Willkommen bei unserem großen Enthärtungsanlage Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Enthärtungsanlagen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Enthärtungsanlage zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Enthärtungsanlage kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Enthärtungsanlage ist für die Befreiung des Trinkwassers von Kalk zuständig. Alternativ kannst du dir auch einen Kalk-Katalysator oder eine Umkehrosmoseanlage einbauen lassen.
  • Je nach Bauart unterscheidet man zwischen einer Enthärtung durch Ionenaustausch, einer chemischen Enthärtung und einer physikalischen Enthärtung.
  • Vor dem Kauf einer Enthärtungsanlage solltest du wichtige Qualitätskriterien, wie den Betriebsdruck, die Größe des Salzbehälters und die DVGW-Zertifizierung überprüfen.

Enthärtungsanlage Test: das Ranking

Platz 1: Water2Buy AS800-W2B800 Enthärtungsanlage

Die Water2Buy AS800-W2B800 wiegt 29 kg bei Maßen von 22,5 x 47,5 x 111 cm. Die Enthärtungsanlage arbeitet mit der Ionenaustauschmethode. Das bedeuetet sie tauscht die „Härtemineralien“ Calcium und Magnesium durch Natrium-Ionen aus. Der Kalk wird somit entfernt und das Ergebnis ist weiches Wasser. Die Anlage hat ein Display zur Steuerung. Dies macht die Handhabung für den Laien einfacher.

Die Anlage ist auch für sehr große Haushalte von bis zu 12 Personen nutzbar. Der Hersteller empfiehlt eine maximale Nutzeranzahl von 12 Personen. Dies ist nämlich unter anderem auf den Wasserdurchfluss pro Stunde zurückzuführen, der wahrscheinlich zwischen 2 und 5 m³ pro Stunde liegt. So können mehrere Personen gleichzeitig ohne Probleme Wasser nutzen.

Platz 2: Aqmos Wasserenthärtungsanlage FM-60

Die Wasserenthärtungsanlage Aqmos FM-60 ist für Haushalte bis zu 5 Personen geeignet und enthärtet bei 10°dH Wasserqualität bis zu 6000 Liter Wasser pro Regenerationszyklus. Die Anlage funktioniert nach dem Ionenaustausch-Verfahren. Das bedeuetet sie tauscht die „Härtemineralien“ Calcium und Magnesium durch Natrium-Ionen aus. Der Kalk wird beseitigt und es entsteht weiches Wasser.

Der Aqmos FM-60 besteht aus einer GFK- Druckflasche, gefüllt mit hochwertigem Ionenaustauscherharz, Kabinettgehäuse für einen Salzvorrat von max. 70 kg, mengengesteuertes Zentralsteuerventil Typ FLECK 5600, einem integrierten Feinverschneidungsventil, einer Absaugeinrichtung und einer Verbindungsleitung zum Zentralsteuerventil.              

3: Water2Buy AS500-W2B500 Enthärtungsanlage

Die Water2Buy AS500W2B500 Enthärtungsanlage wiegt 28 kg. Ihre Maße betragen 43,5 x 24 x 62 cm. Die Enthärtungsanlage funktioniert mit der Ionenaustauschmethode. Das bedeuetet sie tauscht die „Härtemineralien“ Calcium und Magnesium durch Natrium-Ionen aus. Dadurch entsteht weiches Wasser, da Kalk nachhaltig beseitigt wird.

Die Anlage ist für kleine bis mittelgroße Haushalte konzipiert. Der Hersteller empfiehlt eine maximale Nutzeranzahl von 7 Personen. Dies ist auf den Wasserdurchfluss pro Stunde zurückzuführen, der  zwischen 1,5 und 3 m³ pro Stunde liegt. Die Anlage kann Wasser bis maximal 40°C filtern.                                                                                                              

Platz 4: Htronic KSG 1000 Magnetfeldgenerator

Der Htronic KSG 1000 Magnetfeldgenerator ist eine Entkalkungsanlage mit 0,5 kg Gewicht. Die Masse betragen 12,5 x 6 x 3,5 cm. Der Generator verfügt über einen Display, was die Handhabung vereinfacht. Die Enthärtungsanlage arbeitet mit der elektromagnetischen Methode, welche benutzerfreundlicher ist.

Durch Einsatz des Htronic KSG 1000 ändert sich wenig für den Haushalt, was Wasserdurchfluss pro Stunde und  Nutzerzahl anbelangt. Da die Anlage nicht in den Wasserfluss eingreift, sondern nur außerhalb der Rohre angebracht wird. Die elektromagnetische Methode baut Hochfrequenzfelder um und in den Rohren auf, die verhindern sollen, dass Kalk entstehen kann.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Enthärtungsanlage kaufst

Wann ist eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll?

