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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2021

Heutzutage entscheiden sich viele Menschen bei einem Neubau für den Kauf und Bau eines Fertighauses. Hier wird vor allem die schnelle Bauweise gepriesen und geschätzt. Schnell wird der wichtigste Faktor beim Bau eines Hauses vergessen, nämlich die Kosten für ein Fertighaus und welche unterschiedliche Dimensionen diese annehmen können.

Dieser Beitrag wird dir klarmachen, welche Kosten ein Fertighaus mit sich bringt. Es geht nicht nur um die Kosten des Fertighauses an sich, sondern auch um mögliche Kosten die neben dem eigentlichen Hausbau entstehen. Ein Vergleich mit den Kosten anderer Haustypen und Bauweisen soll dir die optimale Übersicht bieten, damit du die Kosten optimal einschätzen kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Fertighäuser stellen eine sehr moderne und immer öfters gefragte Bauweise dar. Markant an dieser Bauweise ist, dass die Einzelteile des Hauses vorher in einer Produktionshalle gefertigt und an der Baustelle in wenigen Tagen zusammengesetzt werden.
  • Es gibt Fertighäuser in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Je nach Anbieter ist es sogar möglich, eine bestimmte Ausbaustufe zu wählen. Dann sind eigene Arbeiten in und am Haus möglich, auch um Kosten zu sparen.
  • Mit Blick auf die Kosten gilt es vor allem die einflussnehmenden Faktoren zu berücksichtigen. Der endgültige Preis des Hauses ist die Summe vieler eigens getroffenen Entscheidungen.

Kosten für ein Fertighaus: Was du wissen solltest

Wenn der Entschluss steht sich ein Eigenheim zu kaufen, dann steht jeder vor der Entscheidung, ob es denn ein Neubau wird oder der Kauf eines bestehenden Hauses. Wer sich dann für den Neubau entscheidet, hat dann wieder die Qual der Wahl. Beim endgültigen Entschluss zum Hausbau sollte genau beachtet werden, welche Kosten damit verbunden sind.

Fertighäuser gibt es nämlich in den unterschiedlichsten Varianten und Preisklassen. Nur wer wirklich weiß was er oder sie will, kann die Kosten eines Fertighauses optimal einschätzen. Fertighäuser sind in Deutschland eine immer öfters genutzte Option. So waren 2020 beispielsweise 38,5 Prozent aller Neubauten in Baden-Württemberg Fertighäuser (1).

Was ist ein Fertighaus?

Fertighäuser stellen eine spezielle Art des Hausbaus dar. Der Wortteil “fertig” rührt daher, dass das Bauunternehmen die großen Einzelteile des Hauses in seinen Produktionshallen vorfertigt. Meist ist ein Fertighaus nach Kundenwunsch gestaltet oder nach einem Modell ausgewählt.

Die fertigen Einzelteile werden vom Fertighaushersteller an die Baustelle geliefert, wo diese dann innerhalb weniger Tage zusammengesetzt werden. Dem Bauherren bzw. der Bauherrin bleibt dabei die Wahl, ob das Haus auf einem Fundament oder der Kellerdecke errichtet wird. Ob dem Haus ein Keller hinzugefügt ist meist eine Frage des Geldes.

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Ein großer Bagger rückt dann an, wenn sich die Käufer für einen Keller entscheiden. Der Keller ist aber ein großer Kostenfaktor. (Bildquelle: Luke Besley / Unsplash)

Bei der Fertigbauweise werden bereits beim Bau der Einzelteile in den Produktionshallen zusätzliche Dämmschichten verwendet. Somit sind bezüglich des Energieverbrauchs optimale Messwerte möglich. Was die Energiewerte angeht nehmen Fertighäuser deswegen im Vergleich einen sehr guten Platz ein (2).

Dass es sich um ein Fertighaus handelt, verrät die Optik später nicht. Heutzutage sind beim Fertighausbau die unterschiedlichsten Materialien im Einsatz. Je nach Wunsch ist ein Fertighaus oft individuell gestaltbar und kann eine ganz persönliche Handschrift annehmen.

