Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2021

Für viele Heimgärtner gehört ein Gartenhäcksler zum festen Bestandteil. Die praktischen Zerkleinerer verringern dein Abfallvolumen um mehr als 50 Prozent. Dabei zerstückeln die kraftvollen Gartengeräte von Laub, über Gestrüpp bis hin zu Ästen alles, was im Garten anfällt. Das Häckselgut kann dann optimal zum Kompostieren, Düngen oder Mulchen genutzt werden. Ob Walzen – oder Messerhäcksler. Benzin – oder Elektrohäcksler. Die Auswahl ist riesig.

Dein Garten muss mal wieder auf Vordermann gebracht werden und du überlegst dir, ob du dir einen Häcksler anschaffen sollst? Eine Zeitersparnis bieten dir Häcksler auf jeden Fall. Doch worauf solltest du bei einem Neukauf achten? Auf welche technischen Details kommt es an?




Das Wichtigste in Kürze

  • Egal, ob Laub oder Äste. Mit einem Gartenhäcksler kann fast jeder Grünschnitt kleingeschnitten werden. Je nach Art der Nutzung kannst du dich zwischen Walzen – oder Messerhäckslern entscheiden.
  • Walzenhäcksler sind weitaus leiser und eignen sich für die Gartenarbeit gut, wenn du in einem Wohngebiet wohnst. Lautere Messerhäcksler sind für große Gärten eine gute Möglichkeit. Hier kannst du das Häckselgut direkt zum Mulchen nutzen.
  • Das kleine Häckselgut nimmt weniger als die Hälfte des Platzes ein und lässt sich hervorragend als Gehwegbelag, zum Mulchen oder Kompostieren nutzen.

Häcksler: Favoriten der Redaktion

Der beste Walzenhäcksler für den Heimgärtner

Der absolute Topkandidat in seiner Klasse. Der leise Walzenhäcksler überzeugt mit starker Leistung und einem Preis von knapp unter 200 Euro.

Mit dem automatischen Rückwärtslauf bei Blockanden kann so manche Verstopfung verhindert werden. Erst durch das Einsetzten des Auffangkorbes ist das Gerät betriebsbereit. Dies sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Bewertung: Gerade wenn du nicht zu viel Geld in die Hand nehmen willst, aber trotzdem viel häckseln möchtest, findest du kaum ein besseres Produkt auf dem Markt.

Der beste Messerhäcksler für den Heimgärtner


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (23.11.21, 15:24 Uhr), Sonstige Shops (26.11.21, 16:56 Uhr)

Du möchtest vor allem schnell kleines Geäst häckseln? Dann ist der Messerhäcksler dein perfekter Partner. Mit 2500 Watt ist er leistungsstärker als viele andere Häcksler, sollte doch nicht mit zu sperrigen Ästen überlastet werden.

Bewertung: Besonders praktisch ist der einfache und rasche Aufbau, der von vielen Nutzer gelobt wird. Gerade für Hobbygärtner mit kleinerem Garten und gelegentlicher Grünschnittzerkleinerung ist das Produkt deine optimale Wahl.

Der beste Häcksler unter 150 Euro

Der absolute Preiskracher unter den Walzenhäcksler. Mit etwas unter 150 Euro kannst du dir mit dem Produkt einen leisen und recht leistungsstarken Gartenhelfer zulegen. Mit seinen 2800 Watt zerkleinert er Äste bis zu 44 Millimeter. Durch die eingebaute Laufrichtungsumkehrung lassen sich eingeklemmte Äste leicht entfernen.

Bewertung: Möchtest du also nur gelegentlich etwas zerkleinern, schont dieser Häcksler nicht nur das Gehör, sondern auch deinen Geldbeutel. Gerade als kostenbedachter Heimgärtner machst du hiermit alles richtig.

Der beste ohrfreundliche Häcksler


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Dieser Gartenhäcksler ist sehr leise, aber dennoch kraftvoll. Er hat einen hohen Bedienkomfort. Außerdem ist er wartungsarm und hat einen effizienten Materialdurchsatz. Er arbeitet zudem mit der Walzentechnik.

Bewertung: Weiters hat das Gerät einen Überlastschalter und einen 30 Liter Fangsack.

Der beste praktische Häcksler

Das Produkt hat eine extra kraftvolle Häckselleistung. Das optimierte Fräswalzen-Schneidsystem liefert enormen Materialdurchsatz von 190 kg/h für bis zu 40 mm starke Äste.

