Wie ein Raum auf seine Betrachter wirkt, ist nicht zuletzt dem Bodenbelag zuzuschreiben. Abhängig von Farbe und Material können sich ganz unterschiedliche Wirkungen ergeben.

Von gemütlich rustikal, bis klassisch und puristisch ist alles möglich. Dabei kann auf Altbewährtes vertraut werden oder aber du entscheidest dich für neue, innovative Ideen.

Bodenbeläge können den Wohlfühlfaktor des Raumes erhöhen und überzeugen mit vorteilhaften praktischen Eigenschaften.

Der nachfolgende Ratgeber stellt einzelne Bodenbeläge vor und hilft dabei, sich für den passenden Fußboden zu entscheiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder Bodenbelag bringt spezifische Eigenschaften mit und sollte bedarfsgerecht ausgewählt werden.
  • Ein Parkettboden wirkt besonders hochwertig. Laminat stellt eine günstigere Alternative dar. Teppiche machen Wohnräume gemütlicher und innovativen Designbelägen gehört die Zukunft.
  • Die Bodenbeläge sollten auf das Wohnraumkonzept abgestimmt werden. Passend zum jeweiligen Einrichtungsstil kann der Fußboden in Farbe und Material eine stimmige Ergänzung bilden und das Raumkonzept abrunden.

Definition: Was sind Bodenbeläge?

Bodenbeläge stellen einen Sammelbegriff für alle verwendeten Nutzbeläge innerhalb von Gebäuden dar.

Dabei kann grob unterschieden werden in:

  • textile Beläge: Teppiche und Läufer
  • nicht textile Beläge: Kork, Linoleum, PVC
  • Hartbeläge: Parkett, Laminat
  • mineralische Beläge: Stein, Terrazzo, Keramikfliesen

Bodenbeläge besitzen unterschiedliche Materialeigenschaften und werden schwimmend verlegt oder mit dem Untergrund verbunden.

Unter Bodenbelag versteht man jegliches Material, das für einen Nutzbelag in einem Gebäude verwendet wird. (Bildquelle: 123rf.com / 35540000)

Was ist der Unterschied zwischen Laminat und Parkett

Holzböden sind besonders in Wohnräumen beliebt. Die unterschiedlichen Farben und Maserungen bieten die Möglichkeit einer individuellen Raumgestaltung. Dabei konkurriert Echtholzparkett mit Laminat.

Wer einen Unterschied zwischen beiden Bodenbelägen erkennen möchte, muss mitunter genau hinschauen. Die Qualität und Wertigkeit von Laminat wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Parkett wird aus zusammengefügten Holzstücken hergestellt und ist damit ein massiver Echtholzboden. Die charakteristische Maserung bleibt ebenso erhalten, wie die jeweiligen Holzeigenschaften.

Parkettboden ist stabil und langlebig. Der Raum wirkt warm und wohnlich. Auch Barfußläufer empfinden den Boden nicht als fußkalt. Zeigen sich mit der Zeit Dellen oder Kratzer im Boden, kann das Parkett abgeschliffen und wieder entsprechend aufgearbeitet werden.

Laminat ist kein Echtholzbelag, auch wenn es optisch häufig vermutet werden könnte. Die Grundlage bilden Faserplatten, welche ein Dekorpapier erhalten. Das Ganze wird mit Melaminharz versiegelt.

Um eine realistische Holzoptik zu erzeugen, werden häufig Holzfasern eingearbeitet. Damit werden Echtholzböden nachgeahmt. Laminat symbolisiert nicht immer die Optik von natürlichen Hölzern. Auch im Stil von Steinfußböden oder Fliesen lassen sich Laminatböden finden.

Die Auswahl an Laminat ist groß und es werden immer wieder neue Techniken auf den Markt gebracht. So steht die Elesgo-Technologie für ein besonders wertig erscheinendes Hochglanzlaminat.

Was ist der Unterschied zwischen PVC und WPC?

Zwischen PVC und WPC gibt es in Optik, Verwendung und Verlegung deutliche Unterschiede.

