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Zuletzt aktualisiert: 26. November 2020

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“Aller Anfang ist schwer”, denkt man sich oft, wenn man eine neue Fähigkeit erlernen möchte. Das tun auch viele angehende Hobbyhandwerker. Kaum einer möchte uninformiert in den Baumarkt laufen und dann einem Mitarbeiter “dumme Fragen” zu den Produkten stellen müssen.

Auch wenn es unserer Meinung nach keine dummen Fragen gibt, verstehen wir dieses Bedürfnis. Daher möchten wir euch in diesem Artikel eines der wichtigsten Arbeitsgeräte im Handwerkertum vorstellen: Die Kappsäge. Hier erklären wir euch alles zu Themen wie Drehzahl, Gehrungsschnitten und verschiedenen Sägeblättern, damit ihr eine informierte Wahl beim Kauf eurer Säge treffen könnt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Kappsäge ist ein Allround-Werkzeug sowohl für Hobbybastler als auch für professionelle Handwerker. Ihr simples Handling sorgt dafür, dass jeder sie bedienen kann.
  • Je nach Ausstattung des Gerätes kann man in verschiedenen Neigungs- und Gehrungswinkeln schneiden. Die Auswahl einer Säge mit einer höheren Wattzahl sorgt zudem oft dafür, dass Schnitte präziser werden.
  • Zum Schneiden verschiedener Materialien ist die Auswahl eines passenden Sägeblattes notwendig. Im Lieferumfang einer Kappsäge ist meistens ein Universalsägeblatt enthalten, dieses kann aber beispielsweise keine Metalle schneiden.

Kappsägen im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Kappsäge ist nicht gleich Kappsäge! Hier wollen wir euch insgesamt sechs Geräte vorstellen, die sich in ihren Funktionen und ihrer Ausstattung unterscheiden. Sie eignen sie sich für Handwerker verschiedener Skill-Levels und mit diversen Ansprüchen an das Werkzeug.

Das beste Kappsägen-Gesamtpaket

Dieses Einhell TC-SM 2131/1 Dual verfügt über eine Leistung von 1.500 Watt, die präzise Schnitte ermöglicht, und eine praktische Zugfunktion: Das bedeutet, man kann Material schneiden indem man die Säge nach vorne schiebt oder nach hinten zieht. Durch ihren neigbaren Sägekopf und ihren Drehtisch kann die Säge flexibel ausgerichtet werden. Weiterhin ist ein Spänefangsack montiert, der für Sauberkeit am Arbeitsplatz sorgt.

Im Lieferumfang enthalten ist neben der Säge auch ein Hartmetall-Sägeblatt. Der Vorteil zum normalerweise mitgelieferten Universalsägeblatt ist hier, dass du auch härtere Materialien schneiden kannst und dir dafür nicht erst ein zweites Sägeblatt kaufen musst. Mithilfe des Spindle-Locks kann das Sägeblatt dennoch leicht gewechselt werden.

Bewertung der Redaktion: Die Einhell TC-SM 2131/1 Dual lohnt sich für alle, die sich ein mittelpreisiges Gerät mit einer umfangreichen Grundausstattung anschaffen möchten. Profi-Handwerker, die Hartmetalle schneiden möchten, sollten sich jedoch für ein anderes Modell entscheiden.

Die beste Kappsäge für unter 100€

Die Einhell TC-MS 2112 mit einer Leistung von 1.600 Watt ist ein passendes Produkt für Handwerker, die kein Vermögen für ihre Arbeitsgeräte ausgeben möchten. Auch hier ist die Wattzahl hoch genug für präzise Schnitte, außerdem wird wieder ein Hartmetall-Sägeblatt mitgeliefert.

Auch dieses Modell verfügt über einen verstellbaren Sägekopf, der Gehrungsschnitte bis zu 45° ermöglicht, jedoch aber nicht über eine Zugfunktion. Durch eine Spannvorrichtung können Werkstücke sicher fixiert werden, außerdem ist auch hier ein Spänefangsack mit 36mm-Absauganschluss montiert.

Bewertung der Redaktion: Eine gute Kappsäge für Einsteiger, die insbesondere mit Holz arbeiten. Das Gerät ist mit 6,4 kg jedoch ein Leichtgewicht und kann trotz geliefertem Hartmetall-Sägeblatt wahrscheinlich keine härteren Materialien als Parkett, Laminat und Holzverkleidungen schneiden.