Bewertung: Außerdem ist er äußerst praktisch. Dank des abnehmbarem Trichters ist er nur noch 67 cm hoch.

Kauf- und Bewertungskriterien für Häcksler

Um dir die Entscheidung für den optimalen Häcksler zu erleichtern, erklären wir dir die wichtigsten Vergleichsmerkmale.

Folgende Kriterien solltest du bei Häckslern vergleichen:

Nachfolgend erfährst du, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Aststärke

Vor dem Kauf solltest du dir klarmachen, welches Material du hauptsächlich zerkleinern willst. In den typischen Gärten fällt Schnittgut oder Gestrüpp an. Mit diesem Material wird heutzutage fast jeder Häcksler fertig.
Auch Äpfel lassen sich meist mit einem Häcksler zerkleinern. Dabei solltest du aber auf die Antriebsart achten, die wir dir weiter unten erklären.

Wenn du  auch mal größere Äste zerkleinern willst, sind Geräte für Aststärken bis zu 45 Millimeter optimal. Einige Häcksler können sogar Äste bis zu 80 Millimeter zerkleinern. Hierfür ist dann aber ein stärkerer Motor nötig, der meist den Preis nach oben schraubt.

Sollen noch größere Äste gehäckselt werden, wird das Gewicht und das Gerät größer. Ob sich die Anschaffung für dich lohnt oder du lieber ein Gerät mieten solltest, kannst du unten im Ratgeber nachlesen.

Generell gilt, lieber ein Gerät für etwas größere Aststärken anschaffen. Denn auch dünne Äste verklemmen gerne mal das Schneidewerk.

Antriebsart

Grundsätzlich kannst du zwischen einem Elektrohäcksler und einem benzinbetriebenem Häcksler wählen.

Elektrohäcksler

Elektrohäcksler sind meist sehr leise und kompakt. Wenn du also in einem Wohngebiet mit enger Nachbarschaft wohnst, kann dies ein wichtiger Punkt sein.
Zu bedenken ist, dass diese Art von Häcksler immer einen Stromanschluss benötigen. Hier sollte also entweder eine nahegelegene Steckdose oder ein Verlängerungskabel vorhanden sein.

Zudem ist die Leistung der E-Häcksler meist schwächer als bei benzinbetriebenen Geräten. Daher solltest du dir auch hier vorher überlegen, wie groß dein Grünschnitt ist.

Benzinhäcksler

Benzinhäcksler sind in der Regel leistungsstärker. Äste mit 80 Millimeter Durchmesser stellen selten eine Herausforderung dar. Auch eine weitaus schnellere Arbeitsweise ist ein Merkmal dieser Geräte. Örtlich bist du ebenfalls freier, da du keinen Stromanschluss benötigst.

Allerdings zeigt sich die große Leistung in einer hohen Lautstärke. Bei benzinbetriebenen Häckslern sollte daher unbedingt ein Gehörschutz getragen werden. Diese Vorteile spiegeln sich im Preis wieder. Benzinbetriebene Geräte sind meist etwas teurer.

Solltest du also eher in einem Wohngebiet wohnen, wo kleine Äste und Gestrüpp anfallen, ist ein Elektrohäcksler wahrscheinlich deine Wahl.
Wenn du ein großes Gartengrundstück mit größeren Bäumen besitzt, kann dir ein Benzinhäcksler einigen Ärger ersparen.

Leistung

Es gilt, je mehr Leistung dein Häcksler hat, desto problemloser arbeitet er.

Die meisten Häcksler arbeiten mit etwa 2000 Watt. Für eine normale 230 Volt Steckdose mit eigener Sicherung ist dies noch schaffbar. Diese Leistung reicht auch für einen typischen Garten mit kleineren Ästen und Gestrüpp aus.

Leistungsstärkere Geräte werden zumeist über 380 Volt Starkstrom betrieben. Hier befinden sich dann Häcksler ab einer Leistung von 3000 Watt. Vor dem Kauf eines solchen Häckslers solltest du unbedingt abklären, ob du über einen Starkstromanschluss verfügst.

Falls du keine Steckdose in Gartennähe hast oder größere Äste gehäckselt werden sollen, kann ein benzinbetriebener Häcksler ebenfalls eine gute Alternative sein.
Konkrete Leistungsempfehlungen für Benzinhäcksler findest du unten im Ratgeber.

Schneidwerk

Die grundlegende Unterscheidung bei Gartenhäckslern liegt im Schneidewerk. Walzenhäcksler zerquetschen Äste und Zweige, Messerhäcksler hacken diese klein.