Fertighäuser sind aufgrund der Möglichkeit, die Einzelteile am Baugrundstück schnell zusammenzusetzen, die schnellste Art einen Neubau zu vollziehen. Ausgehend von der Planung vergehen durchschnittlich zwischen 5 und 9 Monaten bis zur endgültigen Übergabe an den neuen Hausbesitzer. Die Dauer wird unter anderem durch die individuellen Wünsche des Kunden beeinflusst.

Was ist bei einem Fertighaus alles dabei?

Beim Bau eines Fertighauses bestehen viele Möglichkeiten, inwieweit das Haus bei der Übergabe als fertig bezeichnet werden kann. Viele Hersteller von Fertighäusern bieten unterschiedliche Services diesbezüglich an. Letzten Endes ist es aber deine Entscheidung, was “fertig” bedeuten soll. In diesem Abschnitt zeigen wir dir die unterschiedlichen Ausbaustufen.

Es ist wichtig für dich zu wissen, was bei deinem möglichen Deal rund um ein Fertighaus alles enthalten ist und worum du dich nach der Übergabe eventuell noch selbst kümmern musst. Wir unterscheiden für dich 5 verschiedene Ausbaustufen (3).

Rohbauhaus

Rohbauhäuser enthalten sehr viele Eigenleistungen durch den Käufer bzw. Bauherren. Im Paket enthalten wäre demnach nur der Rohbau. Das bedeutet, dass die Baufirma lediglich dafür sorgt, dass die äußere Hülle des Hauses steht. Um den kompletten Innenausbau muss sich dann aber der Bauherr selbst kümmern.

Wer sich um den Innenausbau des Hauses selber kümmern möchte sollte wissen, wie die Dinge aus der Werkzeugtasche eingesetzt werden müssen.

Vorteilhaft an dieser Variante ist, dass große Teile von Bau- und Handwerkerkosten wegfallen. Der Neubau kann insgesamt um 30 Prozent günstiger werden (4). Logisch ist, dass ein kleinerer benötigter Kredit leichter zu bekommen ist.

Jedoch sollte berücksichtigt werden, dass bei dieser Variante Wille, Ausdauer sowie handwerkliches Geschick gefragt ist. Zudem kann sich die Dauer des Baues deutlich verlängern, was zusätzlichen Stress und Arbeit bedeuten kann.

Bausatz-Selbstbauhaus

Bausatz-Selbstbauhaus meint die größte Eigenleistung bei den genannten Ausbaustufen. Bei dieser Ausbaustufe bringt die Baufirma die bestellten Baumaterialien lediglich zur Baustelle. Der Aufbau der Teile sowie der darauf folgende Innenausbau wird dann meistens durch den Bauherren selbst geleitet. Die Aufsicht unter einem Bauleiter ist unter Umständen möglich.

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Auch bei einem Fertighaus kann die Planung ein Zeitfaktor sein. Hersteller bieten teilweise persönlichen Gestaltungsspielraum an. (Bildquelle: Daniel McCullough / Unsplash)

Wiederum vorteilhaft ist diese Variante, da hier enorme Kosteneinsparungen vorgenommen werden können. Jedoch geht dies wieder mit der Tatsache einher, dass sehr viel Eigenleistung gefragt ist. Hier solltest du dir ebenfalls die Frage stellen, welches handwerkliche Geschick du mitbringst und vor allem welche Zeit du in dieses Projekt stecken kannst.

Ausbauhaus

Ausbauhäuser ähneln in ihrer Ausbaustufe klar dem Rohbauhaus. Die Baufirma ist hier dafür zuständig, den Rohbau und somit die Außenhülle des Gebäudes zu errichten. Bei dieser Ausbaustufe lässt sich ebenfalls sparen, da der Innenausbau in erster Linie in Eigenregie des Käufers stattfindet.

Im Unterschied zum Rohbauhaus ist es aber bei einem Ausbauhaus möglich, die in Eigenregie geregelten Bauleistungen des Innenausbaus mit der Baufirma zu besprechen. Traust du dir etwa nur die kleinen und handwerklich weniger aufwändigen Arbeiten zu, dann kannst du dies mit der Baufirma absprechen. Die Profis übernehmen dann die anspruchsvollen Arbeiten im Innenbereich des Hauses.

Schlüsselfertiges Haus

Schlüsselfertiges Haus ist in der Tat eine sehr schwierige Bezeichnung. Bei schlüsselfertigen Häusern denkt jeder direkt daran, dass diese sofort bezugsfertig sind. Es ist durchaus möglich, dass bei manchen Anbietern schlüsselfertige Häuser gleichzeitig bezugsfertige Häuser sind, jedoch ist dies kein Muss. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt.