Eine Entkalkung des Wassers ist sinnvoll, wenn man in einem Gebiet mit sehr hartem Wasser über 21°dH wohnt. Wie man die Härte des Wassers bestimmt wird im Bereich „Trivia“ näher beschrieben. Wasser ab 14°dH wird zwar als hart eingestuft, eine Enthärtung ist hier aber laut dem bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nur im Warmwasserbereich anzuraten.

Des Weiteren lautet dort die Empfehlung generell nur die Wasserzufuhr der Waschmaschine und die Warmwasserinstallation mit Enthärtungsgeräten auszustatten.

Als Laie kann man grob erkennen ob sich viel oder wenig Kalk im Wasser befindet, wenn es leicht trüb erscheint. Glasklares Wasser enthält daher so gut wie keinen oder nur wenig Kalk. (Foto: Steve Johnson / Pexels.com)

Welche Entkalkungsanlage soll ich kaufen?

Spätestens an diesem Punkt stellt sich für viele Käufer die Frage, welche Enthärtungsanlage die beste ist. Neben Testergebnissen können wir euch einen generellen Tipp mit auf den Weg geben.

Achte vor dem Kauf darauf ob das Gerät eurer Wahl eine DVGW Zertifizierung hat. Diese bescheinigt euch nicht nur die Einhaltung der technischen und hygienischen Anforderungen nach Arbeitsblatt W 510, sondern auch das Wichtigste – die Wirksamkeit eurer Anlage nach Arbeitsblatt W 512.

Ausschlaggebend können auch die Folgekosten der Anlage wie beispielsweise der Salzverbrauch sein.

Außerdem musst du natürlich darauf achten, dass der Anschluss mit deinem Wasseranschluss zuhause kompatibel ist, da es Geräte mit einem Rohrdurchmesser von einem oder zwei Zoll gibt, wobei ein Zoll der Standard ist.

Auch die Größe der Anlage muss passen – nicht nur in Bezug auf den Platz den sie einnimmt. Die Kapazität der Anlage muss zu der Anzahl an Verbrauchern passen.

Technisch begeisterte Benutzer werden Gefallen an einer smarten Wasserenthärtungsanlage mit Verbindung zu einer App finden, während preisbewusste Familien sich wahrscheinlich eher für ein pflegeleichtes Gerät mit einem großen Salzbehälter entscheiden.

DVGW Zertifizierung ist wichtig, weil du sicher gehen kannst, dass die technischen und hygienischen Anforderungen geprüft sind.

Was kostet eine Wasserenthärtungsanlage?

Je nachdem welche Anforderungen die Anlage erfüllen muss, sollte man mit einem mittleren dreistelligen bis hin zu einem mittleren vierstelligen Betrag für das Gerät rechnen. Die Preise von Wasserentkalkungsanlagen variieren stark je nach dem welches Verfahren zum Einsatz kommt. Auch die Auslegung der Anlage spielt dabei eine Rolle.

Um Geld zu sparen sollte man sich daher sehr gut überlegen ob man wirklich eine zentrale Hausanlage braucht oder ob eine dezentrale Wasseraufbereitung eine bessere Lösung wäre. Bei dieser Kalkulation gilt es aber noch zu beachten, dass die Kosten für die Installationen durch einen Fachbetrieb noch nicht enthalten sind.

Abhängig von den Anforderungen kann der Preis einer Enthärtungsanlage zwischen einem dreistelligen und einem vierstelligen Betrag variieren.

Wo kann ich Wasserenthärtungsgeräte kaufen?

Wasserenthärtungsanlagen können direkt beim Hersteller oder im Fachhandel gekauft werden. Fest am Markt etabliert haben sich dabei in Deutschland vor allem die Hersteller „Grünbeck“, „BWT“, „Judo“, „Eckstein“ und „Lindsay“.

Mittlerweile finden sich Enthärtungsanlagen aber auch im Sortiment vieler Onlineplattformen wie amazon.de oder auch ebay.de.

Alle auf dieser Seite vorgestellten Anlagen sind mit einem Link versehen, damit sie diese bei Interesse direkt kaufen können. Der Vorteil bei einem Kauf im Fachhandel besteht vor allem darin, dass man bereits einen Kontakt zu dem Unternehmen bekommt, dass die Anlage auch einbauen wird.