Diese Unterscheidung führt zu einer eher leiseren Arbeitsweise bei den Walzenhäckslern. Besonders hartes Holz und Äste kannst du damit gut zerkleinern. Das Häckselgut ist hier gröber und faseriger, was gut zum Kompostieren ist.

Walzenhäcksler bieten gutes Material zum Kompostieren.

Die lauteren Messerhäcksler liefern kleinere Holzschnitzel. Diese eignen sich gut für einen Gehwegbelag oder zum Mulchen. Besonders weiches Material kann gut mit einem Messerhäcksler zerkleinert werden. Etwa einmal pro Saison sollten die Messer ausgetauscht oder geschliffen werden.
Bei Walzenhäckslern muss dies nicht gemacht werden.

Mache dir also vorher Gedanken, welches Material du zerkleinern willst und wie lärmempfindlich deine Nachbarschaft ist.

Gewicht

Auch wenn das Gewicht auf den ersten Blick zweitrangig erscheint, solltest du dies bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen. Denn gerade auf unebenem Boden und mit weiterem Zubehör kann ein Häcksler schnell an die 30 Kilogramm wiegen.

Dies ist nicht unbedingt schlimm, da ein schwereres Gerät einen stabileren Stand hat. Durch den Antrieb und das Nachfüllen von Ästen ist der Häcksler jedoch einigen Erschütterungen ausgesetzt. Um ein Umkippen zu verhindern, solltest du daher auf stabile Räder und einen festen Griff achten.

Das Gehäuse ist meist aus Kunststoff. Neben einem leichteren Gewicht dient dies vor allem der Lärmreduzierung.

Lautstärke

Solltest du auf einem großen Grundstück mit weit entfernten Nachbarn wohnen, ist die Lautstärke meist zu vernachlässigen. Doch gerade in städtischen Wohngebieten kann der Lärmpegel deines Häckslers zu einem Problem werden.

Messerhäcksler sind weitaus lauter als Walzenhäcksler.

Es mag sein, dass du mit deinem benzinbetriebenem Messerhäcksler den Grünschnitt sehr schnell zerkleinern kannst. Aber dies bringt dir wenig, wenn du aufgrund von empfindlichen Nachbarn den Häcksler nie aus der Garage holst.

Mit Lautstärken im Bereich von 80 Dezibel gibt es bereits einige Geräte, die dein Gehör und den Nachbarschaftsfrieden bewahren.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Häcksler kaufst

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Fragen zu deinem Häckslerkauf detailliert beantwortet.

Was macht ein Häcksler?

Häcksler oder auch Gartenschredder zerkleinern unterschiedliches Material. Gartenhäcksler werden in der Regel für Äste, Laub, Gestrüpp oder Sträucherschnitt eingesetzt. Durch unterschiedliche Schneidwerke wird Grünschnitt in kleine, schnell kompostierbare Stücke zerhackt.

Das anfallende Häckselgut kann dann als Mulch, Häckselschnitzel oder auch Viehfutter genutzt werden. Mulch entsteht dabei vor allem durch Sträucher, Baumrinde oder Grasschnitt. Durch größere und kleinere Äste entstehen Häckselschnitzel, welche als Gehwegbelag genutzt werden können. Aus Rüben oder Stroh kann Viehfutter gewonnen werden.

Häcksler

Für die meisten Gärten reicht ein Elektrohäcksler mit etwa 2000 Watt. Hiermit kannst Grünschnitt von Hecken und Sträuchern gut zerkleinert. (Bildquelle: Vezeteu David /Unsplash)

Gartenhäcksler haben je nach Einsatzort und -art entweder ein Walzenschneidwerk oder ein Messerschneidwerk. Weitere Schneidwerke sind Wendelschneidwerke und Kombinationen, die aber eher Nischenprodukte sind.

Walzenhäcksler zerquetschen Häckselgut durch langsame Umdrehungen einer Walze, die das Häckselgut gegen eine Platte presst. Dabei wird die Struktur des Häckselguts so vergrößert, dass es danach gut zur Kompostierung genutzt werden kann.
Messerhäcksler zerhacken Grünschnitt durch rotierende Messer in kleine Stücke. Durch diese Arbeitsweise sind Messerhäcksler jedoch weitaus lauter. Schau dir gerne zum besseren Verständnis das Video in der Rubrik “Entscheidung: Welche Arten von Häckslern gibt es?” an.