Hier sollte eine klare Absprache mit dem Hersteller des Fertighauses gehalten werden. Zudem ist es immer wichtig zu Wissen, welche Leistungen genau im Paket, also im Vertrag enthalten sind. Schlüsselfertige Häuser können nämlich unter Umständen kleine Eigenleistungen enthalten (z.B. Malerarbeiten). Selbst kleine selbst erledigte Arbeiten können zu Kosteneinsparungen führen.

Bezugsfertiges Haus

Bezugsfertige Häuser sind genau das, was der Name verspricht. Bei dieser Ausbaustufe wird auch der Innenausbau komplett durch den Fachmann erledigt. Es sind also keine eigenen Arbeiten und kein zusätzlicher eigener Zeitaufwand nötig.

Insgesamt ist dies auch in puncto Kosten kein unwesentliches Thema. Es zeigt sich nämlich, dass die gewählte Ausbaustufe ein beeinflussender Faktor ist, was die Kosten des Fertighauses betrifft. Hier solltest du dir darüber klar sein, welche Variante wohl am besten zu dir passt.

Nach der Übergabe durch die Baufirma kann direkt der Einzug ins neue Haus begangen werden. Das Fertighaus ist dann sofort bewohnbar und dir bleiben dann maximal Kleinstarbeiten wie die Anbringung und Beschriftung deines Briefkastens.

Von Vorteil ist hierbei, dass eine Menge Zeit gespart und Stress vermieden werden kann. Zudem ist kein handwerkliches Können vonnöten. Auf der anderen Seite muss aber berücksichtigt werden, dass diese Ausbaustufe klar die teuerste von allen ist.

Welche Preisklassen gibt es?

Ein neues Haus soll heutzutage den persönlichen Geschmack und Stil des Käufers treffen. Neben anderen Bauarten machen es auch Fertighäuser möglich, individuelle Wünsche erfüllen zu lassen. Je nach Anbieter gibt es Fertighäuser, welche man vorher in sogenannten Musterhausparks vorher besichtigen kann. Oder es entsteht eine individuelle Gestaltung.

Egal wie das Haus später aussieht, in jedem Fall sollten die Themen Geld und Kosten eine wichtige Rolle spielen. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Fertighaus zu erwerben wird um den Kostenaspekt nicht herumkommen.

Welche Dimensionen der Preis des neuen Fertighauses annehmen kann, wollen wir dir deswegen anhand einiger Fakten aufweisen. Durchschnittlich liegt der Marktpreis eines Fertighauses in Standardausführung bei 1.700 bis 2.000 Euro pro qm bewohnbarer Fläche (5).

Die folgende Tabelle soll dir einen ersten Eindruck darüber vermitteln, welche Preisklassen bei Fertighäusern (hier: für ein Haus mit 160 m²) zu erwarten sind (5). Da dieser Überblick aber nur auf Durchschnittswerten basiert  erklären wir dir weiter unten im Beitrag noch, welche Faktoren den Preis eines Fertighauses bestimmen.

Preisklasse Möglicher Preis
Sehr preiswert 112.000 Euro
Preiswert 208.000 Euro
Mittelpreisig 272.000 Euro
Gehoben 368.000 Euro
Luxoriös 432.000 Euro

Wie du im Überblick sehen kannst variieren die Preise und Kosten für ein Fertighaus sehr stark. Diese Kostenschwankungen zeigen dir, dass der letztendliche Preis für dein eigenes Fertighaus von verschiedenen Faktoren mitbestimmt wird. Das Wissen über diese Faktoren könnte für dich von großem Vorteil sein, weshalb dich der nächste Abschnitt darüber informieren soll.

Wie setzten sich die Kosten für ein Fertighaus zusammen?

Wie schon beschrieben hängen die Kosten für ein neues Fertighaus von vielen Faktoren ab. Die Information darüber ist sinnvoll und nützlich, da du über diese Faktoren starken Einfluss auf den endgültigen Preis deines Fertighauses nehmen kannst. Folgende Faktoren solltest du bei den Kosten eines Fertighauses berücksichtigen (5, 6, 7):

  • Haustyp und Hausgröße
  • Grundstück und Lage des Hauses
  • Lage des Hauses
  • Keller oder Bodenplatte
  • Ausbaustufe und Ausstattung
  • Baunebenkosten
  • Außenanlagen

Die eben genannten Kostenfaktoren wollen wir dir nochmal im Detail erklären, damit du bestens über sie Bescheid weißt.

