Wasserflasche
Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2020

Stellst du fest deine Haushaltsgeräte leiden unter Verkalkung, solltest du dir über die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage Gedanken machen. Diese verwandelt hartes in weiches, das heißt kalkarmes, Wasser. Wir stellen dir verschiedene Entkalkungsanlagen vor und helfen dir dabei, die für dich beste Anlage zu finden.

Bei unserem Enthärtungsanlagen Test 2020 bleibt keine deiner Fragen zur Wasserenthärtung offen. Wir nennen dir die wichtigsten Kriterien, die du beim Kauf einer Wasserentkalkungsanlage beachten solltest. Um dir deine Kaufentscheidung zu erleichtern, findest du in unserem Ratgeber hilfreiche Tipps und Tricks rund um Enthärtungsanlagen und die Wasserenthärtung allgemein.




Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Wasserenthärtung wird dem Leitungswasser Kalk entzogen, sodass sich keine Kalkablagerungen an Rohren und Geräten bilden können. In der Folge sind beispielsweise Geräte langlebiger und verbrauchen weniger Strom.
  • Das am häufigsten verwendete Verfahren zur Wasserenthärtung ist das Ionenaustausch-Prinzip. Dabei werden Calcium- und Magnesium-Ionen durch Natrium-Ionen ausgetauscht. Durch diesen Vorgang entsteht weiches Wasser.
  • Vor dem Kauf einer Enthärtungsanlage solltest du dich mit Qualitätskriterien wie der Kapazität, der Regenerationssteuerung, dem Salzverbrauch und einer möglichen DVGW-Zertifizierung der Anlage auseinandersetzen.

Enthärtungsanlage Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Allround Enthärtungsanlage

Die Wasserenthärtungsanlage Aqmos FM-60 ist für Haushalte bis zu 5 Personen geeignet und enthärtet bei 10°dH Wasserqualität bis zu 6000 Liter Wasser pro Regenerationszyklus. Die Anlage funktioniert nach dem Ionenaustausch-Verfahren. Das bedeuetet sie tauscht die „Härtemineralien“ Calcium und Magnesium durch Natrium-Ionen aus. Der Kalk wird beseitigt und es entsteht weiches Wasser.

Der Aqmos FM-60 besteht aus einer GFK- Druckflasche, gefüllt mit hochwertigem Ionenaustauscherharz, Kabinettgehäuse für einen Salzvorrat von max. 70 kg, mengengesteuertes Zentralsteuerventil Typ FLECK 5600, einem integrierten Feinverschneidungsventil, einer Absaugeinrichtung und einer Verbindungsleitung zum Zentralsteuerventil.

Die beste Enthärtungsanlage mit Ionenaustausch für kleine Haushalte

Der Wasserenthärter von Water2buy ist eine Enthärtungsanlage, die inklusive Bypass-Ventil geliefert wird. Dabei ist der geräuscharme und automatische Zählerenthärter optimal für einen kleinen Haushalt für bis zu 4 Personen geeignet und liefert im Durchschnitt 1250 Liter weiches Wasser täglich.  Der Enthärter arbeitet nach der Ionenaustausch-Methode und eignet sich für Indoor und Outdoor.

Die besonders einfache Installation und und das einwandfreie Funktionieren der Anlage begeistert zahlreiche Kunden. Zudem wird der Kundenservice als sehr gut bewertet. Bei Käufern punktet überdies, dass das Gerät sehr langfristig für kalkfreies Wasser sorgt.

Die beste Enthärtungsanlage mit Ionenaustausch für große Haushalte

Die Water2Buy AS800-W2B800 wiegt 29 kg bei Maßen von 22,5 x 47,5 x 111 cm. Die Enthärtungsanlage arbeitet mit der Ionenaustauschmethode. Das bedeuetet sie tauscht die „Härtemineralien“ Calcium und Magnesium durch Natrium-Ionen aus. Der Kalk wird somit entfernt und das Ergebnis ist weiches Wasser. Die Anlage hat ein Display zur Steuerung. Dies macht die Handhabung für den Laien einfacher.