In der Landwirtschaft werden große Feldhäcksler eingesetzt. Diese dienen zur Zerkleinerung von Erntegut wie Getreide. Für den privaten Gartenbereich sind Feldhäcksler nicht geeignet.

Wie benutze ich einen Häcksler?

Durch einen Trichter drückt man Geäst in Richtung des Schneidwerks. Die Walze oder das Messer zerkleinern das Häckselgut in kleine Stücke und werfen sie je nach Bauart unten oder seitlich aus.

Bei Walzenhäckslern wird das Häckselgut etwas eingezogen, sodass man das Geäst nicht die ganze Zeit weiter drücken muss. Hierbei ist Vorsicht geboten, damit die eigene Hand nicht mit eingezogen wird.
Es bietet sich immer an einen Gehörschutz zu tragen, da die Geräte laut sein können.

Neben benzinbetriebenen Häckslern gibt es Elektrohäcksler, welche per Stromanbindung funktionieren. Hierfür ist ein Stromanschluss nötig. Je nach Gerät reicht eine normale 230 Volt Steckdose aus. Für leistungsstärkere Geräte wird 380 Volt Starkstrom benötigt.

Gartenhäcksler mit Messerschneidwerk sollten etwa einmal pro Saison geschärft werden. Nach jedem Gebrauch des Häckslers bietet sich eine Säuberung mit dem Handfeger an.

Wie repariere ich einen Häcksler?

Meist liegt gar kein großer Defekt am Häcksler vor, sondern eines der folgenden Probleme

  • Häcksler ist verstopft
  • Schneidmesser sind stumpf
  • Häcksler ist überhitzt
  • Öl ist leer (nur bei Benzinhäckslern)

Verstopftes Schneidwerk

Ein verstopftes Schneidwerk ist die häufigste Ursache. Werden Äste nicht mehr eingezogen werden oder das Messer dreht sich nicht mehr, streikt das Gerät. Ein zu großes Häckselgut zum Beispiel kann die Messer und die Walze zum Stillstand bringen. Mit folgenden Schritten bekommst du deinen Häcksler wieder zum Laufen.

  • Häcksler vom Strom nehmen
  • Befestigungsschrauben der Abdeckung lösen und abnehmen
  • Häckselgut aus Messer oder Walze entfernen
  • Ggf. Äste mit einer Zange lösen
  • Abdeckung wieder befestigen

Stumpfe Messer

Stumpfe Messer können bei Messerhäckslern ein langsames Arbeiten zur Folge haben. Diese sollten etwa einmal pro Saison ausgetauscht werden. Bei den meisten Geräten sind die Messer über einfache Schrauben befestigt. Auch hier gilt, Gerät erst vom Strom nehmen und dann die Abdeckung lösen.

Überhitzung

Bei einer Überhitzung greift automatisch die Stopp-Automatik. Nimm das Gerät vom Strom und lasse es komplett auskühlen. Jetzt kannst du die Abdeckung abnehmen und nach der Ursache suchen. Eingeklemmte Holzstücke solltest du entfernen und den Häcksler erneut starten. Sollte das Gerät immer noch nicht funktionieren, ziehe einen Fachmann zur Rate.

Ölstand

Der Ölstand sollte ab und an, zum Beispiel am Ende der Saison, bei Benzinhäckslern überprüft werden. Der Motor wird durch das Öl gekühlt und geschmiert. Ist nicht genügend Öl vorhanden, kann es zu einer Überhitzung oder kostspieligen Reparatur kommen.

Häcksler

Zerkleinertes Häckselgut eignet sich hervorragend zum Kompostieren oder Mulchen. Je nach Häckslerart hast du am Ende unterschiedlich große Stücke. (Bildquelle: Eddie Kopp / Unsplash)

Welcher Häcksler eignet sich für welches Material?

Möchtest du vorwiegend hartes Holz und Äste häckseln, eignet sich ein Walzenhäcksler. Weiches Laub bleibt gerne in der Walze hängen und führt zu lästigen Verstopfungen.

Messerhäcksler haben dieses Problem weniger, kommen jedoch bei dickeren Ästen an ihre Grenzen. Besonders durch hartes und trockenen Holz werden die Messer schnell stumpf und müssen ausgetauscht werden.

Kommt es dir vor allem auf das Häckselgut an, welches am Ende aus dem Häcksler kommt? Hier lohnt es sich einen Blick auf die Art des Häckslers zu werfen.
Da Walzenhäcksler den Grünschnitt eher zerdrücken, hat dies danach eine größere Oberfläche. Der Grünschnitt dient also gut zum Kompostieren, da er gut zersetzt wird.

