Hauswasserfilter
Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2020

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Hauswasserfilter sind in einem modernen Haushalt unabdingbar. Sie werten das ankommende Leitungswasser qualitativ auf und filtern Schmutzpartikel und andere unerwünschte Schadstoffe aus.

Unser grosser Hauswasserfilter Test 2020 wird Dir bei der Wahl des für Dich optimalen Geräts helfen. Wir haben verschiedene Modelle wie Rückspüler, Aktivkohlefilter und Ionentauscher miteinander verglichen und Dir einen Überblick über Vor- und Nachteile zusammengestellt, damit Dir die Entscheidung so leicht wie möglich fällt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Hauswasserfilter sorgen dafür, das ankommende Leitungswasser gründlich von Schmutz, Chemikalien und Bakterien zu reinigen.
  • Nebst herkömmlichen Sedimentfiltern kommen weitere Filtertypen wie Aktivkohlefilter oder Ionentauscher zum Einsatz. Komplexe Systeme wie die Umkehrosmoseanlage verbinden die verschiedenen Filtertechniken miteinander.
  • Ein einfacher Sedimentfilter gehört in jeden Haushalt und ist leicht zu reinigen. Weitere Filterelemente bedeuten zwar mehr Wartungsaufwand, doch können sie die Wasserqualität nochmals erheblich verbessern.

Hauswasserfilter Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Hauswasserfilter mit Rückspülung

Der Buderus Rückspülfilter von Honeywell ist ein idealer Sedimentfilter für den Hausanschluss. Alle gängigen Anschlussgrössen sind erhältlich, die Installation ist einfach und der Filter lässt sich durch einfaches Drehen am Ventil reinigen. Im Filter integriert ist ein Memory-Ring, an dem sich eine Erinnerung für die nächste Spülung einstellen lässt.

Dieser Filter ist bei Käufern sehr beliebt, weil er das Wasser zuverlässig von Schmutz befreit, einfach zu montieren ist und sich ohne grossen Aufwand reinigen lässt.

Der beste Hauswasserfilter mit inkludierter Druckminderung

Der Honeywell MiniPlus-FK Rückspülfilter liefert Sedimentfilter und Druckminderer in einem. Der Wasserdruck wird gut sichtbar angezeigt und kann über einen ergonomischen Regler eingestellt werden. Ist der Druck einmal eingestellt, erfüllt er seine Aufgabe zuverlässig. Die Reinigung des Filters ist einfach und muss nur alle paar Wochen erfolgen. Es sind verschiedene Anschlussgrössen verfügbar.

Bevorzugst Du einen Rückspülfilter mit integriertem Druckminderer, so ist dieses Modell von Honeywell sicherlich eines der besten auf dem Markt.

Der beste Hauswasserfilter mit Aktivkohle

Der Carbonit Wasserfilter VARIO-HP Classic ist ein Trinkwasser-Filtersystem, das sich einfach und schnell z.B. unter der Spüle anbringen lässt. Die Filterpatrone mit Carbonit Aktivkohle reinigt das Wasser zuverlässig von Bakterien, Pestiziden, Medikamentenrückständen und Schwermetallen wie Blei oder Kupfer.

Dieser Wasserfilter von Carbonit ist ideal für Dich, wenn Du Dein Trinkwasser nach der einfachen Sedimentfilterung noch weiter qualitativ aufwerten und von Schadstoffen befreien willst.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst Du Hauswasserfilter vergleichen und bewerten

Hauswasserfilter ist nicht gleich Hauswasserfilter. Eine Vielzahl an möglichen Modellen ist heutzutage erhältlich. Die folgenden Kriterien helfen Dir bei der Entscheidung:

Rückhaltung Schadstoffe

Ein guter Hauswasserfilter muss das Wasser in erster Linie gründlich von Rohrresten und sonstigen Kleinteilchen befreien. Diesen Zweck erfüllen schon einfache Rückspülfilter für wenig Geld.