Die Anlage ist auch für sehr große Haushalte von bis zu 12 Personen nutzbar. Der Hersteller empfiehlt eine maximale Nutzeranzahl von 12 Personen. Dies ist nämlich unter anderem auf den Wasserdurchfluss pro Stunde zurückzuführen, der wahrscheinlich zwischen 2 und 5 m³ pro Stunde liegt. So können mehrere Personen gleichzeitig ohne Probleme Wasser nutzen.

Die beste physikalische Kalkschutzanlage

Der PKS 2000 plus X Magnetfeldgenerator sorgt dafür, dass selbst alte Kalkablagerungen abgebaut und ausgespült werden können. Das Gerät ist variabel einstellbar, weist jedoch auch eine Automatikfunktion auf, wobei nicht in das Rohrsystem eingegriffen werden muss. Das Produkt eignet sich für einen Wasserverbrauch von bis zu 5 Kubikmetern pro Stunde.

Kunden sind begeistert, dass sich Kalkflecken spürbar reduziert haben und Küchengeräte, wie Kaffeemaschinen und Wasserkocher, einwandfreier funktionieren. Käufer bemerken zudem, dass sich die Wasserhärte nach Anschluss des Gerätes nachhaltig und schnell verbessert hat.

Kauf- und Bewertungskriterien für Enthärtungsanlagen

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Wasserenthärtungsanlagen entscheiden kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du Enthärtungsanlagen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Verfahren zur Wasserenthärtung

Bevor du dich für eine Enthärtungsanlage entscheidest, solltest du die zwei Verfahren kennen, die hauptsächlich zur Wasserenthärtung verwendet werden:

  • Ionenaustausch-Verfahren
  • Physikalische Verfahren

Grundlage der meisten Entkalkungsanlagen ist das Ionenaustausch-Verfahren. Hierbei fließt das kalkhaltige, harte Wasser in ein Behältnis, das einen speziellen Harz enthält. Dieses sogenannte Tauscherharz tauscht die im Wasser gelösten Calcium- und Magnesium-Ionen durch Natrium-Ionen aus. Durch diesen Vorgang wird der Härtegrad des Wassers gesenkt.

Wasserenthärtung mittels Ionenaustausch-Prinzip hat sich nachweislich bewährt. Andere Verfahren sind nicht immer zuverlässig.

Allerdings kann das Harz nur eine begrenzte Menge an Kalk aufnehmen. Gelangt das Harz an seine Kapazitätsgrenze, folgt eine Regenerationsphase. Dabei wird der gebundene Kalk mithilfe von Salz aus dem Tauscherharz gelöst.

Damit sich der Kalk lösen kann, fließt Salzwasser durch die Entkalkungsanlage. Hierdurch gewinnt das Harz gleichzeitig weiteres Natrium für zukünftige Austauschvorgänge. Es entsteht ein Gemisch aus Wasser, Salz und Kalk, welches ins Abwasser geleitet wird. Nach der Regenerationspause ist das Tauscherharz wieder vollständig funktionsfähig.

Des Weiteren existieren auch physikalische Verfahren zur Wasserenthärtung. Darunter fallen Verfahren, die versuchen mit magnetischen oder elektrischen Feldern Wasser zu enthärten. Die Struktur der Kalkkristalle soll hierbei so verändert werden, dass sich die Ablagerung an Rohren vermindert.

Die Wirksamkeit dieses Prinzips ist jedoch nicht wissenschaftlich nachgewiesen und so herrschen geteilte Meinungen, ob Enthärtungsanlagen dieser Art überhaupt ihre Funktion erfüllen.

Nutzerzahl

Wasserenthärtungsanlagen unterscheiden sich unter anderem erheblich in ihrer Ausstattung und Größe voneinander. Einige eignen sich für den Einsatz in Single-Haushalten, während andere für den Einsatz in Mehrfamilienhäuser ausgelegt sind.

