Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2021

Um einen glänzenden Parkettboden wie in den großen Geschäften zu haben, ist Epoxidharz die ideale Lösung. Es ist ein hartnäckiger Werkstoff, welche für viele Handwerker oder Private eine vielfältige Nutzung hat. Der Epoxidharz bringt jene Flächen zu glänzen, wo sie eingesetzt wird. Je nach Mischung und der Art müssen einige Kriterien bei der Verwendung beachtet werden.

In unserem Beitrag zu dem Thema Epoxidharz versuchen wir dir alle Eigenschaften und besonderen Tricks näher zu erklären. Dabei gehen wir auch auf die eigentliche Nutzung beziehungsweise auf die genaue Verwendung ein.




Das Wichtigste in Kürze

  • Epoxidharz ist eine chemische Verbindung aus Harz und Härter. Das Mischungsverhältnis sollte dabei genau berücksichtigt werden. Meist steht das Verhältnis 1:1 oder 1:2.
  • Durch den vielfältigen Einsatz von Harz gewinnt es immer mehr an Bedeutung. Es dient beispielsweise als Klebstoff für Reparaturen, zur Versiegelung von unterschiedlichen Böden und für das Erstellen von individuellen Schmuckstücken.
  • Die Nachteile des teuren Kunststoffes sind, dass es nicht UV-beständig, für die Haut reizend und allergisch ist. Aus diesem Grund sollten gewisse Sicherheitsmaßnahmen bei der Verwendung beachten werden.

Hintergründe: Was du über Epoxidharz wissen solltest

In diesem Abschnitt haben wir die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet, damit du mehr Verständnis und Informationen zu dem Werkstoff bekommst.

Was ist Epoxidharz und woraus setzt es sich zusammen?

Epoxidharz wird im englischsprachigen Raum auch “Resin” genannt. Immer mehr integriert sich das Wort im deutschsprachigen Raum. Aus diesem Grund wirst du bei den meisten Artikeln mit dem Synonym konfrontiert.

Grundsätzlich handelt es sich bei Epoxidharz um einen Kunstharz das in ganz unterschiedlichen Gebieten eingesetzt werden kann.(1) Es ist eine chemische Verbindung und gehört zu der Kategorie “teurer Kunststoff”.

Um das Harz herstellen zu können, muss eine Mischung aus zwei aufeinander abgestimmten Komponenten erfolgen. Meist handelt es sich um einen passenden Härter und weiteren Zusatzstoffen.

Im Weiteren Verlauf kommt es zu einer chemischen Reaktion und die Verwendung kann starten. Im Endeffekt handelt es sich nach der Mischung um einen duroplastischen Kunststoff, welches nach der Aushärtung nicht verformbar, sondern widerstandsfähig ist.(2)

Welche verschiedenen Arten von Epoxidharz gibt es?

Grundlegend unterscheidet man zwischen zwei Epoxidharze. Zum einen gibt es das hochviskose und zum anderen das niedrigviskose Epoxidharz. Viskose stammt von dem Nomen Viskosität und beschreibt somit die Fließflüssigkeit der chemischen Mischung.(3) Eine hohe Viskosität bedeutet demzufolge, dass die Flüssigkeit viel dickflüssiger und im Gegenteil hat eine niedrige Viskosität eine leichte Fließfähigkeit und ist dünnflüssig.

Hochviskose Epoxidharz

Das hochviskose Epoxidharz wird auch mit dem Wort zähflüssig in Verbindung gesetzt. Neben dieser Bezeichnung ist sie auch als Laminierharz bekannt, da sie für die Versiegelungen von Gegenständen oder Böden sehr gut eignet.(4)

Ebenfalls kann es in der Kunst bzw. beim Gießen von Wandbildern, Gemälden oder Skulpturen und im Bootsbau eingesetzt werden. Bei dieser dickflüssigen Masse, welches mit Honig vergleichbar ist, kann es schnell dazu kommen, dass bei der Verwendung eine zu dicke Schicht entsteht. Infolgedessen würde die Härtezeit viel länger dauern als normal.

Aus diesem Grund solltest du dir die Herstellerangaben genau durchlesen und die empfohlene Schichtdicke zu Herzen nehmen, damit mögliche Probleme verhindert werden können. Meistens wird eine Dicke von maximal zweieinhalb Zentimeter empfohlen.