PVC steht für Polyvinylchlorid, einem eigentlich recht harten und spröden Kunststoff. Erst durch die Zugabe von Weichmachern wird aus dem synthetischen Material ein Fußbodenbelag.

PVC-Boden befindet sich auf Rollen und wird nach Maß zugeschnitten. Die Verlegung erfolgt durch Verklebung auf dem Untergrund. PVC ist preiswert und pflegeleicht.

Gegenüber Fliesen oder einem Laminatboden nutzen sich PVC-Böden deutlich schneller ab und müssen ausgetauscht werden.

WPC-Dielen bestehen zum größten Teil aus Holzfasern. Der Kunststoffanteil beträgt lediglich etwa 20 Prozent. Die stabilen Dielen werden im Außenbereich eingesetzt. WPC (Wood Polymer Composites) gilt als umweltgerechte und preisgünstige Alternative zu Tropenhölzern.

Hintergründe: Was du über Bodenbeläge wissen solltest

Die Auswahl an Bodenbelägen ist groß. Bevor du dich für den passenden Fußboden entscheidest, solltest du die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Fußbodenbeläge kennen.

Ist die Wahl auf einen entsprechenden Bodenbelag gefallen, kann die Auswahl ins Detail gehen und du kannst passende Farben und Strukturen auswählen.

Dies ist in jedem Fall eine Herausforderung, denn innerhalb der Wohnung sollte, wenn möglich ein einheitlicher Fußbodenbelag verlegt werden.

Welche Bodenbeläge gibt es?

Auf den ersten Blick mag die Vielfalt an Bodenbelägen verwirrend erscheinen. Nachfolgend stellen wir einen Vergleich der einzelnen Fußböden an.

Du lernst die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien kennen und kannst entsprechende Bodenbeläge Arten im Nachhinein zielgerichteter auswählen.

Die gängigsten Bodenbeläge:

  • Laminat
  • Parkett
  • Teppich
  • Fliesen
  • Vinyl
  • Kork
  • Linoleum
  • PVC
  • WPC

Laminat – günstig, vielfältig und robust

Laminat befindet sich in beinahe jeder Wohnung. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Die Holzfaserplatten sind eine günstige Alternative zu Parkettboden.

Dabei ist die Optik beinahe mit Echtholz vergleichbar.

Es gibt bei Laminat jedoch deutliche Qualitätsunterschiede. Beim Kauf sollte auf die Paneelstärke geachtet werden. Diese gibt Auskunft über die Stärke der Holzspanplatte.

Die Dekorschichten können ganz unterschiedlich ausfallen und Echtholz ebenso nachahmen wie einen Fliesen-, Marmor- oder Sandsteinboden.

Parkett – stilsicher, zeitlos, edel

Parkett kann, ohne zu übertreiben als König unter den Bodenbelägen beschrieben werden. Holz besitzt eine ganz besondere Ausstrahlung, welche auf den Raum übertragen wird. Holzdielen wirken exklusiv, warm und wohnlich.

Dabei zeigt sich Echtholz ausgesprochen vielseitig, in unterschiedlichen Holzfarben und Maserungen. Für Parkett ist eine mindestens 2,5 Millimeter umfassende Nutzschicht vorgeschrieben.

Liegt die Stärke unter der DIN EN 13489-Vorgabe, darf der Bodenbelag nicht als Parkett verkauft werden.

Parkett wird wie folgt unterschieden:

  • Holzboden
  • Dreischicht-Parkett
  • Massivholzdielen

Holz ist als natürlicher Werkstoff eines gewissen Alterungsprozesses unterworfen. Werden die Dielen mit der Zeit stumpf und erscheinen abgenutzt, lassen sie sich abschleifen und entsprechend aufarbeiten.

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Teppich – gemütlich, kuschelig, sensibel

In einem gemütlichen und wohnlichen Ambiente dürfen Teppiche nicht fehlen. Neben dem Wohnzimmer erfreuen sich Teppichböden auch im Schlaf- und Kinderzimmer großer Beliebtheit.