Für jede Entkalkungsanlage finden sich Angaben vom Hersteller bezüglich der maximalen Wassermenge, die pro Tag umgewandelt wird. Oft ist bereits eine Schätzung angegeben, für wie viele Personen sich die Anlage eignet.

Ein Vorteil einer Wasserenthärtungsanlage liegt im Ausbleiben von unerwünschten Kalkablagerungen an Armaturen genauso wie in Haushaltsgeräten und Rohren. (Bildquelle: Glen McCallum / unsplash)

Wenn du dir eine Entkalkungsanlage anschaffen möchtest, solltest du dir also über den täglichen Wasserverbrauch deines Haushaltes im Klaren sein. Dabei kann dir als Orientierung der Wert von circa 120 Liter Wasser dienen, die der Durchschnittsdeutsche täglich verbraucht.

Achte darauf, dass die Kapazität deiner Wasserenthärtungsanlage über dem eigenen Wasserverbrauch liegen.

Regenerationssteuerung

Bei Enthärtungsanlagen die nach dem Ionenaustauschverfahren arbeiten wird in der Regenerationsphase mithilfe von Salz das Harz in der Anlage wieder aktiviert. Das Harz ist dann wieder bereit Kalk zu binden. Je nach Anlage erfolgt die Regeneration:

  • Mengengesteuert (volumetrisch wirkend)
  • Zeitgesteuert

Ein Großteil der Wasserenthärtungsanlagen basiert auf dem Prinzip der Mengensteuerung. Diese Anlagen erkennen automatisch wie viel Wasser enthärtet wurde und entscheiden danach wann eine Regeneration notwendig ist.

Bei zeitgesteuerten Entkalkungsanlagen muss die Regenerationszeit manuell eingestellt werden. Die Anlage regeneriert immer zu einem bestimmten Zeitpunkt unabhängig von der Menge an enthärtetem Wasser. Der Regenerationszeitraum kann beispielsweise auf 2 Uhr nachts gelegt werden.

Abhängig von der Enthärtungsanlage sollte eine Regenaration alle drei bis sieben Tage erfolgen und kann zwischen 15 und 50 Minuten dauern. Bei zeitgesteuerten Anlagen solltest du die vom Hersteller empfohlene Regenerationszeit beachten.

Moderne Wasserenthärtungsanlagen zeichnen sich durch ihre ökonomische Arbeitsweise aus. Sie arbeiten mengengesteuert und verfügen über eine Sparbesalzung. Die Regeneration erfolgt somit erst dann, wenn die Kapazität der Anlage vollkommen erschöpft ist.

Salzverbrauch

Ein entscheidendes Kriterium beim Kauf einer Wasserenthärtungsanlage ist der Salzverbrauch.

Damit Enthärtungsanlagen über einen längeren Zeitraum funktionstüchtig bleiben, benötigen sie für die Regeneration Salz. Es muss regelmäßig Regeneriersalz nachgefüllt werden, damit das Harz in der Anlage wieder aufnahmefähig für Kalk ist.

Unter den verschiedenen Enthärtungsanlagen gibt es beträchtliche Unterschiede beim Salzverbrauch. Beim Kauf sollte besonders auf diesen Faktor geachtet werden, da das Regeneriersalz den größten Kostenfaktor für den Betrieb einer Wasserentkalkungsanlage darstellt.

Es ist generell ratsam, eine möglichst moderne Anlage mit Sparbesalzung zu wählen, um den Salzverbrauch niedrig zu halten.

Lieferumfang

Beim Kauf einer Wasserenthärtungsanlage solltest du darauf achten, ob ein Anschluss-Set im Lieferumfang enthalten ist. Dieses benötigst du für den Anschluss der Anlage an die hauseigene Wasserleitung.

Das Set besteht meist aus einem Anschlussblock und Anschlussschläuchen mit Dichtungen. Ist das Anschluss-Set nicht im Kaufumfang enthalten, muss es separat dazugekauft werden.