Rein mechanische Filter befreien das Wasser jedoch weder von Kalk noch von chemischen Substanzen oder Mikroorganismen. Zu diesem Zweck sind raffinierte Kombisysteme erhältlich, bei denen neben dem Sedimentfilter auch noch Aktivkohle oder spezielle Granulate zur chemischen Wasseraufbereitung zum Einsatz kommen.

Überlege Dir vor dem Kauf genau, wie sauber Du das Wasser haben möchtest. Ein Sedimentfilter ist für den gesamten Haushalt unabdingbar, doch muss z.B. das Toilettenwasser nicht von herausragender Qualität sein. Es lohnt sich, zusätzliche Filter nur an einzelnen Wasserhähnen zu installieren.

Anschluss

Der Filteranschluss sollte aus stabilem Messing bestehen und darf auf keinen Fall undicht sein, denn der Filter ist nach der Installation einem hohen Wasserdruck ausgesetzt.

Achte auch auf das Anschlussmass. Es bezeichnet die Grösse des Anschlussventils am Filterkopf und wird in Zoll angegeben. Welche Grösse Du brauchst, hängt vom Durchmesser der Leitungen in Deinem Haushalt ab. Üblich sind die Grössen 3/4″, 1″ und 1 1/4″.

Wartung & Reinigung

Ein Hauswasserfilter verlangt nach regelmässiger Reinigung, um eine Kontamination des Wassers zu verhindern. Verschiedene Filtertypen beanspruchen dabei unterschiedlichen Aufwand.

In erster Linie lassen sich rückspülbare Filter natürlich erheblich einfacher reinigen als nicht rückspülbare.

Alle zwei bis drei Monate musst Du hier eine Spülung vornehmen, um den Filter von Partikeln zu befreien. Er bleibt so für mehrere Jahre einsatzfähig und braucht keine zusätzliche Wartung. Nicht rückspülbare Filter sind Verbrauchsprodukte und Du wirst sie alle paar Monate ersetzen müssen, was natürlich weitere Kosten generiert.

Zusätzliche Filtereinheiten wie z.B. Aktivkohlefilter lassen sich ebenfalls nicht reinigen. Du musst sie regelmässig austauschen.

Lebensdauer

Auch bei ordnungsgemässer Reinigung musst Du die Filterkerzen von Zeit zu Zeit austauschen. Wie oft das nötig ist, hängt von der Wasserqualität und Durchflussmenge ab bzw. wie stark der Filter beansprucht wird. Handelt es sich um ein kombiniertes System wie z.B. ein Sedimentfilter mit zusätzlichem Vorfilter und Aktivkohleblock, musst Du die einzelnen Filterkerzen individuell wechseln. Bei Normalverbrauch und durchschnittlicher Wasserqualität gilt:

  • Rückspüler: Nach der Reinigung sind sie wieder komplett sauber – einzig das Material nutzt sich mit der Zeit ab. Gute Rückspüler sollten gut zwei Jahre einsatzfähig sein.
  • Aktivkohlefilter: Da die Schadstoffe an der Kohle hängen bleiben und sich nicht wieder ausspülen lassen, sind diese Filter wesentlich weniger lange einsatzfähig. Nach drei bis sechs Monaten müssen sie gewechselt werden.
  • Ionentauscher: Auch Ionentauscher-Patronen zur Wasserentkalkung sind drei bis sechs Monate einsatzfähig.

Ratgeber: Fragen, mit denen Du Dich beschäftigen solltest, bevor Du einen Hauswasserfilter kaufst

Warum ein Hauswasserfilter?

Hauswasserfilter dienen dazu, das ankommende Leitungswasser von Schmutzpartikeln, Kalk, Chemikalien und anderen Schadstoffen zu befreien.