Niedrigviskose Epoxidharz

Im Gegenzug ist das niedrigviskose Epoxidharz sehr dünnflüssig. In ihrer Branche ist es auch unter dem Begriff Gießharz bekannt. Dieses Wort wurde wahrscheinlich von der Konsistenz abhängig gemacht, denn es lässt sich wie gesagt sehr einfach gießen. Es eignen sich zum Gießen von bestimmten Formen. Ebenfalls wird diese Variante in der Schmuckindustrie bevorzugt.

Epoxidharz

Durch die wässrige Eigenschaft lässt sich das niedrigviskose Epoxidharz sehr gut in Risse oder Löcher hineingießen. (Bildquelle: Y S/ Unsplash)

Falls du diese Art präferierst und sie dir zulegst, solltest du zwischen den Schichten einen großen Zeitabschnitt einplanen. Das dünnflüssige Epoxidharz benötigt viel länger Zeit, um zu 100 % auszutrocknen beziehungsweise auszuhärten.

Im Durchschnitt benötigt eine Schicht zum Aushärten mindestens 12 Stunden. Der Vorteil zum hochviskosen Epoxidharz liegt darin, dass du dickere Schichten auftragen kannst, ohne dabei Probleme zu bekommen.

Welche Aufgabe hat Epoxidharz?

Das Epoxidharz hat unterschiedliche Aufgaben, da die Mischung unzählige Verwendungsmöglichkeiten bietet. Grundsätzlich wird sie als hartnäckiger Kleber(5), als Reaktions- und Einbrennlacke oder als Versiegelung von unterschiedlichen Böden verwendet.

Durch die abgestimmten Komponenten hat die Flüssigkeit eine hohe Klebkraft. Des Weiteren wird das Epoxidharz als Einbettmittel und als Formmassen in der Elektrotechnik und Metallindustrie eingesetzt.

Wie gefährlich bzw. schädlich ist Epoxidharz?

Da es sich beim Epoxidharz um eine chemische Verbindung handelt, kann man sich schon denken, dass es sich dabei um teilweise ätzende, reizende und giftige Stoffe handelt. Es kann jedoch nicht zu 100 % gesagt werden, dass das Resin gefährlich bzw. schädlich ist. Je nach Mischung kann sich die Verträglichkeit ändern.

Eine Schutzbrille, Atemschutzmaske und Schutzhandschuhe sind ein Muss bei der Verwendung.

Bei jeder Herstellung werden unterschiedliche Grundstoffe verwendet. Manche Stoffe beinhalten mehr giftige Substanzen als ein anderer. Industriell hergestellte Epoxidharze sind meist günstiger, aber beinhalten bei der Massenverarbeitung stärkere gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe.

Es ist unabhängig, wann du mit dem Epoxidharz in Kontakt kommst. Das Einatmen der chemischen Reaktion sollte vermieden werden. Der Kontakt mit der Haut sollte ebenfalls soweit es geht minimiert werden, denn es könnte zu allergischen Reaktionen und Reizungen kommen.(6) Ebenfalls solltest du bei der Verwendung darauf achten, dass der Raum, indem verarbeitet wird, gut belüftet ist.

Nachdem die Verarbeitung erfolgt ist und das Epoxidharz auf der Oberfläche haftet und ausgehärtet ist, besteht auch keine Gefahr mehr, dass der Stoff noch ätzend oder reizend ist. Die chemische Verbindung ist ab dem Zeitpunkt meistens neutral, ungiftig und lebensmittelecht.

Was ist das richtige Mischungsverhältnis beim Epoxidharz?

Das optimale Mischungsverhältnis von Harz und Härter ist 1:0,5. Je nach Härter kann das Verhältnis auch zu 1:0,6 stehen, dadurch kann das Material besser aushärten. Durch eine richtige Mischung entsteht eine ideale Flüssigkeit, welche für den gewünschten Einsatzgebiet am besten ist. Es gibt bestimmte Mischungsverhältnisse, die von manchen Herstellern für bestimmte Oberflächen festgelegt werden.