In Sachen Beratung hat der Onlinehandel mittlerweile gut nachgeholt und bietet vielfältige Möglichkeiten wie Telefonhotlines oder Servicechats. Hier findet man auch eine größere Auswahl und kann sich einen besseren Blick über die verschiedenen Preise verschaffen.

Welche Alternativen gibt es zu Enthärtungsanlagen?

Als Alternative zu einer herkömmlichen Entkalkungsanlage kannst du dir auch einen Kalkkatalysator oder eine Umkehrosmoseanlage einbauen lassen.

Kalkkatalysator

Der Kalkkatalysator funktioniert ähnlich wie ein Ionentauscher mit einem Granulat, allerdings wird bei diesem Verfahren nichts an das Wasser abgegeben oder daraus aufgenommen.

Die Entkalkung findet durch eine Reaktion statt, bei der sich Impfkristalle bilden. Diese werden im Trinkwasser weitergeleitet und können sich nicht mehr absetzen.

Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass an der Zusammensetzung des Wassers nichts verändert wird und die Anlagen sehr pflegeleicht sind. Bis auf einen Granulatwechsel im Abstand von einigen Jahren (abhängig von Wasserhärte und -verbrauch) bedarf es keiner weiteren Wartung und auch keiner Regeneration.

Umkehrosmoseanlage

Umkehrosmoseanlagen können sowohl zentral als auch dezentral eingesetzt werden. Dabei wird das Wasser mit Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst.

Die unerwünschten Kalkionen passen nicht durch die Membran weil sie zu groß sind und bleiben daher zurück.

Diese Lösung wird als Konzentrat bezeichnet. Die kleineren Wassermoleküle können die Membran passieren. Das enthärtete Wasser wird Permeat genannt.

Nachteile der Umkehrosmose sind, dass dem Wasser nicht nur der Kalk sondern auch alle anderen wichtigen Mineralien entzogen werden, während unerwünschte Stoffe, die aber gut wasserlöslich sind weitertransportiert werden.

An den Membranen können große Keimprobleme auftreten, außerdem können die Membranporen leicht durch Partikel verstopfen. Zudem verbraucht die Wasserenthärtung durch Umkehrosmose 3 – 25 Liter Trinkwasser pro entsalztem Liter.

Entscheidung: Welche Arten von Wasserenthärtungsanlagen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Enthärtungsanlagen lassen sich je nach Enthärtungsverfahren in die folgenden drei Hauptkategorien unterscheiden:

  • Enthärtung durch Ionenaustausch
  • Chemische Kalkschutzanlage
  • Physikalische Kalkschutzanlage

Unterschiede bestehen auch in der Auslegung der Anlage.

So gibt es zentrale Hauswasserenthärtungsanlagen mit denen das gesamte Trinkwasser enthärtet werden kann bis hin zu dezentralen Anlagen die nur punktuell, beispielsweise zum Schutz der Waschmaschine, eingesetzt werden.

Diese existieren in Varianten für einzelne Wohnungen über Einfamilien- bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Doch Entkalkungsanlagen werden nicht nur für Privathaushalte angeboten, sie sind auch als große Industrieanlagen erhältlich.

Wie funktioniert die Enthärtung durch einen Ionentauscher und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Im Bereich der Ionenaustauscher muss man zunächst nochmal zwischen den Kationen- und den Anionen-Austauschern unterscheiden.

Während Anionenaustauscher genutzt werden um Nitrat aus dem Wasser zu filtern, werden Kationenaustauscher eingesetzt um das Wasser von Kalzium und Magnesium zu entkalken.

Bei beiden Verfahren werden die jeweils unerwünschten Stoffe durch Natriumchlorid-Ionen ersetzt. Dieser Ionenaustausch gibt der Enthärtungsmethode ihren Namen.

Eine solche Anlage besteht meistens aus einem Kabinettgehäuse (daher findet man auch manchmal die Bezeichnung „Kabinettanlage“) in dem ein Ionenaustauscher in Säulen- oder Kugelform steckt. Duplexanlagen haben zwei Ionentauscher, wodurch sie auch in der Regenerationszeit der Anlage kalkfreies Wasser liefern können, da immer nur einer der beiden Austauscher im Wechsel aktiv ist.

Vorteile
  • Zuverlässige Wirksamkeit
  • Einfache Handhabung
  • Geräte für jeden Bedarf verfügbar
Nachteile
  • Wartungsaufwand und Folgekosten durch Regeneration

Der größte Vorteil dieses Verfahrens ist seine bewiesene und zuverlässige Wirksamkeit. Rohrleitungen, Armaturen und technische Geräte wie Kaffeemaschinen oder Geschirrspüler werden vor Verkalkungen geschützt.