Teppiche sind weich und strahlen Wärme aus. Das Barfußlaufen wird als angenehm empfunden. Zugleich kann ein Teppich als Schalldämpfer fungieren.

Beim Kauf von Teppichboden sollte auf folgende Kriterien geachtet werden:

  • Fasermaterial
  • Faserlänge
  • Farbechtheit
  • Belastbarkeit
  • Wärmedämmung
  • Material der Teppichrückseite

Die Hygiene spielt bei der Pflege von Teppichböden eine große Rolle. Schließlich kann der Fußboden nicht einfach geputzt werden. Besonders wenn Kleinkinder und Haustiere vorhanden sind, ist ein hochwertiger Staubsauger ein Muss.

Nachteilig wirkt sich auch die Anfälligkeit für Flecken und Verschmutzungen aus. In regelmäßigen Abständen sollte eine professionelle Teppichreinigung erfolgen.

Fliesen – praktisch, hygienisch, pflegeleicht

Fliesen sind weit mehr als ein zweckmäßiger Bodenbelag für Feuchträume. Längst haben Fliesenböden auch in Wohnräumen Einzug gehalten. Unterschiedliche Farben und Designs kommen einem modernen wie klassischen Ambiente entgegen.

Es spricht eine Menge für die Fliese als praktischen, rutschfesten und pflegeleichten Bodenbelag. Fliesen sind langlebig und halten auch starker Beanspruchung stand. Feuchtigkeit in Küche oder Badezimmer schadet dem Fußboden nichts und die Reinigung ist kinderleicht.

Lassen Fliesen die Gemütlichkeit vermissen und den Raum kühl und hallenartig wirken, kann der zusätzliche Einsatz von Teppichen für Gemütlichkeit sorgen. Weisen Fliesen Sprünge auf müssen sie ausgetauscht werden. Dies kann sich umständlich und zeitintensiv gestalten.

Vinyl – vielseitig, unkompliziert, robust

Wer einen pflegeleichten Fußbodenbelag sucht, entscheidet sich nicht selten für Vinyl. Der Bodenbelag lässt sich durch Saugen und Wischen einfach reinigen. Eine Behandlung mit Ölen oder Politur ist nicht notwendig.

Vinylboden wird in unterschiedlichen Nutzungsklassen angeboten und ist für alle Räumlichkeiten geeignet. Es handelt sich zwar um einen strapazierfähigen Bodenbelag, schwere Möbelstücke können jedoch Druckstellen hinterlassen.

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Kork – natürlich, wohnlich, ökologisch

Korkboden ist ein natürlicher Bodenbelag. Das Material stammt aus Baumrinde. Dabei wird die Rinde der Korkeiche besonders häufig verwendet. Kork kann die Feuchtigkeit regulieren. Damit ist für ein gesundes Raumklima gesorgt.

Der Bodenbelag vermittelt ein angenehmes Laufgefühl und eignet sich gut für Allergiker. Dabei muss nicht zwingend auf die natürliche Korkoptik zurückgegriffen werden. Es sind auch Korkböden in Holz-, Stein- oder Betonoptik im Handel.

Damit es sich auch wirklich um einen umweltgerechten Fußboden handelt, sollte beim Kauf auf den Verzicht lösungsmittelhaltiger Lacke geachtet werden. Naturharze oder Naturöle gelten als umweltfreundliche Alternativen.

Linoleum – klassisch, umweltfreundlich, vielseitig

Der Begriff Linoleum ist häufig negativ behaftet, klingt er doch irgendwie altmodisch und nach einem künstlich hergestellten Produkt. Von diesen Vorurteilen solltest du dich befreien.

Linoleumboden ist natürlich und umweltfreundlich. Für die Herstellung werden Holzmehl, Naturharz, Leinöl, Kalksteinmehl und Jute als Trägermasse verwendet.

Linoleum ist einmal mehr ein zeitgemäßer Fußbodenbelag. Haltbarkeit und Elastizität wurden deutlich verbessert.