Wenn der Anteil von deinem Harz im Vergleich zum Härter eindeutig höher ist, kann es dazu kommen, dass die Oberfläche, worauf die Flüssigkeit hinauf gegossen wird, klebrig bleibt und nicht gänzlich austrocknen kann.

Andersherum, also wenn deine Mischung aus zu viel Härter hergestellt wurde, kann ein Teil des Harzes nicht reagieren. Es kommt zu einer kristallisierte Oberfläche und die Fläche kann spröde werden. Bei beiden Mischungen kann weder das Harz, noch der Härter sich gut miteinander mischen und es kommt zu unerwünschten Problemen.

Was hilft gegen das Vergilben des Epoxidharzes?

Die chemische Zusammensetzung wird meist als glasklare Flüssigkeit verarbeitet. Nach dem Aushärten des Epoxidharzes auf einer Oberfläche oder Material kann es nach einer bestimmten Zeit anfangen zu vergilben.

Viele kennen den Hintergrund dafür nicht, welches das Ganze auslöst. Wie bei anderen Materialien und Gegenständen auch verändert sich das Harz, wenn es für eine lange Zeit mit UV-Licht in Kontakt kommt.(7)

Epoxidharz

Das Vergilben entsteht meist durch die Einwirkung von UV-Strahlen oder normalen Raumlichtern. (Bildquelle: Hassan OUAJBIR/ Unsplash)

Manche Hersteller benutzen bei der Herstellung von dem Harz bzw. Härter UV-Strahlen-Stabilisator, welche zum Schutz vor Verfärbungen dienen soll.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Vergilbung gänzlich ausgeschlossen ist. Meist wird der Prozess der Verfärbung verzögert. Ebenfalls kannst du dir selber einen UV-Stabilisator zusätzlich bestellen und es eigenständig mit deinem Epoxidharz vermischen.

Wie viel kostet Epoxidharz?

Epoxidharz kann für günstig eingekauft werden, aber dafür kannst du keine große Menge erwarten. Die stärksten Einflüsse auf den Preis haben die Eigenschaften des Harzes und die Grundstoffe, welche in der Produktion verwendet wurden.

Des Weiteren wird der Preis auch von den unterschiedlichen Arten, die Bedingungen der Produktion und der Menge abhängig gemacht. Es gibt noch vereinzelte Eigenschaften, welche die Preise nochmals ansteigen lassen.

Meistens werden Epoxidharze in einem Set verkauft, wobei ein Kanister Resin und ein weiterer Kanister mit einem Härter befüllt ist. Für die optimale Mischung bist du selbst verantwortlich. Jedoch werden meist die Verhältnisse bei der Lieferung mitgeteilt.

Die angeführte Tabelle soll dir etwas mehr Orientierung über die Preisklassen der Epoxidharze geben.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig 7,00 – 30,00 €) Menge: 1 – 3,50 Liter, eher für Schmuck, Dekorationsartikel, Kunst geeignet
Mittelpreisig 30,00 – 100,00 €) Menge: ca. 6 Liter, eignet sich für Tisch-Versiegelungen, Bodenbeschichtungen und Reparaturen
Hochpreisig ab 140 €) Menge: 8 – 10 Liter, eignet sich für Bodenbeschichtungen bzw. größere Flächen

Du kannst bereits für circa 7 Euro dir ein Liter Resin zulegen, welches jedoch nicht so widerstandsfähig und stark ist.  Falls du deinen ganzen Parkettboden und deinen Holztisch Versiegeln möchtest, dann eignen sich die mittelpreisigen bis hin zu den hochpreisigen Mischungen.

Was versteht man unter dem Ausdruck Topfzeit beim Epoxidharz?

Der Begriff Topfzeit kommt in Texten über Epoxidharze mindestens einmal vor. Darunter versteht man die Verarbeitbarkeitsdauer des Harzes. Es handelt sich um die Zeitspanne zwischen der Mischung und ihrer Verarbeitung.(8) Dabei ist die Topfzeit von den folgenden Elementen abhängig:

  • Temperatur der Räumlichkeit
  • Temperatur der Mischung
  • verwendeter Harz und dem Hersteller
  • Mischung zwischen Harz und Härter

Einfach gesagt bedeutet es, wie lang die Epoxidharz-Mischung problemlos aus dem Eimer oder Gefäß herausgenommen werden kann. Die chemische Verbindung wird nach einem bestimmten Zeitraum härter, solang es nicht gerührt wird. Ab diesem Punkt kann das Harz nicht mehr verarbeitet werden. Aus diesem Grund solltest du dir immer nur so viel zusammen mischen, wie viel du auch tatsächlich benötigst.