Außerdem solltest du darauf achten, dass der Anschluss der Anlage mit deinem Wasseranschluss zuhause kompatibel ist. Größtenteils haben die Anschlüsse eine Größe von 1 Zoll (2,54 cm), der Wert sollte aber der Beschreibung der jeweiligen Enthärtungsanlage entnommen werden, da er variieren kann.

DVGW-Zertifizierung

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) ist einer der größten deutschen Branchen Zertifizierer im Bereich Gas und Wasser. Das DVGW-Zertifikat garantiert den Kauf einer zuverlässigen und hochwertigen Enthärtungsanlage.

Mit einer DVGW-zertifizierten Enthärtungsanlage bist du auf der sicheren Seite.

DVGW-zertifizierte Entkalkungsanlagen haben eine automatische Desinfektionseinrichtung, sind auf dem neuesten Stand der Technik und weisen einen geringen Verbrauch an Strom, Salz und Wasser vor.

Außerdem bestätigt die Zertifizierung die Einhaltung von Vorschriften für die Garantie der Trinkwasserqualität, den Einbau und die Integration eines technischen Rückflusshinderers, der in der Anlage verbaut sein muss.

Da es auf dem Markt für Wasserenthärtungs-Geräte auch einige Hochstapler gibt, sollte man vor dem Kauf einer Anlage ohne DVGW-Zertifizierung gründliche Recherche betreiben um den Kauf nicht zu bereuen.

Entscheidung: Welche Arten von Wasserenthärtungsanlagen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Wenn du dich für die Anschaffung einer Enthärtungsanlage entscheidest, kannst du grundsätzlich zwischen zwei Typen von Anlagen wählen:

Typ Vorteile Nachteile
Einsäulige Enthärtungsanlage Günstigerer Anschaffungspreis In der Regenerationsphase findet keine Wasserenthärtung statt
Zweisäulige (Duplex) Enthärtungsanlage Keine Regenerationspause, ununterbrochene Bereitstellung von weichem Wasser Teurerer Anschaffungspreis

Wenn du mehr über die zwei verschiedenen Ausführungen erfahren möchtest, findest du in den folgenden beiden Abschnitten weitere Informationen.

Einsäulige Enthärtungsanlage

Einsäulige Enthärtungsanlage

Wasserenthärtungsanlagen mit nur einer Enthärtersäule kommen meist in Einfamilienhaushalten zum Einsatz. Die einsäulige Enthärtungsanlage muss sich regenerieren, wobei von einer Regenerationsphase von einer Stunde ausgegangen werden kann. In dieser Zeit erfolgt keine Wasserenthärtung. Wann und wie oft eine Regeneration stattfindet, unterscheidet sich je nach Anlage.

Vorteile
  • Günstigerer Anschaffungspreis
  • Für Einfamilienhaushalt ausreichend
  • Nimmt weniger Platz ein
Nachteile
  • Anlage muss sich regenerieren
  • keine lückenlose Versorgung mit weichem Wasser

Es lässt sich sagen, dass einsäulige Entkalkungsanlagen günstiger in der Anschaffung sind und für den Normalverbraucher meist vollkommen ausreichen.

Zweisäulige (Duplex) Enthärtungsanlage

Zweisäulige (Duplex) Enthärtungsanlage

Größere Wasserenthärtungsanlagen mit zwei Säulen kommen häufig in größeren Betrieben zum Einsatz, die sich keine Regenerationspause leisten können. Einsäulige Enthärtungsanlagen wären hier mit der benötigten Wassermenge überfordert. Bei Duplex Enthärtungsanlagen wechseln sich die Säulen ab. Während eine regeneriert, ist die andere mit Wasserenthärten beschäftigt und umgekehrt. Die Anlage besteht also aus zwei vollwertigen Enthärtungssäulen.