Die beste Profi-Kappsäge

Die etwas hochpreisigere Bosch Professional GCM 8 SJL mit 1.600 Watt Leistung hält, was das “Professional” in ihrem Namen verspricht: Ihre qualitativ hochwertige Verarbeitung sorgt dafür, dass problemlos auch Zuschnitte von breiteren Werkstücken vorgenommen werden können.

Sie verfügt über die praktische Zugfunktion und einen Arbeitslaser, außerdem kann man mit ihr Neigungswinkel von -47° bis 2° und Gehrungswinkel von -52° bis 60° einstellen, was das Können der meisten günstigeren Kappsägen bei Weitem überschreitet. Durch ihr Gewicht von 17,3 kg ist sie schwer genug, um ein wackelfreies und präzises Arbeiten zu ermöglichen, aber noch leicht genug, um maximal mobil zu bleiben.

Bewertung der Redaktion: Zwar etwas teurer, aber jeden Cent wert. Die Qualität der Säge und ihre vielen Funktionen ermöglichen alle Schnitte, die ein Profi-Handwerker setzen möchte. Besonders die hohe horizontale Schnittkapazität von 312 mm unterscheidet sie von anderen Modellen. Tolles Gerät, aber für Hobby-Bastler nicht unbedingt notwendig.

Die beste Sägen in allen Winkeln und Neigungen

Nach der vorherigen Profi-Säge setzt die Dewalt DW717XPS Premiums noch einen drauf: Sie stammt aus dem Hochpreissegment, macht das aber auch durch ihre große Fülle an Profi-Funktionen wieder wett. So unterstützt dieses Modell beispielsweise durch seine XPS-Schattenlinien-Schnittanzeige mit LED-Ausleuchtung bei der Ausrichtung der Schnitte.

Außerdem weist die Säge einen der flexibelsten Schnittbereiche auf: Gehrungswinkel von -60° bis +50° und Neigungswinkel von -48° bis +48° werden problemlos geschnitten. Ein Doppelauszug hilft dabei, auch große Winkel noch präzise zu schneiden. Durch ihre kompakten Maße und ihr geringes Gewicht ist das Gerät ideal zum Einsatz auf Montage.

Bewertung der Redaktion: Eine Säge, deren Ausstattung und Verarbeitung man tatsächlich nicht bemängeln kann. Dieses Produkt wird Profi-Handwerkern allerdings nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch den Geldbeutel erheblich erleichtern. Wer jedoch dauerhaft in Qualität investieren möchte, sollte diese Säge in Betracht ziehen.

Die beste mobile Kappsäge

Die Makita MLS 100 vereint qualitativ hochwertiges Arbeiten mit einer hohen Mobilität. Mit einem Gewicht von nur 14,7 kg hat sie dennoch einen Motor mit einer Leistung von 1.500 Watt. In ihrem Lieferumfang enthalten ist ein Hartmetall-Sägeblatt, außerdem verfügt sie über einen Anschluss für Fremdabsaugung.

Ein weiterer Pluspunkt des Geräts ist dessen stufenlose Justierung für den Neigungswinkel. Die Bereiche der Schnittwinkel sind natürlich etwas geringer als beim Premium-Gerät von Dewalt. Die Säge verfügt allerdings weder über einen Arbeitslaser, noch über eine Zugfunktion.

Bewertung der Redaktion: Eine mittelpreisige Lösung für Heimwerker, da benutzerfreundlich und leicht im Gewicht. Durch fehlende Arbeitslaser und Zugfunktion ist das Gerät jedoch wahrscheinlich keine zufriedenstellende Lösung für professionelle Handwerker.

Kauf- und Bewertungskriterien für Kappsägen

Wenn man im Internet nach “Kappsägen” sucht, findet man sich in einem Wald von potentiellen Kaufmöglichkeiten wieder. Damit du dich in dieser Produktvielfalt nicht verirrst, haben wir dir hier die wichtigsten Kauf- und Bewertungskriterien zusammengefasst, die dir beim Kauf einer passenden Säge helfen sollen:

Diese Kriterien wollen wir natürlich nicht einfach unkommentiert hier stehen lassen, sondern dir im Folgenden ausführlicher erklären. Es gibt noch einige andere technische Merkmale, die für den Kauf einer Kappsäge entscheidend sein können. Diese sind jedoch die fünf wichtigsten.