Wie können Blasen bei der Verwendung verhindert werden?

Eines der größten und häufigsten Probleme bei der Verwendung des Epoxidharzes ist, dass bei der Nutzung kleine Bläschen entstehen. Sie sind nicht nur nervig, sondern sie schauen auch nicht schön aus. Hierbei spielt die Temperatur eine große Rolle. Wenn nach der Auftragung des Harzes die Temperatur ansteigen, dann können die Holzmaterialien sich ausweiten und es entstehen Blasen.

Epoxidharz

Durch das langsame Rühren von Harz und Härter kann sichergestellt werden, dass möglichst wenig Luft sich in der Masse befindet und somit keine Blasen bei der Verwendung auftreten. (Bildquelle: Michael Maasen/ Unsplash)

Nachdem du das Resin bereits aufgetragen hast und merkst es haben sich Blasen gebildet, dann kannst du gegebenenfalls mit einem Föhn die Blasen entfernen. Ebenso kann mit einem feinem und dünnem Pinsel die Luftblasen aus dem Harz herausgezogen werden. Du solltest bei beiden Methoden darauf achten, dass das Epoxidharz noch nicht ausgehärtet ist.

Welche Temperaturen hält Epoxidharz aus?

Epoxidharz muss erst aushärten, damit man die Hitzebeständigkeit messen kann. Es hat auf jeden Fall eine hohe Temperatur- und Lösungsmittelbeständigkeit.(9) Je nach Hersteller und Mischungen können die Temperaturen unterschiedlich hoch sein. Es gibt bereits Harze, welche eine Stabilität und Festigkeit unter 250 Grad Celsius aufzeigen. Im Gegenzug verliert das Resin bis zu -65 Grad Celsius auch nicht seine Eigenschaften.

Epoxidharz kann sowohl niedrige, als auch hohe Temperaturen aushalten. Meist liegt das Minimum bei 120°C.

Besonders beim Versiegeln von Arbeitsplatten oder Küchenplatten hat die Hitzebeständigkeit eine besondere Wichtigkeit. Nachdem man gekocht hat, kann es dazu kommen, dass man den Topf auf die Küchentheke stellt. Je nachdem, welcher Epoxidharz verwendet wurde, kann es sein, dass keine Verbrennung entsteht bzw. die Versiegelung nicht aufweicht.

Wann sollte Epoxidharz geschliffen werden?

Wie bereits beim richtigen Mischungsverhältnis erwähnt wurde, kann es durch eine falsche Mischung dazu kommen, dass das Harz spröde und kristallig wird. Ebenso kann beim Versiegeln oder Kleben Unebenheiten entstehen. Für diese Unebenheiten und Probleme ist das Schleifen der Schlüssel.

Epoxidharz kann entweder nass oder nach dem Aushärten geschliffen werden. Der Trockenschliff ist im Allgemeinen einfacher, da du mit einem Elektroschleifer über die Oberfläche gehen kannst. Durch kreisende Bewegungen auf der problematischen Stelle kannst du die Unebenheit wegschleifen. Ebenfalls erkennst du beim ausgehärtetem Harz besser, wie viel du noch schleifen musst.

Beim Nassschliff kann kein Elektrogerät eingesetzt werden, da es zu Kurzschlüssen kommen kann. Das bedeutet, dass die Hand eingesetzt werden muss. Du kannst mit kreisenden Bewegungen auf dem nassen Harz die groben Stellen wegschleifen. Der Nachteil hierbei ist, dass der Schleifprozess eindeutig länger dauert, da alles per Hand gemacht wird.

Was sind die Nachteile von Epoxidharz?