Haustyp und Hausgröße

Haustyp und Hausgröße sind nicht zu vernachlässigende Kostenfaktoren. Ob beim Bau das klassische Einfamilienhaus, eine Stadtvilla oder ein Bungalow bevorzugt wird, ist für die Kosten eines Hauses ungemein wichtig. So sind natürlich einfache Designs und Konstruktionen günstiger zu haben als ungemein komplizierte und individuelle Wünsche.

Du solltest dir darüber im Klaren sein, wie viel Wohnfläche du für deine persönlichen Bedürfnisse benötigst. Hier lohnt es sich mit Sinn und Verstand heranzugehen, denn mehr Wohnfläche bedeutet gleichzeitig auch höhere Kosten. Jedes Stockwerk mehr macht eine markante Summe Geld aus, die du zusätzlich aufbringen müsstest.

Grundstück und Lage des Hauses

Grundstück und Lage des Hauses sind wichtige Faktoren bei den Kosten eines Fertighauses. Da heutzutage viele Menschen den Traum vom neuen Eigenheim verfolgen, kann sich die Suche nach dem passenden Grundstück als sehr schwierig herausstellen. Je nach Ansprüchen an das Grundstück kann eine lange Zeitspanne vergehen bis der passende Bauplatz da ist.

Der Grundstückspreis schwankt je nachdem, wie groß es ausfallen soll. Zudem gibt es regionale Unterschiede. In Regionen, wo Grundstücke rar sind, können die Preise und die Konkurrenz umso höher sein. Du solltest dir überlegen, ob du eher auf dem Land oder in einem städtischen Gebiet bauen möchtest.

Keller oder Bodenplatte

Keller oder Bodenplatte? Bei einem Fertighaus ist dies eine Frage, die sich jeder mögliche Hausbesitzer stellen muss. Beim Bau eines Fertighauses liegt es nämlich am Bauherren, ob ein Keller existent sein soll oder nicht. Der Einbau eines Kellers ist mit zusätzlichem Zeitaufwand und Kosten verbunden.

Keller oder nicht ist keine unwesentliche Frage, denn der Hauspreis wird bis zu einem Anteil von 15 Prozent vom Keller bestimmt (7). Dies hat den Grund, dass anstatt dem Bau einer Bodenplatte erst einmal der Bagger eine Baugrube ausheben muss. Du solltest dir also sicher sein, ob du einen Keller benötigst oder nicht.

Ausbaustufe und Ausstattung

Ausbaustufe und Ausstattung haben großen Einfluss auf die Kosten eines Fertighauses. Es ist entscheidend, ob ein Fertighaus bei der Übergabe schlüsselfertig ist oder es sich um ein Ausbauhaus handelt. Je mehr der Bauherr oder die Bauherrin selbst Hand anlegen, desto mehr Kosten können zum Beispiel für Handwerker gespart werden.

Die Ausstattung spielt vor allem auf die verwendete Haus- und Heiztechnik an. Moderne Technik hat ihren Preis. Bei der Ausstattung ist einerseits die Rede von größeren Dingen wie Klimaanlage und Heizung. Andererseits sind auch vergleichsweise kleinere Dinge wie Möbelstücke oder eine Mülltonnenbox gemeint.

Baunebenkosten

Baunebenkosten beschreiben alle Kosten, die neben dem eigentlichen Hauspreis anfallen. Diese summieren sich schnell auf bis zu 15 Prozent der Gesamtkosten (5). Gemeint sind hier etwa Kosten für Makler, Notar, Steuern, Versicherungen oder Genehmigungen.

Außenanlagen

Außenanlagen machen als Kostenpunkt rund 5 Prozent der Gesamtkosten aus (5). Neben dem Haus ist es auch im Interesse der allermeisten Hausbesitzer, über eine ansprechende Außenanlage mit einem gepflegten Garten zu verfügen. Die Planung und Umsetzung kosten hier Geld. Hier spielt dann auch wieder die Grundstücksgröße eine wichtige Rolle.