Zwar wird das Wasser bereits im Wasserwerk qualitativ aufbereitet, doch legt es bis zu unserem Haushalt einen langen Weg zurück. Beim Durchfliessen der Rohre können Sand- und Rostteilchen eingespült werden. Oftmals sind diese Leitungen jahrelang im Einsatz und aufgrund des hohen Wasserdrucks stark verkalkt. Auch Montagearbeiten an den Rohren können Verunreinigungen zur Folge haben.

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Besonders in alten Gebäuden sind viele verlegte Rohre noch aus Eisen oder Stahl. Kleinste Teilchen können sich lösen und ins Trinkwasser gelangen.
(Bildquelle: pixabay.com / distelAPPArath)

Hauswasserfilter werden direkt am Wasseranschluss des Haushalts montiert und filtern das gesamte ankommende Wasser. Daneben können zusätzliche Filteranlagen z.B. am Trinkhahn das Wasser weiter aufbereiten.

Sind Hauswasserfilter Pflicht?

Die europäische Norm DIN 1988 schreibt mechanische Sedimentfilter in Häusern mit metallischen Rohren gesetzlich vor und ebenso den genauen Standort des Filters im Haus. Die verwendeten Filter müssen den aktuellen Prüfstandards genügen.

Diese Filter dienen einzig dazu, Schwebstoffe und kleine Partikel wie Rostteilchen oder Sandkörnchen aus dem Wasser zu entfernen. Bei älteren Gebäuden fehlen solche Filter allerdings oft, da diese Norm früher nicht bestand.

Eine Nachrüstpflicht besteht nicht, ist aber sehr zu empfehlen. Besonders hier finden wir nämlich Leitungen, die noch aus Eisen oder gar Blei bestehen.

Die Entfernung weiterer unerwünschter Stoffe wie Chemikalien, Medikamente oder Kalk bleibt jedem Haushalt selbst überlassen. Es ist sinnvoll, zusätzliche Filter z.B. zur Trinkwasseraufbereitung nur am entsprechenden Hahn anzubringen, statt das gesamte Wasser des Haushalts aufzubereiten.

Ist die Anschaffung eines Hauswasserfilters sinnvoll?

Bei älteren Gebäuden sind die Rohre oft von starker Korrosion geprägt oder bestehen gar noch aus dem Schwermetall Blei. Hier sollte man definitiv nachrüsten. Rostpartikel, Sandkörnchen oder ähnliche Teilchen können Maschinen und Geräte oder Dichtungen im Haus beschädigen sowie durch Ablagerung zur Abnutzung der Leitungen beitragen.

Im Übrigen wird das deutsche Trinkwasser streng kontrolliert, eine Gesundheitsgefahr besteht nicht. Die zusätzliche Aufbereitung ist also nicht zwingend nötig, kann jedoch der Geschmacksverbesserung oder Wasserenthärtung dienen und zusätzlich Stoffe ausfiltern, die in geringen Mengen noch vorhanden sind, u.a. Trüb- & Geschmacksstoffe, Bakterien, chemische Stoffe wie Pestizidreste, Medikamente oder Hormone.

Was kostet ein Hauswasserfilter?

Die Kosten für einen einfachen Sedimentfilter liegen zwischen 130 und180 Euro. Zwar gibt es Modelle aus Kunststoff um die 40 Euro, doch für einen langfristigen Einsatz lohnt sich die Investition in ein qualitativ hochwertiges Produkt. Ausschlaggebend für den Preis sind besonders das Material des Filters und die Flexibilität in der Anwendung. Hinzu kommen Extras wie Druckmessgerät, weitere Filtereinheiten oder sonstiges Zubehör.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Anschaffungs- & Folgekosten der gängigen Filtertypen:

Filtertyp Anschaffungskosten Folgekosten
Sedimentfilter mit Rückspülung ca. 130 – 180 € ca. 20 – 50 € pro Ersatzfilter
Aktivkohlefilter ca. 150 – 250 € ca. 30 – 80 € pro Ersatzfilter
Ionentauscher ca. 150 – 250 € ca. 30 – 80 € pro Ersatzfilter
Umkehrosmoseanlage ca. 150 – 450 € ca. 50 – 80 € pro Ersatzfilterset

Nebst dem Anschaffungspreis solltest Du aber auch die Folgekosten berücksichtigen. Filterkartuschen musst Du regelmässig ersetzen, einige häufiger als andere. Wie oft dies nötig ist, hängt vom Typ des Filters sowie von der Qualität und Menge des gefilterten Wassers ab.