Somit sinkt der Wartungsaufwand, die Geräte können wieder effektiver arbeiten da die Kalkablagerungen eine behindernde Isolationsschicht darstellen und ihre Lebensdauer kann verlängert werden.

Kritiker bemängeln jedoch die Zuführung von Salz, welche sich beispielsweise bei Bluthochdruckpatienten negativ auf die Gesundheit auswirken könnte. Doch dem Trinkwasser wird nicht (NaCl-)Salz zugeführt. Das Regenerationssalz (NaCl) wird zur Regeneration des Enthärtungs-Granulats verwendet. Das Ca vom Kalk verbindet sich mit dem Cl. Dabei entsteht CaCl-Salz. Dieses wird auch „Neutral-Salz“ genannt und belastet die  Umwelt nicht.

Doch die Entkalkungsanlage muss gewartet werden. So ist eine regelmäßige Zuführung von Regenerationssalz nötig was nicht nur einen Wartungsaufwand, sondern auch Folgekosten mit sich bringt.

Ein klarer Vorteil ist, dass unerwünschte Stoffe ersetzt werden durch Natriumchlorid-Ionen.

Wie funktioniert eine chemische Kalkschutzanlage und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Bei den chemischen Wasserenthärtungsverfahren gilt es zwei grundlegende Methoden voneinander abzugrenzen. So gibt es zum einen die chemische Wasserenthärtung durch Kationenaustausch und zum anderen durch die sogenannte Komplexierung.

Bei beiden Verfahren werden dem Wasser Chemikalien zugefügt, welche mit den Erdalkali-Ionen (also dem „Kalk“) chemische Verbindungen eingehen.

Das führt dazu, dass sich das harte Wasser wie weiches Wasser verhält und keine Ablagerungen entstehen, obwohl der Kalk faktisch immer noch im Wasser enthalten ist. Aus diesem Grund werden die Verfahren weniger als „Enthärtung“ und eher als „Härtestabilisierung“ bezeichnet.

Zeolith A sowie Schichtsilikate werden heute in den meisten Waschmitteln eingesetzt. Sie bewirken einen Kationenaustausch. Im Falle der Komplexierung wird ein Zentralatom (in unserem Falle wieder der „Kalk“) das mindestens ein freies Elektronenpaar besitzt von den Molekülen der hinzugegebenen Stoffe umschlossen und kann sich so nicht mehr ablagern.

Vorteile
  • Bewiesene Wirksamkeit
  • Stabiler pH-Wert des Wasser
  • Besonders für verzinkte Rohre geeignet
Nachteile
  • Über- oder Unterdosierung bei schlechter Wartung
  • Keimbildung wird gefördert
  • Mögliche Umweltschäden durch Überdüngung

Zu diesen Stoffen gehören Phosphate, Ethylendiamintetraacetat (EDTA), Nitrilotriessigsäure (NTA) und Citrat, das Salz der Zitronensäure, welche ebenfalls in Waschmitteln eingesetzt werden.

Auch die Wärme des Wassers hat einen Einfluss auf die Kalkablagerungen, da die Löslichkeit von Calcium und Magnesium mit steigender Temperatur abnimmt. Daher entstehen bei Erwärmung besonders viele Kalkablagerungen.

Wenn man die obligatorische Obergrenze von 60°C in der Hausinstallation nicht überschreitet wirkt sich das nicht nur auf die Energieeinsparung, sondern auch auf die Vorbeugung von Verkalkungen positiv aus.

Besonders bei verzinkten Rohren ist eine Phosphatdosierungsanlage ratsam, da das Wasser durch eine Enthärtung mit einem Ionenaustauscher einen sauren pH-Wert bekommt und somit gegenüber Zink aggressiv werden kann.

Dem kann mit einer Phosphatzufuhr vorgebeugt werden. Die Nachteile der chemischen Wasserenthärtung liegen unter anderem in der Gefahr der Über- oder Unterdosierung bei schlecht gewarteten Anlagen. Dies kann schwere Auswirkungen auf die Wasserqualität und die Umwelt nach sich ziehen.

Phosphate fördern die Überdüngung von Gewässern. Zudem fördern sie das Keimwachstum, daher ist mikrobiologisch einwandfreies Trinkwasser eine Grundvoraussetzung. Die mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers muss stets überwacht werden, da es ansonsten zu einer unkontrollierbaren Keimbelastung des Trinkwassers kommen kann.

