Zuletzt aktualisiert: 25. März 2021

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Linienlaser können sowohl im Alltag, als auch im professionellen Bereich eine Vielzahl von Anwendungen finden. Sie projizieren gerade Linien auf die Oberflächen, auf welche sie gerichtet werden und helfen beim Nivellieren. Ihre Anwendungsbereiche finden sich im Trockenbau, bei Ausrichtungsarbeiten, bei Vermessungsarbeiten, aber vereinzelt auch bei Malerarbeiten und sogar in der Kunst.

Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Linienlaser, mit verschiedenen Funktionen. Für unseren Produktvergleich haben wir verschiedene Modelle miteinander verglichen und die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet.




Das Wichtigste in Kürze

  • Linienlaser gibt es in verschiedenen Preisklassen und mit verschiedenen Funktionen. Bereits mit wenig Geld lassen sich gute Produkte akquirieren.
  • Wichtige Kaufkriterien sind die Reichweite und Genauigkeit, sowie die Farbe des Lasers, der Selbstnivellierbereich, die Bedienung und ob eine 360 Grad Funktion vorhanden ist.
  • Linienlaser finden in verschiedensten Bereichen Anwendung. Sie können auf verschiedenen Vorrichtungen platziert werden.

Linienlaser im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Nachfolgend haben wir unsere Favoriten aufgezählt. Das soll dir helfen, die Kaufentscheidung zu vereinfachen und den Linienlaser, der zu deinen Vorstellungen passt, zu finden.

Der beste Linienlaser für kleinere Projekte

Der WayinTop besteht aus 2 Stücken und ist mit einer Größe von jeweils 12x12x35mm das kleinste Gerät unter unseren Favoriten. Er ist sehr minimalistisch gehalten und nicht in ein komplettes Gerät verbaut. Die Laser können dank ihrer Größe vielseitig eingesetzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen natürlich klassisch Innenräume, also Wände oder Decken, aber auch bei kreativen Arbeiten, wie dem Nähen, kann der Laser eingesetzt werden.

Preislich ist der WayinTop mit einem Preis von nur ca. 10 € klar im unteren Bereich anzusiedeln. Für das Ergebnis, das mit ihm erreicht werden kann ist das allerdings ein exzellenter Preis, für jeden, der nicht gleich ein professionelles Gerät braucht.

Bewertung der Redaktion: Der WayinTop ist vom Gehäuse qualitativ klar in seiner Preisklasse anzusiedeln. Trotz und oft genau wegen seiner Größe bietet er aber einen großen Spielraum beim Einsatz und ist demnach sehr gut für kleinere Projekte oder Arbeiten einsetzbar.

Der beste 360 Grad Laser mit Reichweite

Der GLL 3-80 G ist ein Linienlaser von Bosch, ausgestattet mit drei 360 Grad Linien, von denen eine horizontal und eine vertikal sind. Das erleichtert die Arbeit von mehreren Personen gleichzeitig. Das Gerät hat eine Genauigkeit von ± 0,3 mm/m und bietet einen Selbstnivellierungsbereich von bis zu ± 4° Neigung in weniger als 4 Sekunden. Außerdem ist eine Kapselung gegen Staub und Spritzwasser gemäß IP54 geboten.

Die grüne Laserfarbe des GLL 3-80 G ist bis zu viermal besser zu sehen, als die rote. Der Arbeitsbereich kann auf eine Reichweite von bis zu 30m ausgedehnt und wenn ein Empfänger hinzugefügt wird, sogar auf erstaunliche 120m erweitert werden. Dementsprechend ist der GLL 3-80 G in einer relativ hohen Preisklasse anzusiedeln. Das Gerät kann ab ca. 400 € erworben werden.

Bewertung der Redaktion: Bosch’s GLL 3-80 G kann hervorragend für große Arbeitsbereiche mit mehreren Personen genutzt werden. Die Reichweite und Sichtbarkeit des Lasers sind sein Markenzeichen und werden durch die drei 360 Grad Laser abgerundet. Preislich ist das Gerät entsprechend angesiedelt und eher weniger für Heimwerker, als für größere Arbeiten gedacht.

Der beste einfache Laser für helle Lichtverhältnisse

Der Quigo Green von Bosch ist ein Kreuzlaser mit einer horizontalen und einer vertikalen Laserlinie. Er hat einen Selbstnivellierbereich von bis zu ±4°. Mit seinem 1/4 Zoll Gewinde ist er außerdem mit einigen Halterungsvorrichtungen kompatibel. Außerdem fällt das schlichte Design in Schwarz mit grünen Akzenten auf, das sich von den typischen Farben der blauen Bosch-Reihe abhebt, die man etwa bei der roten Laser Version des Geräts erkennen kann. Preislich lässt sich der Laser mit ca. 100 € im Mittelfeld verorten.