Wo kann ich Hauswasserfilter kaufen?

Hauswasserfilter sind im Fachhandel und auf dem Baumarkt erhältlich, ebenso bei diversen Spezialhändlern und Online-Shops. Ein grosses Angebot an getesteten und vielfach bewerteten Artikeln findest Du hier:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • hornbach.de
  • bwt-aqua.ch
  • brita.ch

Entscheidung: Welche Arten von Hauswasserfiltern gibt es und welche ist die richtige für Dich?

Zum Einsatz kommen verschiedene Filtertypen, die mit unterschiedlichen Techniken arbeiten und das Wasser damit gezielt von bestimmten Partikeln und Stoffen befreien. Gängig sind die folgenden:

Filtertyp Vorteile Nachteile
Sedimentfilter mit Rückspülung Reinigt Wasser von Schmutzpartikeln, einfache Installation, einfache Reinigung Filtert nur feste Partikel – Keime, Chemikalien und Kalk bleiben im Wasser
Ionentauscher Entkalkung des Wassers, Wasser schmeckt dadurch besser und schont Haushaltgeräte Voller Filter braucht Ersatz, sorgsame Wartung nötig
Aktivkohlefilter Entfernt Chemikalien, Pestizide und Geschmacksstoffe, Wasser wird dadurch sehr sauber Voller Filter braucht Ersatz, sorgsame Wartung nötig
Umkehrosmosefilter Hocheffizientes Verfahren, sehr sauberes Wasser als Resultat Hoher Energie- und Wasserverbrauch, Spurenelemente müssen wieder hinzugefügt werden

Hersteller kombinieren oft verschiedene Systeme. Beispielsweise gibt es Filter, die Aktivkohle mit Ionenaustauschern, speziellen Kalk-Katalysatoren oder UV-Bestrahlung vereinen, ebenso wie mehrstufige Umkehrosmose-Systeme.

Sedimentfilter mit Rückspülung

Herkömmliche Hauswasserfilter ohne Zusatzfunktionen haben den Zweck, das ankommende Leitungswasser von Kleinstpartikeln zu reinigen. Seit einigen Jahren sind solche Filter in allen deutschen Haushalten gesetzlich vorgeschrieben. Üblicherweise befinden sie sich direkt nach dem Wasserzähler.

Diese grobe Reinigung ist nötig, weil das Wasser auf seinem Weg von der Aufbereitungsanlage bis in unser Haus einen langen Weg über Leitungen, Rohre, Ventile und Dichtungen zurücklegt und es dabei kleinste Teilchen wie Abrieb von Dichtungsleitungen, winzige Plastikteilchen, Rostpartikel oder Mikroorganismen aufnimmt.

Eine Rückspülung ist sehr einfach durchzuführen und es fallen keine weiteren Kosten an. Die Mehrheit der Wasserfilter verfügt über eine sogenannte Rückspülfunktion.

Bei einer Rückspülung lässt man das Wasser mit vollem Druck in entgegengesetzter Richtung durch den Filter laufen. Dabei lösen sich die angesammelten Schmutzpartikel und der Filter bleibt sauber zurück. Eine Rückspülung ist sehr einfach durchzuführen und es fallen keine weiteren Kosten an.