Wie funktioniert eine physikalische Kalkschutzsanlage und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Anlagen zur physikalischen Wasserenthärtung werden auch als physikalische Kalkwandler bezeichnet. Sie funktionieren magnetisch, elektrisch oder durch eine Kombination beider Verfahren.

Die elektrische Wasserentkalkung erfolgt über eine Elektrolyse mit einer darauffolgenden Unterspannungsabscheidung. Es wird ein Stromkreislauf mit einer Spannung von mindestens 1,23V gebildet.

An der Kathode, der Elektrode am negativen Pol, bilden sich Hydroxidionen die dazu führen, dass sich der pH-Wert des Wassers in ihrem Bereich erhöht. An der Anode, der Elektrode am positiven Pol, reichern sich Wasserstoffionen an.

Das Wasser gerät aus dem Gleichgewicht von Kalk und Kohlensäure (Hydrogencarbonat), wodurch das Calciumkarbonat ausfällt.

An dieser Stelle kommt die Unterspannungsabscheidung zum Tragen. Sie arbeitet mit einer Spannung unterhalb der Zersetzungsspannung und bewirkt, dass an der Kathode Sauerstoff in Hydroxidionen umgewandelt wird während sich an der Anode Sauerstoff- und Wasserstoffionen sammeln.

Die im Wasser vorhandenen Hydrogenkarbonationen reagieren mit den Wasserstoffionen zu freier Kohlensäure, an den Polen findet wieder eine Übersättigung statt und die Kalkausfällung wird somit erhalten.

Vorteile
  • Keine Zufuhr von Chemikalien
  • Mineralien bleiben im Wasser enthalten
Nachteile
  • Wirksamkeit stark umstritten

Ausgefallener Kalk wird als „Keim-„ oder „Impfkristall“ bezeichnet, da sich der nachfolgend ausgefallene Kalk gut an ihm festsetzen kann. Die Elektroden sprengen die Kalkklumpen durch Ladungsumkehr wieder auf, jedoch sind diese Kalkteilchen dann zu groß um sich erneut anlagern zu können und werden mit dem Wasser abtransportiert.

Magnetische Entkalkungsanlagen werden oft in Kombination mit einer elektronischen Komponente angeboten um ein Magnetfeld mit Strom aufzubauen.

Allerdings sind auch reine Permanent-Magnete erhältlich. Von ihrer Wirkungsweise her bewirken sie genau wie die Elektrolyse eine strukturelle Veränderung der Kalzium- und Magnesiumionen, sodass diese physikalisch ausgefällt werden.

Der große Vorteil der physikalischen Wasserenthärtung liegt darin, dass dem Wasser weder etwas hinzugefügt noch entzogen wird. Die Wirksamkeit dieser Anlagen ist jedoch stark umstritten, da eine Reproduktion von gelungenen Experimenten durch zu ungenaue Beschreibungen der Versuchsaufbauten bisher nicht möglich war. Zudem kann man hier offiziell nicht von einer Enthärtung des Wassers sprechen, denn diesem wird bei diesem Verfahren keine Härte entzogen.

Dies belegen auch die Stiftung Warentest und das bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Für Magnetfeldanlagen fehlt auch bisher die Bescheinigung der Wirksamkeit nach den Anforderungen des DVGW Arbeitsblattes W 512.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Enthärtungsanlagen vergleichen und bewerten

In diesem Abschnitt möchten wir dich näher mit den verschiedenen Kriterien vertraut machen, welche dir dabei helfen können die richtige Enthärtungsanlage für deine Bedürfnisse zu finden.

Zu diesen relevanten Kaufkriterien zählen unter anderem:

  • Die Gerätegröße
  • Der Betriebsdruck
  • Die Art der Regenerationssteuerung
  • Die Größe des Salzbehälters
  • Die DVGW – Zertifizierung
  • Die Auslegung der Anlage
  • Weitere Leistungsaspekte
  • Verschiedene Umweltaspekte

Nachfolgend werden die einzelnen Kriterien näher erläutert, damit sie dir als eine gute Vergleichsgrundlage vor einem Kauf dienen können.

In unserer Vergleichstabelle haben wir anhand dieser Kriterien aktuell beliebte Entkalkungsanlagen miteinander verglichen.

Die Gerätegröße

Eine zentrale Hausentkalkungsanlage wird bei der Hausinstallation (meistens im Keller des Hauses) angebracht. Der dort vorhandene Platz gibt in Bezug auf die Größe erste Einschränkungen bei der Auswahl einer Anlage.