Nachdem wir im ganzen Artikel über die besonderen Eigenschaften des Epoxidharzes gesprochen haben, sollten die Nachteile auch nicht vergessen werden. Wie bei jeder anderen Sache auch, gibt es neben den positiven Eigenschaften, welche hier eindeutig überwiegen, auch einige Nachteile. Diese wären:

  • relativ teuer
  • nicht immer UV-beständig
  • im nassen Zustand hautreizend und entzündend
  • Mischungsverhältnis sehr sensibel
  • schwer es zu entfernen

Wie du aus der Liste entnehmen kannst sind die Nachteile auch sehr ausschlaggebend für den Kauf des Epoxidharzes. Du solltest vor und während der Verwendung darauf achten, dass es UV-beständig ist, dass du die Schutzmaßnahmen verfolgst und beim Mischen mit der genauen Angabe arbeitest.

Epoxidharz: Praktische Anwendung und Vorteile

In dem folgenden Textteil möchten wir dir die praktischen Anwendungsbereiche mit angeführten Beispielen und die Vorteile des Epoxidharzes anführen.

Dekoration

Du hast mit Sicherheit schon auf den sozialen Netzwerken die schönen Untersetzer oder Tischplatten gesehen, welche eine farbliche Auflösung als Design haben. Diese moderne Dekorationsidee wird mit dem Epoxidharz hergestellt. Dabei wird eine ausgewählte Farbe mit dem Resin gemischt und anschließend in die gewünschte Form hineingegossen.

Durch die nicht zu 100 % kontrollierbare Farbauflösung handelt es sich meist um ein Unikat. Immer mehr Leute interessieren sich für solche Dekorationsartikel, da sie noch nicht so verbreitet sind und zusätzlich besonders ausschauen.

Ebenfalls kannst du auch das reine Epoxidharz in eine Form geben, worin sich unterschiedliche Blüten, Pflanzen oder Gegenstände befinden. Nach dem Aushärten kann das selbst gebastelte Prachtstück in Regalen oder auf dem Tisch aufgestellt werden.

Schmuck

In der Schmuckindustrie wird das Epoxidharz vereinzelt eingesetzt. Das Gießharz wird wie bei der Dekoration mit unterschiedlichen Farben gemischt und in bestimmte Kristallformen oder Ringformen hineingegossen.

Epoxidharz kann auch zur Herstellung von Schmuck verwendet werden. (Bildquelle: 123rf / yuiyuize)

Nach einem bestimmten Zeitraum könne die Schmuckstücke aus den Formen herausgenommen werden und meistens wird noch einmal darüber geschliffen. Am Ende muss noch ein Loch hineingebohrt werden und schon kannst du deine Kette oder deinen Ring tragen.

Die hergestellten individuellen Schmuckartikel geben das Gefühl der Besonderheit, da es sich um wertvolle Einzelstücke handelt. Des Weiteren kann jeder seine eigene Kreativität einsetzen und in das glasklare Epoxidharz bestimmte Elemente, wie zum Beispiel Perlen, Blüten und Glitzer hineinarbeiten.

Boden

Um einen robusten, glänzenden und pflegeleichten Bodenbelag zu haben, solltest du deinen Boden mit Epoxidharz versiegeln lassen. Dabei kann das Grundmaterial aus Holz, Steinen, Fliesen, Parkett oder aus Marmor sein.

Alle Arten können mit dem Resin ohne Probleme versiegelt werden. Nicht alle Böden halten dieselbe Temperatur und Mischungen aus. Aus diesem Grund solltest du dich vorher genau beraten lassen, welches Epoxidharz für welchen Boden am besten geeignet ist.

Dabei spielt die Flächengröße keine Rolle. Grundsätzlich wird das Harz häufiger für größere Flächen in Produktionshallen eingesetzt. Jedoch fangen immer mehr Leute an es für ihre privaten Garagen oder Kellerböden zu verwenden.

Reparaturen

Da das Epoxidharz eine hohe Klebkraft und schwer formbar ist, wird sie für Reparaturen in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Neben den erwähnten Eigenschaften ist das Harz wasserfest und wird in Kontakt mit Salzwasser nicht geschädigt.

Aus diesem Grund spielt das Resin, insbesondere im Bootsbau und Luftfahrteine große Rolle.(10) Dabei werden Holzschiffe restauriert oder die Schäden werden mit dem Stoff behoben.

Neben dem Einsatz für den Bootsbau lassen sich Materialien wie Metall, Naturstein, Keramik und Kunststoff sich gut verkleben. Deshalb kannst du auch einfache Reparaturen und Sanierungen im Garten oder in der Wohnung mit dem robusten Werkstoff vornehmen.