Messerhäcksler werfen kleine, gehackte Stücke aus. Diese kannst du gut als Gehwegbelag nutzen. Außerdem hinterlassen die Messer eine glatte Oberfläche auf dem Häckselgut, sodass die Stücke nicht so gut zersetzt werden können. Solch ein Häckselgut eignet sich zum Beispiel zum Mulchen.

Eine kleine Übersicht zur groben Materialanwendung siehst du hier.

Häckslerart Grünschnittzustand Häckselgut
Walzenhäcksler hartes Holz, trockenes Holz faserig, gut zum Kompostieren und als Humus
Messerhäcksler weicher Grünschnitt Gehwegbelag, gut zum Mulchen

Wie stark muss mein Häcksler sein?

Grundlegend arbeiten Messerhäcksler mit bis zu 4000 Umdrehungen pro Minute. Walzenhäcksler haben eine komplett andere Arbeitsweise und besitzen eine sich langsam drehende Walze mit ca. 40 Umdrehungen pro Minute.
Wie viel Leistung dein Häcksler haben sollte, hängt in erster Linie von dem Material ab, welches du häckseln möchtest.

  • Dünne Äste bis 40 Millimeter:  Bei normalem Grünschnitt mit ca. 40 Millimeter dicken Ästen, reicht ein etwa 2200 Watt Häcksler meist aus. Walzenhäcksler haben meist etwas mehr Leistung und befinden sich in etwa bei 2500 Watt. Bei normalen 230 Volt Steckdosen funktionieren diese Elektrohäcksler meist einwandfrei.
  • Mittlere Äste bis 60 Millimeter:  Willst du größere Äste mit 60 Millimeter zerkleinern, eignen sich 3500 Watt Geräte. Hier musst du jedoch darauf achten, dass diese Starkstrom benötigen. Stelle vorher sicher, dass du so einen Anschluss besitzt.
  • Dicke Äste ab 70 Millimeter: Solltest du noch größere Äste zerkleinern wollen, so bieten sich Benzinhäcksler an. Diese beginnen bei etwa 4000 Watt und sind vor allem für Äste ab 70 Millimeter geeignet. In den meisten Gärten fallen jedoch sehr selten so große Äste an. Falls du doch ein leistungsstarkes Benzingerät benötigst, haben wir dir hier eine kleine Richtschnur aufgelistet.

Welche Schneidwerke gibt es?

Grundsätzlich unterscheiden sich Häcksler zwischen Walzen – und Messerhäckslern. Wie weiter oben ausführlicher erklärt, haben beide Arten ihre Vor- und Nachteile.

  • Walzenhäcksler zerquetschen Äste und Gartenschnitt, indem eine Walze gegen eine Platte drückt. Dabei werden die Grünabfälle eher faserig aufgespalten. Durch diese stark vergrößerte Struktur eignet sich das Häckselgut vor allem zum Kompostieren.
    Walzenhäcksler können auch härteres Holz und trockene Äste problemlos zerkleinern, bei denen Messerhäcksler schneller versagen.
  • Messerhäcksler eignen sich, wenn du vor allem weiches Material zerkleinern willst. Hier wird durch ein sich schnell drehendes Messer der Grünschnitt zerhackt. Das Häckselgut kann dann gut zum Mulchen oder als Gehwegbelag genutzt werden.

Preislich liegen Messerhäcksler unter Walzenhäcksler, sind jedoch meist leistungsschwächer und weitaus lauter.
Turbinenhäcksler besitzen sowohl eine Walze als auch Messer und können daher variabel eingesetzt werden. Diese Flexibilität spiegelt sich jedoch auch im Preis wider und sollte gut durchdacht sein.

Welche Antriebsarten gibt es?

Am weitesten verbreitet in kleinen Gärten sind Elektrohäcksler. Diese laufen meist über eine 230 Volt Steckdose und können über ein Verlängerungskabel problemlos in Betrieb genommen werden. Besonders leistungsstarke Häcksler benötigen Starkstrom.

Benzinbetriebene Häcksler sind eine Alternative, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist. Die 4 – Takt Motoren sind jedoch meist sehr laut und daher für Wohngebiete eher ungeeignet. Aufgrund der höheren Leistung sind Benzinhäcksler oft teurer als Elektrohäcksler.

(Bildquelle: Ikkytok / 123rf)

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