Filter ohne Rückspüler gibt es auch, doch ihre Handhabung ist wesentlich komplizierter. Mindestens alle vier Monate muss man die Filterkartusche austauschen. Das kostet jedes Mal Geld und teilweise muss sogar der Fachmann den Austausch vornehmen.

Vorteile
  • Reinigt Wasser von Schmutzpartikeln
  • Einfache, schnelle Reinigung
  • Einfache Montage
Nachteile
  • Filter kann verkeimen
  • Filtert nur feste Partikel
  • Regelmässige Kontrolle nötig

Ionentauscher

Ionenaustauscher haben die Enthärtung des Wassers zum Zweck. Zu hartes Wasser verursacht Kalkablagerungen, die einen raschen Verschleiss von Rohren und Haushaltsgeräten zur Folge haben. Regelmässiges Entkalken schafft zwar Abhilfe, doch eine zentrale Wasserentkalkungsanlage verhindert die Schäden komplett.

Unter der Härte des Wassers verstehen wir die Menge der gelösten Erdalkalimetalle, also vorwiegend Kalzium und Magnesium. Der Kalziumgehalt ist für die Berechnung ausschlaggebend: 1°dH (deutsche Härtegrade) entspricht 10 mg an gelöstem CaO in einem Liter Leitungswasser. Ein spezieller Filter ist bei einem Härtegrad von über 14°dH sinnvoll.

Der Ionentausch besteht darin, dass dem Wasser Kalzium- oder Magnesium-Ionen entzogen werden und gegen Natrium- oder Chlorid-Ionen ausgetauscht werden. Die Härte des Wassers wird damit verringert.

Vorteile
  • Entkalkung des Wassers
  • Schont Haushaltgeräte und Leitungen
  • Weiches Wasser schmeckt besser
Nachteile
  • Voller Filter kann Ionen plötzlich konzentriert abgeben
  • Filter kann verkeimen
  • Regelmässiges Erneuern der Austauscherharze

Aktivkohlefilter

Aktivkohle filtert eine Vielzahl an unerwünschten & giftigen Chemikalien wie Pestizide oder Medikamente. Trotz Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk werden solche Stoffe nämlich nicht immer vollständig entfernt. Ebenso können Aktivkohlefilter den Geschmack des Wassers verbessern, indem sie unangenehme Geruchs- und Geschmacksstoffe zurückhalten.

Die grosse innere Oberfläche der Aktivkohle führt dazu, dass gelöste Partikel sich darauf verfangen (Adsorption) und von der Kohle aufgenommen werden. Die Filterelemente verbrauchen sich mit der Zeit und Du musst sie in regelmässigen Intervallen wechseln.

Im Gegensatz zu Ionentauschern kann Aktivkohle nur ungeladene Partikel adsorbieren. Mineralien, Salze und Kalk werden nicht gefiltert.

Vorteile
  • Entfernung von Chemikalien, Pestiziden, Medikamenten etc.
  • Entfernung unangenehmer Geruchs- und Geschmacksstoffe
  • Entfernung von übriggebliebenen grösseren Partikeln
Nachteile
  • Voller Filter kann Stoffe konzentriert wieder abgeben
  • Entfernt keinen Kalk
  • Filter kann verkeimen
  • Regelmässiges Ersetzen des vollen Filters

Umkehrosmose

Die Umkehrosmose ist ein höchst effektives Reinigungsverfahren, das selbst stark verschmutztes Wasser von nahezu allen gelösten Stoffen reinigt. Osmosewasser ist fast so rein wie destilliertes Wasser.

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Das durch ein Umkehrosmoseverfahren gereinigte Wasser ist fast so rein wie destilliertes Wasser.
(Bildquelle: rclassenlayouts / 123rf.com)

Bei diesem Verfahren pressen elektrische Pumpen das Wasser durch eine Membran, die nur in eine Richtung durchlässig ist. Nur kleine Moleküle wie Wasser werden durchgelassen, grössere Stoffe wie Nitrat, Phosphat, Mineralstoffe oder Schwermetalle bleiben hängen. Das Resultat ist hochreines Wasser.