Bei dezentralen Lösungen kann die Entkalkungsanlage auch beispielsweise in der Küche unter der Spüle angebracht werden, wo meistens neben den Abflussrohren sehr wenig Freiraum für zusätzliche Apparaturen vorhanden ist. Hier sind daher besonders platzsparende Kabinettanlagen zu empfehlen.

Da die Größe der Geräte aber auch große Auswirkungen auf andere relevante Kriterien vor einem Kauf hat (beispielsweise den Salztank oder die Enthärtungskapazität) sollte man sich gut überlegen ob es gerade bei einem großen Haushalt mit einem starken Wasserbedarf nicht doch Sinn macht etwas mehr Platz für die Anlage zu schaffen um eine optimale Versorgung mit enthärtetem Wasser zu gewährleisten.

Eine kleine dezentrale Enthärtungsanlage kann auch direkt in der Küche unter der Spüle angebracht werden.

Der Betriebsdruck

Um richtig arbeiten zu können braucht das Wasser das zur Anlage führt einen bestimmten Mindestdruck. Dieser hängt beispielsweise mit der Höhe zusammen, in welcher die Anlage angebracht werden soll.

Jedoch gilt es auch den Maximaldruck des Wassers zu beachten, da ein zu hoher Wasserdruck die Anlage beschädigen kann.

Den minimalen und maximalen Betriebsdruck der Anlage kann man jeweils dem technischen Datenblatt in der Betriebsanleitung entnehmen, welche im Lieferumfang enthalten sein sollte. Ansonsten kann man diese auch bei dem Hersteller bestellen oder oftmals bei den gängigen Modellen über das Internet als PDF herunterladen.

Die Art der Regenerationssteuerung

Bei Anlagen die nach dem Ionenaustauschverfahren arbeiten und daher einer Regeneration bedürfen gilt es zu beachten, wie diese gesteuert werden, also über welche Maßgabe die Regeneration des Harzes ausgelöst wird. Grundsätzlich lässt sich hier zwischen mengen- und zeitgesteuerten Anlagen unterscheiden.

Zeitgesteuerte Anlagen starten nach einer voreingestellten Zeitspanne die Regeneration des Ionenaustauscher-Harzes unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch.

Mengengesteuerte (auch volumetrische) Enthärtungsanlagen lösen hingegen nach dem Verbrauch einer eingestellten Menge an Weichwasser eine Regeneration des Harzes aus.

Bei den meisten Anlagen wird die Regeneration in den Nachtstunden ausgelöst, damit tagsüber immer weiches Wasser zur Verfügung steht und weil nachts in den meisten Fällen weniger Wasser verbraucht wird, sodass es nicht so stark ins Gewicht fällt, wenn in dieser Zeit geringe Mengen nicht entkalkten Wassers durch die Rohrleitungen des Hauses fließt.

Zudem sind moderne Entkalkungsanlagen mit Mengensteuerung aus hygienischen Gründen zusätzlich mit einer vollautomatischen zeitlichen Zwangsregeneration ausgestattet um bei einem längeren Ausbleiben der volumetrischen Regenerationsauslösung (beispielsweise wenn die Bewohner im Urlaub sind) Keimbildungen im Austauscherharz vorzubeugen.

Die Größe des Salzbehälters

Die Größe des Salztanks wirkt vielleicht auf den ersten Blick nicht direkt kaufentscheidend, jedoch sollte auch sie aus Gründen des Komforts in die Beurteilung der Anlagen einfließen.

Ein großer Salzvorrat ist einfach praktisch und erhöht den Komfort der Anlage, da dies bedeutet dass man seltener nachfüllen muss. Andererseits beeinflusst die Größe des Salzbehälters auch die Größe der Anlage, sodass man bei wenig Platz eventuell zu einer kleineren Lösung greifen muss.

Wenn man das Fassungsvermögen des Salztankes vergleicht sollte man jedoch nicht nur nach dem tatsächlichen Volumen gehen, sondern auch mit einbeziehen wie viel Salz bei einer Regeneration verbraucht wird und wie oft diese stattfindet. Nur so kann man einen absoluten direkten Vergleich zwischen dem Komfort der Anlagen im Hinblick auf das Nachfüllen ziehen.

Die DVGW – Zertifizierung

Das DVGW-Zertifikat steht für geprüfte und vom deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches anerkannte Qualität und Wirksamkeit von Enthärtungsanlagen. Es dient als Gütesiegel und garantiert den Kauf eines zuverlässigen und hochwertigen Produkts.

Dazu zählen die Einhaltung der hygienischen und technischen Anforderungen nach Arbeitsblatt W 510 sowie die Wirksamkeitsprüfung nach Arbeitsblatt W 512. Mit der Zertifizierung geht auch die Erfüllung der DIN 1988 einher.