Fazit

Wie du siehst, kannst du Epoxidharz in so gut wie jedem Bereich einsetzten. Sei es in der Bau-, Schmuck- oder Dekorationsbranchen. Durch ihre Stabilität und Klebkraft eignet sie sich gut für Reparaturen und für Versiegelungen.

Um mögliche Probleme mit den Blasen oder der Vergilbung zu verhindern, kannst du durch das richtige Mischen und der richtigen Platzierung vorbeugend handeln. Du solltest jedoch bei der Verwendung darauf achten, dass du nicht in direkten Kontakt mit der Masse kommst, da es zu Hautproblemen oder allergischen Reaktionen kommen kann.

Bildquelle: Doralin Samuel Tunas / 123rf

Einzelnachweise (10)

1. Collins Dictionary (abgerufen am 16.04.2021)
Quelle

2. Dr. H. Panda (2016): Epoxy Resins Technology Handbook, Asia Pacific Business Press Inc, Delhi, Zusammenfassung
Quelle

3. Spektrum.de (abgerufen am 16.04.2021)
Quelle

4. Ernest W. Flick (2012) Epoxy Resins, Curing Agents, Compounds, and Modifiers: An Industrial Guide: Noyes Publications, New Jersey, S.243
Quelle

5. Maurer A., Lammel C., Beck M., Moritzer E., Friedrich N., Berger J. (2018): Epoxidharzklebstoffe zum Kleben von Kunststoffen, Springer Verlag, Wiesbaden, Zusammenfassung
Quelle

6. Wilke, A., Hansen, A., Ludewig, M. et al. (2020): Prävention berufsbedingter Erkrankungen durch Lehrkräfte. DOI: 10.1007/s11553-020-00799-5
Quelle

7. Hans Peter Degischer, Sigrid Lüftl (2009): Leichtbau: Prinzipien, Werkstoffauswahl und Fertigungsvarianten, Wiley-Ich Verlag, Weinheim, S. 117
Quelle

8. Gerd Habenicht (2008): Kleben: Grundlagen, Technologien, Anwendungen, Springer Verlag, Berlin, S. 178
Quelle

9. Britannica (abgerufen am 16.04.2021)
Quelle

10. Vasileios Tzatzadakis, Konstantinos Tserpes. (2019): Multifunctionality in Epoxy Resins. DOI: 10.1080/15583724.2019.1650063
Quelle

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Lexikon
Collins Dictionary (abgerufen am 16.04.2021)
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Wissenschaftliches Buch
Dr. H. Panda (2016): Epoxy Resins Technology Handbook, Asia Pacific Business Press Inc, Delhi, Zusammenfassung
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Magazinartikel
Spektrum.de (abgerufen am 16.04.2021)
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Wissenschaftliches Buch
Ernest W. Flick (2012) Epoxy Resins, Curing Agents, Compounds, and Modifiers: An Industrial Guide: Noyes Publications, New Jersey, S.243
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Wissenschaftliches Buch
Maurer A., Lammel C., Beck M., Moritzer E., Friedrich N., Berger J. (2018): Epoxidharzklebstoffe zum Kleben von Kunststoffen, Springer Verlag, Wiesbaden, Zusammenfassung
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Wissenschaftlicher Artikel
Wilke, A., Hansen, A., Ludewig, M. et al. (2020): Prävention berufsbedingter Erkrankungen durch Lehrkräfte. DOI: 10.1007/s11553-020-00799-5
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Wissenschaftliches Buch
Hans Peter Degischer, Sigrid Lüftl (2009): Leichtbau: Prinzipien, Werkstoffauswahl und Fertigungsvarianten, Wiley-Ich Verlag, Weinheim, S. 117
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Wissenschaftliches Buch
Gerd Habenicht (2008): Kleben: Grundlagen, Technologien, Anwendungen, Springer Verlag, Berlin, S. 178
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Magazinartikel
Britannica (abgerufen am 16.04.2021)
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Wissenschaftlicher Artikel
Vasileios Tzatzadakis, Konstantinos Tserpes. (2019): Multifunctionality in Epoxy Resins. DOI: 10.1080/15583724.2019.1650063
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