Wie lange dauert es bis man in ein Fertighaus einziehen kann?

Ganz nach dem Motto “Zeit ist Geld” ist es im Interesse des Käufers zu wissen, wie lange der Bau eines Fertighauses in Anspruch nehmen kann. Es ist vorstellbar, dass ein früherer Einzugstermin Kostenersparnisse wie zum Beispiel im Bereich der Miete mit sich bringt.

Wenn du deine Umzugskartons also etwas früher wieder auspacken kannst, dann sind für dich unter Umständen Kosteneinsparungen möglich. Die Dauer des Fertighausbaus hängt aber vor allem von der Ausbaustufe und den individuellen Gestaltungswünschen des Käufers ab.

Ein Fertighaus entsteht meistens innerhalb von 6 bis 8 Monaten, ausgehend vom Vertragsabschluss (8). Ein wichtiger Faktor ist hier die gewählte Ausbaustufe des Fertighauses sowie der gewünschte Haustyp.

Wie ist die Lebensdauer eines Fertighauses?

Mit dem Bau eines Hauses sind persönliche Entscheidungen und ein finanzieller Kraftakt verbunden. Wer ein Haus baut, sieht dieses nicht nur als Zuhause, sondern aus einem gewissen Blickpunkt aus auch als Investition ins Leben. Natürlich ist es da von großer Bedeutung, wie es um die Immobilieninvestition in Zukunft besteht.

Der Weiterverkauf gestaltet sich beim Fertighaus bezüglich des Wertes etwas schwieriger. Auf dem Markt werden diese Immobilien nämlich nicht so hoch eingestuft. Die Lebensdauer eines Fertighauses lässt sich zwischen 60 und 90 Jahren einordnen. Um eine lange Lebensdauer der Immobilie zu bewerkstelligen sind regelmäßige Sanierungsarbeiten vonnöten (9).

Welche Vor- und Nachteile haben Fertighäuser?

Damit du die Kosten besser einschätzen kannst, liefern wir dir eine Übersicht über die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Fertighauses.

Vorteile
  • kürzere Bauzeit
  • wetterunabhängiger Bau
  • Musterhäuser zur Besichtigung
  • Ausbaustufen
  • Energieeffizienz
Nachteile
  • weniger Gestaltungsfreiheit
  • geringerer Wiederverkaufswert
  • geringerer Schallschutz
  • witterungsanfälliger
  • mangelnde Wärmespeicherung

Wie du siehst, zeichnet sich das Fertighaus durch positive und negative Punkte aus. Du solltest dir genug Zeit nehmen und genau überlegen, welche Faktoren für dich die wichtigsten sind.

Wie kann ein Fertighaus finanziert werden?

Natürlich können die meisten Leute ein Haus nicht auf einmal bezahlen. Viele Anbieter von Fertighäusern bieten deswegen eine Ratenzahlung an, damit die Summe gestemmt werden kann. Wer einen Kredit aufnimmt, hat idealerweise genug Eigenkapital zur Verfügung, um sich gute Vertragskonditionen zu sichern. Bei hoher Tilgung sind die Schulden schneller Vergangenheit.

Wer auf besonders günstige Konditionen rund um den Kredit hofft, kann die Möglichkeit einer staatlichen Förderung prüfen. So bietet sich eventuell die Förderung durch ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an (10). Bei der Finanzierung sind viele Details zu beachten, die am besten alle auf ihre Lage und besonderen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Was kosten Alternativen zu Fertighäusern?

Neben Fertighäusern gibt es weitere beliebte Bauweisen. Es lohnt sich diese Bauweisen hinsichtlich ihrer Art und Kosten zu vergleichen. Damit solltest du die Kosten eines Fertighauses neu und besser betrachten können. Die Zahlen zeigen die Durchschnittspreise eines Einfamilienhauses nach Bauweise und mit einer Wohnfläche von 120 qm (7).

Fertighaus

Das Fertighaus ist eine sehr schnelle Bauweise. Fertighäuser sind in verschiedenen Ausführungen und Ausbaustufen vorhanden. Eine individuelle Planung ist nicht immer machbar. Die Einzelteile werden nach der Planung vorgefertigt und an der Baustelle in wenigen Tagen zusammengesetzt. Kosten: 100.000 – 220.000 €.