Leistung

Die Leistung ist ein wichtiges Merkmal bei einer Kappsäge: Versuchst du nämlich, härtere Materialien zu schneiden, sinkt bei Sägen mit geringerer Leistung die Motordrehzahl des Gerätes. Das kann zu unsauberen Schnittstellen und Ausfransungen an den Schnittkanten führen.

Daher empfehlen wir, dich bestenfalls für eine Säge mit einer Leistung von 1000 Watt oder mehr zu entscheiden.

Leerlaufdrehzahl

Außerdem wichtig für präzises Arbeiten und für saubere Schnittkanten ist die Leerlaufdrehzahl der Säge. Diese gibt an, wie viele Umdrehungen das Sägeblatt pro Minute macht. Als Faustregel kannst du dir hier merken: Mindestens 3000 U / min sollte deine Säge schaffen.

Rotierender Sägeteller

Die nächsten beiden Kriterien sollen gewährleisten, dass die Säge für Schnitte in den verschiedensten Winkeln eingesetzt werden kann. Mithilfe eines rotierenden Sägetellers, meist drehbar von -45° bis 45°, kann man die Säge in der Waagerechten drehen und so beispielsweise auch waagerechte Gehrungsschnitte setzen.

Einige Profigeräte haben auch eine sogenannte Hinterschnittfunktion. Durch diese kann auch in Winkeln über 45° gearbeitet werden. Diese Funktion ist zwar sehr praktisch, für Hobbywerkler aber nicht unbedingt nötig.

Neigbarer Sägekopf

Diese Funktion hilft dabei, die Säge in der Senkrechten zu drehen. Bei den meisten Geräten sind hier Winkel von 0° bis 45° möglich, wodurch auch senkrechte Winkelschnitte gesetzt werden können.

Auch hier gibt es Profigeräte mit einer Hinterschnittfunktion, die noch größere Winkel ermöglichen. Dies ist aber auch in diesem Fall nicht unbedingt nötig.

Maximale Schnittbreite und Schnitttiefe

Anhand dieser Größen entscheidet sich, ob du das Materialstück durchtrennen kannst, an dem du arbeiten möchtest:

Die Schnittbreite hängt direkt mit dem Durchmesser des Sägeblatts zusammen, auf das wir später noch eingehen wollen. Die größte Schnittbreite wird erreicht, wenn man im rechten Winkel schneidet.

Die Schnitttiefe dagegen gibt an, wie tief ein Werkstück sein kann, damit es noch gekappt werden kann. Auch sie hängt mit der Größe des Sägeblatts zusammen.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Kappsägen ausführlich beantwortet

Beim Kauf von Kappsägen tauchen oft die gleichen Fragen auf. Wir haben daher in den folgenden Absätzen eine Auswahl der am häufigsten gestellten Fragen im Bezug auf die Säge zusammengefasst und beantwortet.

Was ist eine Kappsäge und für wen eignet sie sich?

Eine Kappsäge ist ein Arbeitsgerät für Handwerker, das das Durchtrennen von verschiedenen Materialien ermöglicht. Besonders beim Zuschnitt von Holz wird diese Art der Säge eingesetzt, um einen hohen Grad von Präzision an den Schnittkanten des Materials zu erzielen. Auch im Heizungs- und Sanitärbereich werden Kappsägen mit einem Metall-Sägeblatt versehen eingesetzt.

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Das Sägeblatt einer Kappsäge besteht aus “Körper”, dem inneren Teil, und den “Zähnen”, die mit dem Material in Kontakt kommen. Die Wahl des Sägeblatts beeinflusst, welches Material geschnitten werden kann
(Bildquelle: unsplash / Tim Foster).

Sie ist erhältlich in verschiedenen Ausführungen, und kann damit sowohl von Hobby-Bastlern als auch von professionellen Handwerkern genutzt werden: Das Handling der Säge ist sehr simpel, sie hat aber dennoch eine große Funktionalität.

Was unterscheidet eine Kappsäge von einer Gehrungssäge?