Diese umfasst unter anderem Vorschriften für den Einbau, die Garantie der Trinkwasserqualität und die Integration eines technischen Rückflusshinderers der in der Anlage verbaut sein muss.

Gesetzlich ist ein solcher Schutz der öffentlichen Trinkwasserversorgung vorgeschrieben, daher muss bei einer nicht-zertifizierten Anlage ein sogenannter Rohrtrenner nachgerüstet werden, die dadurch entstehenden Mehrkosten müssen also bei dem Preisvergleich mit einkalkuliert werden.

Der Kauf einer Anlage ohne DVGW-Prüfzeichen ist oftmals günstiger, bietet allerdings auch das Risiko, dass diese hygienisch und technisch nicht einwandfrei ist oder ihren Zweck mangels Wirksamkeit nicht erfüllt. Mit den zusätzlichen Kosten für die Installation eines Rückflussverhinderers kommt man meistens bei einer Gesamtsumme heraus, für die man direkt eine DVGW geprüfte Anlage bekommen hätte.

Da es im Bereich der Wasserenthärtungsverfahren auch einige Betrüger gibt sollte man in jedem Falle vor einem Kauf einer Anlage ohne DVGW-Zertifizierung viel Recherchearbeit betreiben, Vergleiche ziehen und Erfahrungsberichte einholen um sein Geld nicht zu verlieren und den Kauf zu bereuen.

Die Auslegung der Anlage

Bei der Auslegung der Anlage gilt es die Enthärtungskapazität des Wassers sowie die Personenanzahl zu beachten um zu der richtigen Anlage für den individuellen Bedarf zu greifen.

Je nach Größe der Anlage und Härte des Wassers variiert die Wasserkapazität die täglich enthärtet werden kann. Wenn ein Haushalt den Wasserbedarf in Litern nicht kennt, hilft die Angabe der Personenanzahl als groben Anhaltspunkt um weder eine zu große noch eine zu kleine Enthärtungsanlage zu kaufen.

In unserer Vergleichstabelle finden sich Enthärtungsanlagen mit einer Auslegung für bis zu 10 Personen. Für besonders große Haushalte, beispielsweise in großen Mehrfamilienhäusern, kann auch der Einsatz einer Industrieanlage interessant sein.

Weitere Leistungsaspekte

Zu den weiteren Leistungsaspekten die bei einer Kaufentscheidung relevant sind zählen die Regenerationszeit sowie die sonstige technische Ausstattung der Anlage.

Die Regenerationszeit ist die Dauer, in der die Enthärtungsanlage das Enthärterharz mit Salz regeneriert. Bei den Geräten in unserer Vergleichstabelle variiert diese zwischen 17 und 64 Minuten. In dieser Zeit steht nur bei einer Duplexanlage enthärtetes Wasser zur Verfügung.

Meistens wird die Regeneration in den Nachtstunden durchgeführt, sodass zu dieser Zeit kein oder nur wenig Wasser benötigt wird. Wer dennoch 24 Stunden am Tag kalkfreies Wasser haben möchte sollte zu einer Duplexanlage greifen.

Weitere interessante Ausstattungsmerkmale können besonders für technikbegeisterte Hausbesitzer Anlagen mit Smart Home-Features wie WLAN-Anschluss und App-Steuerung sein.

Verschiedene Umweltaspekte

Nicht zuletzt aus Kostengründen sind auch die Umweltaspekte wie Abwasser, Salz- und Stromverbrauch vor der Entscheidung für eine bestimmte Anlage zu berücksichtigen.

Wie jedes elektrische Gerät verbraucht auch eine Enthärtungsanlage Strom, weshalb dieser Verbrauch als laufender Kostenfaktor einzubeziehen ist. Besonders sparsam sind in unserem Vergleich die beiden Magnetfeldgeneratoren. Bei den Ionenaustauschanlagen variiert der Stromverbrauch zwischen 2,6 und 8 Watt.

Bei jeder Regeneration wird nicht nur Salz sondern auch Wasser verbraucht. Der grundsätzliche Verbrauch pro Regeneration ist dabei für beide Aspekte geräteabhängig.

Allerdings hängt er bei mengengesteuerten Anlagen durch die Häufigkeit in der eine Regeneration stattfindet auch mit dem Wasserbedarf des Haushaltes zusammen.