Vorteile
  • Hocheffektive Reinigung
  • Kombiniertes Filtersystem
  • Wartungsarm und lange Lebensdauer
Nachteile
  • Entfernt sämtliche Ionen und Salze aus dem Wasser, was nicht gesund ist
  • Membran kann verkeimen
  • Hoher Energie- und Wasserverbrauch

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Hauswasserfilter

Wozu ist der Druckminderer?

Der Druckminderer ist unmittelbar hinter der Wasseruhr installiert und hat die Funktion, den hohen Druck in den Leitungen auf ca. 2.0 – 2.5 bar für die Hausinstallation zu reduzieren. Für jedes Stockwerk rechnen wir noch 0.3 – 0.4 bar hinzu, doch ein zu hoher Wasserdruck hätte Schäden für das Leitungssystem im Haushalt zur Folge.

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Der Druckminderer wird direkt hinter der Wasseruhr installiert und reduziert den hohen Eingangsdruck für die Hausleitungen.
(Bildquelle: support.alfiltra.de / Kundendienst von Alfiltra)

Den Hauswasserfilter installieren wir üblicherweise direkt nach dem Druckminderer, damit er für den gesamten Haushalt wirksam ist. Einige Modelle weisen auch einen integrierten Regler für den Wasserdruck auf.

Wie und wie oft reinige ich einen Rückspülfilter?

Der Vorteil von Wasserfiltern mit Rückspülfunktion liegt an ihrer einfachen Reinigung. Du lässt dabei ganz einfach das Wasser in entgegengesetzte Richtung durch den Filter laufen. Sie sind dann wieder sauber und einsatzbereit, weitere Kosten fallen keine an. Anders ist das bei Filtern ohne Rückspüler, für die Du bei jeder Reinigung eine neue Kartusche kaufen musst.

Einfache Rückspüler am Hausanschluss verlangen etwa alle zwei Monate nach einer Reinigung. Dazu ist aber nicht jedes Mal ein Fachmann nötig. Du kannst ihn ganz einfach selbst spülen. So geht’s:

  1. Abwasserventil kontrollieren: Ist unter dem Filter ein Wasserablauf vorhanden? Falls nicht benutzt Du einen Eimer, um das Wasser aufzufangen.
  2. Spülung: Öffne den Hahn unterhalb des Filters und lasse die Spülung etwa fünf bis zehn Sekunden laufen.
  3. Vorgang wiederholen: Je nach Verschmutzungsgrad und um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Partikel aus dem Filter gespült werden, wiederholst Du die Spülung ein- bis zweimal.

Das folgende Video zeigt die genannten Schritte anschaulich:

Wie wechsle ich die Filterkartusche?

Auch den Filter eines Rückspülers musst Du gelegentlich auswechseln. Der Vorgang ist allerdings einfach, Du kannst ihn eigenhändig durchführen.

Dazu drehst Du zuerst den Wasserzulauf ab und ebenso die Leitung, die ins Haus führt. Der Filter steht damit isoliert in der Mitte und Du kannst ihn mit einem Filterschlüssel abmontieren. Dabei läuft eventuell noch etwas Wasser aus. Tausche die Filter aus, drehe das Filtergehäuse wieder fest und löse beide Zuläufe.

Das folgende Video zeigt die Schritte nochmals anschaulich:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Informationen des DVGW zur Trinkwasserinstallation: https://www.dvgw.de/medien/dvgw/leistungen/publikationen/twin07-1309.pdf

[2] https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/trinkwasserqualitaet

[3] https://www.wiwo.de/technologie/umwelt/test-in-69-staedten-so-dreckig-ist-unser-trinkwasser/10641992.html

[4] www.hauswasserfilter.info

Bildquelle: ronstik/ 123rf.com

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