Vorteile
  • Höhere und kontinuierliche Leistung
  • stetige Bereitstellung von weichem Wasser ist gewährleistet
  • Eignet sich für Verwendung in Mehrfamilienhäusern
Nachteile
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Nimmt mehr Platz ein

Der Anschaffungspreis ist zwar höher, dafür wird bei der zweisäuligen Entkalkungsanlage aber eine ununterbrochene Bereitstellung von weichem Wasser gewährleistet.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Enthärtungsanlagen ausführlich beantwortet

Wenn du über den Kauf einer Wasserenthärtungsanlage nachdenkst, gibt es sicherlich ein paar Fragen, die du vorher geklärt haben möchtest. In unserem umfassenden Enthärtungsanlagen Ratgeber haben wir dir die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen von Kunden herausgesucht und übersichtlich beantwortet. Unser Ratgeber soll dir dabei helfen, die für dich optimale Entkalkungsanlage auf dem Markt zu finden.

Wie funktioniert eine Wasserenthärtungsanlage?

Von hartem Wasser spricht man, wenn viel Magnesium und Calcium im Wasser enthalten ist. Zusammen bilden sie den Kalk, den man im Haushalt nur zu gut kennt. Eine Wasserenthärtungsanlage wandelt das harte, kalkhaltige Wasser in weiches Wasser um bevor es in die Haushaltsleitungen gelangt.

Es gibt verschiedene Verfahren zur Wasserenthärtung, das bekannteste, einfachste und zuverlässigste Verfahren ist das Ionenaustausch-Prinzip.

Dabei fließt das Wasser durch die Enthärtungsanlage und es folgt ein Prozess, in welchem die “harten” Calcium- und Magnesium-Ionen gegen “weiche” Natrium-Ionen ausgetauscht werden.

Ein wichtiger Bestandteil der Entkalkungsanlage ist deshalb das sogenannte Tauscherharz. An diesem lagern die Natrium-Ionen. Fließt nun Wasser über das Harz, findet der Ionenaustausch statt: Calcium und Magnesium bleiben haften und Natrium löst sich und verbindet sich mit dem Wasser. Durch diesen Vorgang erhältst du weiches Wasser.

Als Laie kann man grob erkennen ob sich viel oder wenig Kalk im Wasser befindet, wenn es leicht trüb erscheint. Glasklares Wasser enthält daher so gut wie keinen oder nur wenig Kalk. (Foto: Steve Johnson / Pexels.com)

Wann ist eine Enthärtungsanlage sinnvoll?

Die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage kann dann sinnvoll sein, wenn dein Leitungswasser einen besonders hohen Härtegrad (=hohe Kalkhaltigkeit) aufweist. Je nach geographischer Lage unterscheidet sich die Härte des Wassers.

Im Folgenden ein Überblick über die Einteilung der Härtegrade. °dH steht für “Grad deutscher Härte”.

Härtebereich °dH
Weich bis 7,3
Mittel 7,3 bis 14
Hart 14 bis 21,3
Sehr hart über 21,3

Bei einer Wasserqualität ab 14 °dH kann die Installation einer Wasserenthärtungsanlage in Erwägung gezogen werden, denn ab diesem Härtegrad ist das harte Wasser sehr wahrscheinlich für einige auftretende Probleme verantwortlich.

Zu diesen Problemen zählen zum Beispiel verstärkte Kalkablagerungen an Armaturen, der Kaffeemaschine oder im Wasserkocher. Dies steigert den Energiebedarf, der zum Betreiben der elektrischen Geräte benötigt wird. Gerade in Regionen mit harter Wasserqualität können Kalkrückstände und Kalkablagerungen an Rohren und in den Geräten hohe Schäden anrichten.

Für weitere Informationen zum Thema Wasserhärte haben wir ein Video für dich herausgesucht:

Welche Vorteile bringt mir eine Enthärtungsanlage?