Dabei gilt in den meisten Fällen: je länger die Regeneration dauert, desto mehr Wasser wird dabei verbraucht. Wenn der Wasserverbrauch einer Anlage nicht angegeben wird, kann man die Regenerationszeit als Anhaltspunkt benutzen, wobei Ausnahmen auftreten können. Davon losgelöst ist allerdings der jeweilige Salzverbrauch, der vor allem auch mit der Wasserhärte zusammenhängt.

Kalk ist prinzipiell nicht schädlich und ist in jeden Wasserhaushalt zu finden. Bei zu großen Mengen sollte es aber reduziert werden. (Foto: dododo / Pixabay.com)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um die Themen Wasserhärte und Enthärtungsanlagen

Wie oft muss ich die Enthärtungsanlage regenerieren?

Das Harz einer Anlage bei der das Wasser über einen Ionenaustausch entkalkt wird muss alle drei bis sieben Tage regeneriert werden. Einflussfaktoren auf die Häufigkeit sind der Wasserverbrauch und der Härtegrad des Wassers.

Die Regeneration dauert je nach Anlage zwischen 15 und 50 Minuten und ist bei den Anlagen meistens in der Nacht eingestellt. Wenn man keine Duplexanlage besitzt, steht während der Regeneration kein kalkfreies Wasser zur Verfügung, daher sollte in dieser Zeit möglichst wenig Wasser verbraucht werden.

Wie desinfiziere ich meine Enthärtungsanlage?

Um die Hygiene der Anlage sicherzustellen hat man die Wahl zwischen einer thermischen, chemischen oder UV-Desinfektion. Da das Desinfektionsverfahren mit dem UV-Licht durch seine Komplexität nicht für den Hausgebrauch geeignet ist werden nachfolgend die beiden anderen Methoden ausgeführt.

Zur chemischen Desinfektion der Entkalkungsanlage kann man entweder Chlortabletten verwenden oder eine Chlorzelle einbauen lassen, welche den Vorteil mit sich bringt, dass sie bei jeder Regeneration zusätzlich automatisch die Anlage mitdesinfiziert.

Eine Alternative bietet die thermische Desinfektion, bei der die komplette Hausinstallation mit mindestens 70°C durchspült wird. Damit die Keime und Bakterien überall wirksam abgekocht werden muss das Wasser mindestens drei Minuten durch jede Entnahmestelle fließen. Allerdings kann die Hitzebelastung bei häufiger Anwendung dazu führen, dass Korrosionsschäden an den Leitungen auftreten.

Ist Kalk im Wasser schädlich und warum brauche ich eine Entkalkungsanlage?

Kalk kommt in unserem Wasser natürlich vor und ist prinzipiell nicht schädlich. Wenn jedoch zu viel davon enthalten ist kann das einige negative Auswirkungen haben, welche durch ein Wasserentkalkungsgerät vermieden werden können.

Abgelagerter Kalk wirkt wie eine Isolationsschicht wodurch der Energieverbrauch ansteigt. Hartnäckige Verkalkungen können an technischen Geräten wie Waschmaschinen, Geschirrspülern, Heizungsanlagen oder Kaffeemaschinen zu Defekten führen die eine Reparatur oder einen kompletten Austausch des Geräts erfordern.

Kalkablagerungen an Armaturen oder Keramik sehen nicht nur ungepflegt aus, sie sind auch sehr schwer wieder zu entfernen und greifen das Material an.

Weicheres Wasser hilft somit die Umwelt zu schonen, weil man weniger Wasser, Waschmittel und Reinigungsprodukte braucht. Tee- und Kaffeetrinker schätzen weiches Wasser, weil sich darin die Aromen besser entfalten können.

Schadet das Salz der Enthärtungsanlage meiner Gesundheit?

Grundsätzlich ist laut WHO ein Natriumgehalt von 200mg/L im Trinkwasser unbedenklich. Wenn eine Anlage jedoch falsch eingestellt ist kann es dazu kommen, dass dieser Wert überschritten wird.

Dies birgt vor allem für Bluthochdruckpatienten eine gesundheitliche Gefahr. Daher wird für diese spezielle Personengruppe eher zu einem anderen Enthärtungsverfahren geraten.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Enthärtungsanlage?

Als durchschnittliche Lebensdauer der Anlagen werden mindestens 25 Jahre angegeben.

Trotz der recht hohen Anschaffungskosten bietet die richtige Enthärtungsanlage aufgrund dieser Langlebigkeit und durch die vielfältigen Einsparungspotenziale eine gute Amortisation.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/n/projekte/archiv/enthaert.php

[2] http://wissenschaft.pr-gateway.de/was-sind-die-vorteile-von-wasserenthartung/

Bildquelle: Pixabay.com / congerdesign

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