden.
(Bildquelle: RAEng _Publications / Pixabay.com)

BiLötstationen ermöglichen das Verlöten von Metallteilen mittels einer Legierung.Mit der Spitze des Lötkolbens wird dann durch die Erhitzung einer Metalllegierung, des sogenannten Lötzinns, ein metallisches Bauteil mit einem anderen Bauteil verbunden. Nachdem die Legierung erkaltet, sind die Bestandteile fest miteinander verbunden und können nur durch das erneute Erhitzen beim Entlöten wieder voneinander getrennt werden.

Welche Temperatur und wie viel Watt benötigt meine Lötstation?

Wie viel Watt und welchen Temperaturbereich deine Lötstation braucht, hängt stark von deinem Anwendungsbiet und Budget ab.

Grundsätzlich ist die Leistung für Heimwerker eher zweitrangig, da hier nur im Profibereich mit Lötstationen über 100 Watt gearbeitet werden muss. Für den Hobby-Gebrauch sind oftmals sogar geringe Wattzahlen vorteilhaft, da diese weniger Strom verbrauchen. Falls du besonders ungeduldig bist und viel Wert auf ein schnelles Erreichen der Betriebstemperatur legst oder für akkurate Arbeiten einen Wärmeabfall an der Lötspitze verhindern möchtest, kannst du in eine hochwertigere Lötstation mit 80 bis 100 Watt investieren. Für die meisten Heimwerker sollten aber 60 bis 70 Watt vollkommen ausreichen.

Der Temperaturbereich deiner Lötstation ist hingegen sehr entscheidend. Jedoch besitzen die allermeisten Lötstationen ohnehin eine sehr breite Temperaturspanne von ca. 100 bis 450°C, mit der alle Arbeiten im Bereich des Weichlötens ausgeführt werden können.

Welche Lötstation eignet sich am Besten für Anfänger?

Für Anfänger eignen sich Lötstationen, die sich eher im unteren bis mittlerem Preissegment befinden. Es macht wenig Sinn direkt mit einer Profilötstation einzusteigen. Je nachdem, wie häufig und intensiv du deine Lötstation benutzen möchtest, solltest du entscheiden, ob dir eine hohe Qualität und ein renommierter Hersteller einen höheren Preis wert sind, oder ob du vorerst eine kostengünstigere Variante ohne viele Zusatzfunktionen verwenden möchtest.

Wir empfehlen für Anfänger, sich am Mittelmaß zu orientieren. Es gibt, angefangen bei rund 30€, analoge Lötstationen, die sehr gute Bewertung haben und für Einsteiger zum Ausprobieren vollkommen ausreichen.

Für rund 50€ gibt es bereits digitale Lötstationen-Sets, die sogar Ersatzspitzen und Lötzinn beinhalten und somit eine perfekte Erstausstattung darstellen.

Lötstationen von bekannten Marken und meist deutschen Herstellern, sind qualitativ sehr hochwertig und können über Jahre im Einsatz sein, haben jedoch auch ihren Preis. Hier musst du entscheiden, auf was du bei deiner Lötstation wert legst.

Eine weitere kostengünstige Alternative ist,  Lötstationen gebraucht im Internet zu erwerben. Grundsätzlich solltest du nur darauf achten, dass es genügend Ersatzteile für deine Lötstation gibt, da die Lötspitzen mit der Zeit verschleißen und es ärgerlich ist, dann direkt eine neue Lötstation erwerben zu müssen.

Welche Lötstation eignet sich zum Löten von SMD-Bauteilen?

Für das Löten von SMD-Bauteilen sind entweder Heißluft-Lötstationen oder spezielle SMD-Lötstationen bestens geeignet. Beim SMD-Löten werden elektronische Bauteile, die keine Drahtanschlüsse besitzen, direkt auf die Platine gelötet. Man spricht von der sogenannten “Oberflächenmontage”.

Da die Bauteile im Elektronik-Bereich häufig sehr empfindlich sind und mit einem groben Lötkolben leicht beschädigt werden können, lohnt es sich hier in eine Lötstation zu investieren.

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Beim Löten von empfindlichen Bauteilen von SMD-Platinen ist besonders akkurates Löten wichtig. Dafür ist eine spezielle Heißluft- oder SMD-Lötstation geeignet.
(Bildquellen: Johannes Plenio / Unsplash.com)

Falls du vor allem Bauteile entlöten möchtest, ist eine mit einem Heißluftföhn betriebene Heißluft-Lötstation optimal. Hierbei kommt es zu keinem direkten Kontakt der Lötspitze mit den Bauteilen, sondern durch die Erhitzung der Legierung durch den heißen Luftstrom. Somit wird eine Beschädigung besonders fragiler Bauelemente verhindert.