Hier findest du die Vorteile einer Wasserenthärtungsanlage von uns zusammengefasst:

Vorteil Erläuterung
Energieeffizienz Kalkablagerungen in Rohren und an Haushaltsgeräten liegen in fast allen Haushalten vor. Verkalkte Geräte haben einen deutlich höheren Energiebedarf im Vergleich zu kalkfreien Geräten. Eine Kalkschicht von ca. 1 mm kann zu einem Energiemehrbedarf von bis zu 15% führen. Eine Entkalkungsanlage dient also auch der Energiekosteneinsparung.
Verlängerte Lebensdauer von Geräten Durch die Wasserenthärtung können Geräte und Maschinen nicht verkalken und die Lebensdauer wird erweitert. Dadurch werden Anschaffungskosten für ein Neugerät aufgeschoben. Außerdem ergibt sich ein weiterer Einspareffekt dadurch, dass Kalkreiniger und entsprechende Schutzmittel nicht mehr benötigt werden.
Verbesserte Körperpflege Entkalktes Wasser ist für den menschlichen Körper angenehmer, da in weichem Wasser durch den allgemein geringen Mineralanteil auch weniger gelöste Salze enthalten sind. Haut und Haare werden sich durch den Gebrauch von weichem Wasser deutlich weicher anfühlen.
Waschmittelersparnis Mit enthärtetem Wasser schäumen Putzmittel und Seife viel besser, der Waschmittelverbrauch sinkt also stark. Außerdem wird beim Waschen mit hartem Wasser die Wäsche ein wenig gräulich, bei entkalktem Wasser geschieht dies nicht.
Besseres Geschmackserlebnis Besonders für Tee- und Kaffeetrinker bringt weiches Wasser Vorteile. Aufgrund der geringen Härte werden Aromastoffe besser gelöst und ihre Wirkung kann sich stärker entfalten. Dies gilt auch für Gemüse, welches außerdem beim Kochen mit weichem Wasser seine Farben besser konserviert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Anschaffung einer Enthärtungsanlage im Laufe der Nutzung und besonders in langfristiger Perspektive äußerst bezahlt machen kann.

Welche Enthärtungsanlage brauche ich?

Hast du dich für die Anschaffung einer Entkalkungsanlage entschieden, stellt sich dir spätestens jetzt die Frage, welche Anlage die beste ist.

Du solltest bei der Wahl einer Enthärtungsanlage mehrere Punkte beachten, die wir in unseren Kauf- und Bewertungskriterien für Enthärtungsanlagen näher erläutern.

Es ist zum Beispiel wichtig, dass die Kapazität der Anlage zu der Anzahl an Verbrauchern passt. Des Weiteren gibt es verschiedene Verfahren zur Wasserenthärtung. Am häufigsten arbeiten Entkalkungsanlagen mit dem Ionenaustausch-Verfahren.

Ausschlaggebend können außerdem die Folgekosten der Anlage sein, wie beispielsweise der Salzverbrauch (beim Ionenaustauschverfahren) oder die Anschaffung eines Montage-Sets, falls dieses nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Achte insbesondere darauf, ob die Wasserenthärtungsanlage DVGW-zertifiziert ist. So kannst du sichergehen, dass technische und hygienische Anforderungen geprüft sind.

Was kostet eine Enthärtungsanlage?

Zwischen den verschiedenen Kalkschutzanlagen gibt es eine große Preisspanne. Abhängig von Qualität und Auslegung der Enthärtungsanlage variieren die Preise stark. Je nachdem welche Anforderungen die Anlage erfüllen soll, kannst du mit einem mittleren dreistelligen bis hin zu einem mittleren vierstelligen Betrag rechnen.

Generell sind Entkalkungsanlagen mit einer Enthärtersäule, welche meist in Einfamilienhaushalten zu finden sind, günstiger als die duplex-Variante mit zwei Säulen, welche in größeren Haushalten oder Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommt.