Der Quigo Green ist, wie der Name schon verlauten lässt, ausgestattet mit einem grünen Laser. Es gibt auch Varianten mit rotem Laser, der Grüne ist aber 4x besser zu sehen und verbessert eine Reichweite von 10m auf 12m. Somit sieht man den Laser auch außergewöhnlich gut in hellen Lichtverhältnissen, wie in gut beleuchteten Räumen oder an einer Fensterfront.

Bewertung der Redaktion: Mit seinem grünen Laser ist der Quigo Green Kreuzlaser von Bosch ein solides Gerät für die Arbeit in helleren Lichtverhältnissen. Das schlichte Design ist bei dem mittelpreisigen Laser unerwartet angenehm. Die Reichweite sticht im Vergleich zu roten Lasern seiner Art positiv heraus.

Der beste smarte Linienlaser

Der GLL-380 C von Bosch verfügt über drei 360 Grad Laser-Linien und hat eine exzellente Genauigkeit von ± 0,2 mm/m. Er besitzt zwei separate Stativgewinde in 1/4″ und 5/8″ und ist mit mehreren Akkutypen kompatibel. Außerdem ist das Gerät nach IP54 vor Staub und Spritzwasser geschützt.

Die Steuerung beim GLL-380 C erfolgt über eine App. Hier hast du die Möglichkeit Standby- und Empfängermodus zu aktivieren, einzelne Laserlinien einzuschalten, Leistungseinstellungen anzupassen und andere Funktionen zu bedienen. Auch detaillierte Auskünfte über Fehler, bei beispielsweise der Kalibrierung, werden mit der App angezeigt.

Bewertung der Redaktion: Der GLL-380 C ist ein rundherum smartes Gerät. Mit seinen drei 360 Grad Lasern können mehrere Leute gleichzeitig arbeiten und die Stativ- und Akkuauswahl wird durch die Kompatibilität erleichtert. Dabei ist eine ausgezeichnete Genauigkeit vorhanden. Die smarte Einführung einer App macht die Bedienung des GLL-380 C leicht und übersichtlich.

Kauf- und Bewertungskriterien für Linienlaser

Um den perfekten Linienlaser zu finden, haben wir einige Kaufkriterien herausgearbeitet, die du beim Kauf berücksichtigen solltest. Diese Kriterien sollen einen Vergleich der einzelnen Modelle erleichtern, damit du deine Wahl objektiv und fundiert treffen kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Linienlaser miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Doch was ist mit diesen Begriffen eigentlich gemeint? Im Folgenden werden wir dir die Kaufkriterien noch einmal kurz erläutern.

Reichweite

Die Reichweite des Lasers liegt im Normalfall bei ca. 10m und kann sogar bis 50m reichen. Mit einem zusätzlichen Empfänger kannst du die Reichweite allerdings noch verstärken. Für Heimwerker reicht im Normalfall eine Reichweite von 5-15m, für den professionellen Gebrauch, vor allem im Außenbereich ist eine höhere Reichweite zu bevorzugen.

Genauigkeit

Die Genauigkeit bezieht sich hier auf die Messgenauigkeit und liegt im mm-Bereich. Sie wird meist mit +- und einer folgenden mm-Zahl angegeben. Je kleiner die folgende Zahl im Millimeter-Bereich ist, desto kleiner der Bereich in dem der Laser abweicht. Je kleiner die Zahl ist, desto genauer ist also das Gerät.

360 Grad

Um mit mehreren Wänden gleichzeitig arbeiten zu können, achte unbedingt auf die 360 Grad Funktion. Diese ermöglicht die Projektion einer Linie auf mehrere umliegende Wände.

Farbe

Die Farbe des Lasers ist je nach Gerät und Hersteller unterschiedlich und variiert zwischen grün und rot. Grüne Laser sind bei hellen Lichtverhältnissen verwendet, bei der gleichen Leistung, roten Lasern vorzuziehen, da sie sichtbarer sind. Rote Linienlaser sind allerdings bei schlechten Witterungsverhältnissen zu bevorzugen, da sie besser sichtbar sind, als grüne.

Auch die Reichweite von grünen Lasern kann größer werden, als die von Geräten mit roten Lasern. Rote werden allerdings meist mit Empfängern verstärkt und dieser Nachteil kann damit ausgeglichen werden.