Massivhaus

Das Massivhaus ist die am weitesten verbreitete Bauweise. Hierbei werden die unterschiedlichsten Materialien verwendet. Architekten sind meistens mit der Planung des Hauses beauftragt, was individuelle Wünsche möglich macht. Die Planung und der Bau dauern oft länger, jedoch wird Massivhäusern ein längeres Leben vorausgesagt. Kosten: 150.000 – 280.000 €.

Holzhaus

Holzhäuser stellen ebenfalls eine verbreitete Art und Weise dar zu bauen. Hier wird wie der Name schon sagt mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz gearbeitet. Die Bauzeit fällt vergleichsweise gering aus. Holzhäuser weisen eine gute Energieeffizienz auf. Allerdings sind sie wartungsintensiver, da die Witterung eine größere Rolle spielt. Kosten: 130.000 – 250.000 €.

Fazit

Dieser Beitrag hat dir gezeigt, dass es beim Fertighaus diverse Kostenpunkte zu beachten gibt. Um den Preis eines neuen Fertighauses einschätzen zu können sind genaue Vorstellungen zu diesen Faktoren notwendig. Die Kosten werden nicht nur durch individuelle Wünsche beeinflusst.

Der ungefähre Preis kann durch die verschiedenen Preisklassen ausgemacht werden. Du solltest zudem die Kosten eines Fertighauses mit Blick auf die Vor- und Nachteile sehen und sie mit den Kosten anderer Bauweisen vergleichen. Letzten Endes sollte der Preis basierend auf deinen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen betrachtet werden.

Bildquelle: Breno Assis / Unsplash

Einzelnachweise (10)

1. statista.com: Anteil der Fertighäuser am gesamten Neubau in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 nach Bundesländern. Statista. 2021
Quelle

2. fertighaus.de: Was ist ein Fertighaus? - Die Grundlagen verständlich erklärt. Thomas Müller. 07.08.2018
Quelle

3. musterhaus.net: Ausbaustufen: Mit Eigenleistung bei den Baukosten sparen!
Quelle

4. musterhaus.net: Rohbau bauen lassen
Quelle

5. musterhaus.net: Fertighaus Preise & Kosten.
Quelle

6. schwabenhaus.de: FERTIGHAUS PREISE UND KOSTEN. Schwabenhaus
Quelle

7. aroundhome.de: Hausbau: Preise & Finanzierung. Aroundhome. 2021
Quelle

8. fertighauswelt.de: Bauzeit eines Einfamilienhauses
Quelle

9. immobilienfonds-news.de: Lebensdauer Fertighaus: 1980, 1990, 2000 und heute?. Marius Beilhammer
Quelle

10. www.vr.de: Ich möchte ein Haus finanzieren.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Anteil der Fertighäuser am gesamten Neubau in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 nach Bundesländern
statista.com: Anteil der Fertighäuser am gesamten Neubau in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 nach Bundesländern. Statista. 2021
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Was ist ein Fertighaus? - Die Grundlagen verständlich erklärt
fertighaus.de: Was ist ein Fertighaus? - Die Grundlagen verständlich erklärt. Thomas Müller. 07.08.2018
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Ausbaustufen: Mit Eigenleistung bei den Baukosten sparen!
musterhaus.net: Ausbaustufen: Mit Eigenleistung bei den Baukosten sparen!
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Rohbau bauen lassen
musterhaus.net: Rohbau bauen lassen
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Fertighaus Preise & Kosten
musterhaus.net: Fertighaus Preise & Kosten.
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FERTIGHAUS PREISE UND KOSTEN
schwabenhaus.de: FERTIGHAUS PREISE UND KOSTEN. Schwabenhaus
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Hausbau: Preise & Finanzierung
aroundhome.de: Hausbau: Preise & Finanzierung. Aroundhome. 2021
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Bauzeit eines Einfamilienhauses
fertighauswelt.de: Bauzeit eines Einfamilienhauses
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Lebensdauer Fertighaus: 1980, 1990, 2000 und heute?
immobilienfonds-news.de: Lebensdauer Fertighaus: 1980, 1990, 2000 und heute?. Marius Beilhammer
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Ich möchte ein Haus finanzieren
www.vr.de: Ich möchte ein Haus finanzieren.
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