Typ Preisspanne
Einsäulige Anlage ca. 400-2.500 €
Zweisäulige (Duplex) Anlage 1.700-4.000 €

Der Kauf einer Entkalkungsanlage sollte gut überlegt sein. Wir empfehlen, verschiedene Anlagen und Hersteller zu vergleichen. Die Modelle bekannter Hersteller können recht kostspielig sein. Allerdings lohnt es sich auf geprüfte Qualität und Zuverlässigkeit zu setzen, da in dem Fall mit einer lagen Lebensdauer der Enthärtungsanlage gerechnet werden kann.

Wo kann ich eine Enthärtungsanlage kaufen?

Wasserenthärtungsanlagen bekommst du sowohl direkt bei deinem Sanitärfachmann als auch im Baumarkt oder in Online-Shops.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Entkalkungsanlagen verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • hornbach.de

Wie oft muss ich bei einer Enthärtungsanlage Salz nachfüllen?

Wie oft das Regeneriersalz bei einer Enthärtungsanlage mit Ionenaustauschprinzip nachgefüllt werden muss, hängt neben der Füllmenge des Salzbehälters vom generellen Salzverbrauch der Anlage, dem eigenen Wasserverbrauch und der Wasserhärte ab.

Je größer die Maschine und je häufiger ihre Nutzung, desto öfter muss Salz nachgefüllt werden. Moderne Maschinen haben meist eine Anzeige, die meldet, sobald neues Salz nachgefüllt werden muss.

Bei einer Wasserhärte von 20 °dH in einem Einfamilienhaus mit vier Personen muss das Salz etwa alle acht Wochen aufgefüllt werden.

Wie oft regeneriert sich eine Enthärtungsanlage?

Mengengesteuerte Wasserentkalkungsanlagen regenieren sich automatisch, denn sie erkennen selbstständig wie viel Wasser enthärtet wurde und wann eine Regeneration notwendig ist. Dabei wird die Regeneration häufig um zwei Uhr nachts durchgeführt, da zu dieser Zeit kein weiches Wasser benötigt wird.

Bei zeitgesteuerten Anlagen erkennt die Anlage nicht selber, wie viel Wasser bereits enthärtet wurde. Die Regenerationszeit muss manuell eingestellt werden, wobei unbedingt auf die empfohlene Regenerationszeit des Herstellers geachtet werden sollte.

Damit die Funktion der Wasserenthärtung auch langfristig gewährleistet ist und sich keine Keime bilden, sollte eine Regeneration mindestens einmal in der Woche erfolgen.

Welche Alternativen gibt es zu Enthärtungsanlagen?

Zur Wasserenthärtung werden neben herkömmlichen Wasserenthärtungsanlage auch Umkehrosmoseanlagen eingesetzt.

Die Umkehrosmosetechnik ist vergleichbar mit einer extrem feinen Filtration. Bei der Wasserenthärtung auf Basis von Umkehrosmose werden fast alle gelösten Bestandteile aus dem Wasser herausgefiltert, darunter auch Kalk.

Die gefilterten Bestandteile werden in einem Spülverfahren in den Abfluss gespült, wofür meist eine hohe Menge an Trinkwasser nötig ist. Die Verbraucherzentrale gibt zu bedenken, dass dies zu hohen Energie- und Wasserkosten führe.

Ein weiterer Nachteil ist, dass dem Wasser nicht nur Kalk, sondern auch andere wichtige Mineralien entzogen werden. Außerdem ist die Filtermembran anfällig für Verkeimung.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.chemie.de/lexikon/Wasserenthärtung.html

[2] https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Wasserenthärtung

[3] https://www.haustec.de/sanitaer/trinkwasser/wann-ist-eine-enthaertung-sinnvoll-und-wo-gehoert-sie-hin?page=all

Warum kannst du mir vertrauen?

Ralf hat jahrelang in Südafrika gelebt und dort ein Geschäft für Klimageräte geführt. Durch eine zusätzliche Ausbildung zum Handwerker hat er eine große Expertise in den Themenbereichen Klimaanlagen, Lüftungen und im Handwerken.