Sowohl Kapp- als auch Gehrungssägen schneiden von oben nach unten und verfügen über ein Kreissägeblatt. Kappsägen sind jedoch meist leistungsfähiger als Gehrungssägen und werden daher öfter in professionellen Handwerkerbetrieben zum Kappen von schweren Materialien verwendet, darunter auch Metalle.

Viele Kappsägen sind mittlerweile durch ihre Ausstattung in der Lage, wie Gehrungssägen auch schräge Schnitte zu erzeugen.

Was kostet eine Kappsäge?

Wie oben schon beschrieben, gibt es Kappsägen in den verschiedensten Ausführungen. Sie sind schon für unter 100€ zu haben, bis zu 1000€ kann man im Profibereich für eine solche Säge ausgeben. In der Übersicht haben wir verschiedene Preisklassen aufgelistet.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (50 – 100 €) Oft weniger leistungsfähig, weniger Funktionen und Ausstattung
Mittelpreisig (100 – 300 €) Schon einige Zusatzfunktionen (z.B. Arbeitslaser), kann durch höhere Wattzahl auch festere Materialien schneiden
Hochpreisig (ab 300 €) Umfangreiche Funktionen, verschiedenste Einstellung von Neigungs- und Gehrungswinkeln möglich, oft auch mit Vergrößerung des Sägetisches

Hier wird ersichtlich, dass man mit zunehmenden Funktionen einer Kappsäge mehr Geld dafür ausgeben müsste. Viele Handwerker greifen daher auf die Möglichkeit zurück, Geräte zu leihen, beispielsweise bei Anbietern wie Obi oder miet24.de, oder diese gebraucht zu kaufen.

Welche Funktionen hat eine Kappsäge und welche Materialien kann man damit schneiden?

Je nach Modell und Ausführung hat eine Kappsäge verschiedene Funktionen. Besonders interessant für Handwerker sind hierbei die freie Einstellung verschiedener Gehrungs- und Neigungswinkel sowie der Schnittbreiten und -tiefen.

Je nach Sägeblatt können auch verschiedenste Materialien geschnitten werden: Üblich ist natürlich das Schneiden von Holz, mit stärkeren Sägeblättern und einer höheren Leistung des Geräts kann man jedoch auch Metalle schneiden.

Wie wähle ich das richtige Sägeblatt und wie setze ich es ein?

Meist ist beim Kauf der Kappsäge bereits ein Universalsägeblatt im Lieferumfang enthalten. Es gibt jedoch die unterschiedlichsten Sägeblätter, um die verschiedensten Materialien effizient schneiden zu können. Einen kurzen Überblick findest du hier:

Typ Beschreibung Geeignet für welches Material?
CV-Sägeblätter (Chrom-Vanadium) einfaches Sägeblatt, Zähne und Körper des Sägeblattes aus Stahl, günstiger Brennholz
HM- bzw. HW- Sägeblätter (Hartmetall / Hartmetall-Werkstoff) Körper aus Stahl, Zähne aus aufgelötetem Hartmetall-Werkstoff Hartmetalle, schwere Materialien

Weitere Faktoren bei der Auswahl des richtigen Sägeblatts sind der Spanraum, der Spanwinkel und die Zahnform des Sägeblattes. Diese sind vor allem dann zu beachten, wenn man andere Werkstoffe als Holz sägen möchte.

Fazit

Die Kappsäge ist also ein Arbeitsgerät, das nicht nur aus dem Alltag vieler professioneller Handwerker, sondern wegen seiner leichten Bedienbarkeit auch aus dem vieler Hobbybastler nicht mehr wegzudenken ist. Wie bei vielen anderen Produkten gilt auch hier: Je teurer das Gerät, desto höher die Qualität. Besonders für Profis lohnt es sich hier also, lieber einmal ein paar Euros mehr auszugeben.

Mit den richtigen Funktionen, die wir im Kaufkriterienteil beschrieben haben, ist die Säge ein Alleskönner: Man kann in allen Winkel und Neigungen Schnitte setzen, sowie Schnitttiefe- und breite einstellen. Wichtig ist es außerdem, beim Schneiden härterer Materialien ein anderes Sägeblatt als das Universalsägeblatt im Lieferumfang einzusetzen.

Bildquelle: unsplash / Vance Osterhout

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