Bedienung

Als Laie kann die Bedienung eines Gerätes, wie ein Linienlaser, nicht immer unbedingt leicht sein. Je unkomplizierter das Gerät also gestaltet ist, desto besser für die Handhabung. Wähle hier je nach deinen eigenen Fähigkeiten die jeweils passende Option aus. Smart-Funktionen, wie Apps, geben dir hier noch einmal zusätzlich einen geordneteren Überblick über Funktionen und erleichtern deren Handhabung.

Selbstnivellierbereich

Der Grad-Bereich der Neigung, innerhalb deren sich ein Gerät automatisch selbst nivellieren kann, wird Selbstnivellierbereich genannt. Durchschnittlich liegt dieser bei etwa +- 4°. Ein großer Selbstnivellierungsbereich ist immer von Vorteil, vor allem wenn du mit diagonalen Linien arbeiten willst.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Linienlaser ausführlich beantwortet

Im Folgenden wollen wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Linienlaser beantworten. So wollen wir dir ein besseres Verständnis der Thematik schaffen.

Wann wird ein Linienlaser eingesetzt?

Ein Linienlaser dient zur fehlerfreien Ausrichtung eines Objektes. Er wird so platziert, dass exakte horizontale, vertikale oder diagonale Linien entstehen und kann in jedem Umfeld, von Schlafzimmer, über Garage oder Fassade benutzt werden.

Linienlaser projizieren gerade Linien. Sie werden auf Baustellen oft mit 360° Funktion benutzt, damit man auf mehreren Oberflächen simultan arbeiten kann. (Bildquelle: Tima Miroshnichenko / Pexels)

Auch im Alltag eignen sich Linienlaser überall, wo eine gerade Linie von Bedeutung ist, die man normalerweise mühsam mit Wasserwaage, Lot oder ähnlichem Material kennzeichnen würde. Beim Anbringen von Schränken beispielsweise kann der Linienlaser von Vorteil sein.

Welche Arten von Linienlaser gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Linienlaser. Die häufigsten sind Kreuzlinienlaser und Rotationslinienlaser. Kreuzlaser können dabei helfen, einen Schrank exakt zu montieren oder beim Fliesen Verlegen. Rotationslinienlaser werden oft zur Bestimmung von Höhen eingesetzt.

Wie funktioniert ein Linienlaser?

Ein Linienlaser ist ein normaler Punkt-Laser, der, mithilfe spezieller optischer Elemente, eine Linie erzeugt. Dafür werden im inneren Laserdioden auf einem Pendel angebracht, das sich nach unten ausrichtet. Auch komplexe Linien oder Muster, wie parallele und gekreuzte Linien sind somit machbar.

Was kostet ein Linienlaser?

Den Preis eines Linienlasers bestimmen vor allem die Marke und die Funktionen.
Die Preise der Linienlaser können dabei eine Spanne von niedrigpreisig bis hochpreisig annehmen. Die folgende Tabelle soll dir einen Überblick geben.
Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (10 – 50 €) Meist einzelne Geräte, wenig Funktionen
Mittelpreisig (50 – 150 €) Meist bereits einige Zusatzfunktionen und Möglichkeit für Anbringung eines Stativs
Hochpreisig (ab 150 €) Meist hoher Lieferumfang

Wie bedient man einen Linienlaser?

Die Bedienung eines Linienlasers ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Nach Betätigung des Einschaltknopfs werden die Laserlinien an den gewünschten Ort projiziert. Laserlinien lassen sich unter Umständen per Knopfdruck hinzu- oder wegschalten. Bei manuellen Kreuzlasern musst du den Laser außerdem noch selbst ausrichten.

Angenommen das Gerät verfügt über eine selbstnivellierende Funktion, muss das Gerät auf einer ebenen Oberfläche oder einem Stativ platziert werden. Andernfalls kann eine bestimmte Halterung für beispielsweise eine Anbringung an Wand oder Decke benutzt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass das Lot frei hängen kann, also kannst du dich leider nicht einfach auf den Rücken legen, um den Laser an die Decke zu strahlen.

Fazit

Wenn mit geraden Linien zu arbeiten ist, sind Linienlaser hilfreich. Nicht nur ersetzen sie unnötig schwere und repetitive Arbeit mit etwa Wasserwaagen und Co., sondern können auch im Vergleich zu diesen in entlegeneren Ecken zur Anwendung kommen. Dementsprechend gibt es Linienlaser mit verschiedenen Funktionen und in verschiedenen Preisklassen.

Bei der Anschaffung von Linienlasern solltest du immer im Hinterkopf behalten, was du damit vorhast. Punkte, auf die du dabei achten solltest, sind die Reichweite, die Genauigkeit, die Farbe und der Selbstnivellierbereich. Außerdem solltest du, je nach Bedarf eine vorhandene 360° Funktion und eine leichte Bedienung beherzigen.

(Titelbild: Nelson / Pexels)

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