Falls du überwiegend auf SMD-Platinen lötest gibt es außerdem spezielle SMD-Lötstationen, die mit sehr dünnen Lötspitzen ausgestattet sind und dadurch filigrane Arbeiten ermöglichen.

Was kostet eine Lötstation?

Zwischen den verschiedenen Lötstationen gibt es eine sehr breite Preisspanne. Einfache analoge Lötstationen bekommt man bereits für knappe 20€, während Profi-Lötstationen von bekannten Herstellern bis zu 500€ und mehr kosten können. Es kommt beim Kauf also ganz auf dein Vorhaben an.

Die Qualitätsunterschiede und Zusatzfunktionen variieren bei Lötstationen sehr. Da Lötstationen auch im Profi-Bereich genutzt werden, gibt es sehr leistungsstarke, hochpreisige Varianten, die für den Heimwerker nicht notwendig sind.

Typ Preisspanne
Lötstation Hobby-Gebrauch ca. 40-160€
Profi-Lötstation ca. 100-300€

Prinzipiell hängt der Preisunterschied auch stark vom Hersteller ab. Der bekannteste Hersteller und Marktführer Weller überzeugt mit hoher Qualität und die Lötstationen sind “Made in Germany”, daher aber auch eher kostspielig.

Mittlerweile gibt es aber auch viele kostengünstige Varianten von kleineren Anbietern, die sowohl für den Hobby-Gebrauch als auch fortgeschrittenes Löten geeignet sind, wie beispielsweise Preciva oder Holife.

Wo kann ich eine Lötstation kaufen?

Lötstationen können teilweise in Supermärkten, im Fachhandel oder in Baumärkten und natürlich auch in Online-Shops gekauft werden. Wenn du dich gerne persönlich beraten lassen möchtest, bist du in einem Baumarkt gut aufgehoben.

Es gibt eine Vielzahl an Online-Shops, die Lötstationen anbieten. Die beliebtesten sind unseren Recherchen nach:

  • conrad.de
  • obi.de
  • amazon.de
  • bauhaus.info
  • ebay.de
  • hornbach.de

Die Lötstationen, die wir dir hier vorstellen, sind mit einem Link zu einem der oben genannten Shops versehen. So gelangst du direkt zum Produkt und kannst dir online die passende Lötstation bestellen.

Welche Alternativen gibt es zur Lötstation?

Es gibt einige Alternativen zur Lötstation, die wir dir im folgenden kurz vorstellen möchten.

  • Lötpistole: Die Lötpistole ist eine Variation des Lötkolbens, die einen pistolenförmigen Handgriff besitzt. Das Erhitzen der Lötspitze erfolgt durch das Drücken eines Abzugs. Lötpistolen sind für das Dauerlöten jedoch nicht geeignet und eher unhandlich, sie eignen sich lediglich für ein kurzzeitiges Erhitzen des Lötzins.
  • Elektrischer Lötkolben: Für grobe Lötarbeiten eignet sich auch ein elektrischer Lötkolben. Dieser verfügt über einen direkten Netzanschluss und hat eine Festtemperatur.
  • Gaslötkolben: Gaslötkolben sind oft im mobilen Einsatz, da sich beispielsweise Lötstationen eher umständlich für den Transport sind. Gaslötkolben sind sehr kompakt gebaut und schwer und auch nur für grobe Lötarbeiten geeignet. Die Lötspitze wird hierbei durch einen Brenner, der mit Butangas betrieben wird, aufgeheizt.

Kann ich eine Lötstation selber bauen?

Für Hobby-Bastler ist es auch möglich, sich eine Lötstation kostengünstig selber zu bauen. Dafür gibt es einige Anleitungen im Internet und auch Tutorials auf YouTube im Video-Format.

Das ist allerdings aufwendig und sollte nur unter genauer Einhaltung der Anleitung oder bei ausreichendem Fachwissen erfolgen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://praxistipps.focus.de/optimale-loettemperatur-finden-so-

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hartlöten

[3] https://www.computerbild.de/test-vergleich/loetstation-test/

[4] http://www.modellbau-wiki.de/wiki/Lötzinn

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Flussmittel_(Löten)

[6] https://www.computerbild.de/test-vergleich/dritte-hand-test/

[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Entlötpumpe

[8] https://www.computerbild.de/test-vergleich/loetstation-test/

[9]http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/SMD/index.html

Bildquelle: Artush/ 123rf.com

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Martin führt ein Geschäft für Handwerksbedarf. Dadurch kennt er sich mit den unterschiedlichsten Sparten des Heimwerkens aus. In seiner Freizeit bietet er zusätzlich Kurse zum Thema Handwerken an. Sein Fachwissen will er zusätzlich durch das Verfassen von Blogbeiträge weitergeben.