PVC – flexibel, günstig, haltbar

PVC ist ein vielseitig nutzbares Chemieprodukt. Polyvinylchlorid ist bei der Herstellung von Bekleidung und der Isolierung von Elektroleitungen ebenso beliebt wie es sich als Fußbodenbelag bewährt.

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Durch die Zugabe von Weichmachern wird das Material flexibel und kann ausgerollt und als Fußboden verlegt werden. Davon wird reger Gebrauch gemacht. Der preiswerte Bodenbelag findet sich in etwa einem Viertel aller deutschen Haushalte.

WPC – attraktiv, zweckmäßig, langlebig

Auf den ersten Blick ist WPC von Holzdielen kaum zu unterscheiden. In der Tat handelt es sich jedoch bei Wood Plastic Composite um einen aus Holzfasern und Kunststoff bestehenden Mix.

Dabei entsteht ein besonders langlebiges und pflegeleichtes Material, welches sich im Außenbereich bewährt hat und die Optik von echten Holzdielen vermittelt. WPC nutzt sich nicht ab und kann auch nicht splittern.

Nach diesem kleinen Überblick über alle gängigen Bodenbeläge haben wir dir in folgender Übersicht die Vor- und Nachteile der genannten Fußböden nochmals gegenübergestellt.

Bodenbelag Vorteile Nachteile
Laminat Große Angebotspalette, Preiswert, Hygienisch, Robust, Einfache Verlegung Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Große Qualitätsunterschiede, Keine Aufarbeitung durch Abschleifen möglich
Parkett Ansprechende Optik, Hohe Wertigkeit, Natürliche Holzmaserung, Strapazierfähig, Kann abgeschliffen werden Hoher Preis, Natürliche Abnutzungserscheinungen, Hoher Pflegeaufwand
Teppich Sorgt für Gemütlichkeit, Schalldämmung, Rutschfestigkeit, Große Produktauswahl, Angenehmes Laufgefühl Hoher Pflegeaufwand, Aufwendige Reinigung, Anfällig gegenüber Flecken und Verschmutzungen
Fliesen Pflegeleicht, Langlebig, Hygienisch, Große Produktauswahl, Eignung für Feuchträume Aufwendige Verlegung, Hohe Kosten, Bruchgefahr, Oft unzureichende Schalldämmung
Vinyl Geringer Pflegeaufwand, Einfache Verlegung, Ideal für Fußbodenheizungen, Geräuscharm, Angenehmes Laufgefühl Untergrund muss eben sein, Verlegung nicht auf jedem Altbelag möglich, Druckstellen möglich
Kork Naturmaterial, Schalldämmung, Isolierende Eigenschaften, Pflegeleicht, Für Allergiker geeignet Dehnungsfuge erforderlich, Versiegelung nötig
Linoleum Umweltfreundlich, Natürlich, Robust, Langlebig, Pflegeleicht Höherer Preis als PVC, Geringere Produktauswahl als PVC
PVC Pflegeleicht, Leicht zu verlegen, Günstig im Preis, Wasserabweisend, Schalldämmend Vorbereitung des Untergrundes nötig, Schädliche Weichmacher können enthalten sein
WPC Ansprechende Optik, Pflegeleicht, Langlebig, Splittert nicht, Ideal für Balkon und Terrasse Weniger lebendiges Erscheinungsbild als Echtholz, Bei hohem Kunststoffanteil Aufhellungen möglich

Welche weiteren Bodenbeläge gibt es?

Mit diesem allgemeinen Überblick ist zwar eine Orientierung gegeben, die Auswahl an Bodenbelägen allerdings noch lange nicht erschöpft. Wer etwas Ausgefallenes sucht, wird vielleicht von folgenden Fußböden begeistert sein.

Beton – modern, puristisch, pflegeleicht

Der Industrie-Stil gewinnt mehr und mehr an Beliebtheit. Ein Betonboden rundet die nüchterne und funktionelle Einrichtung ab.

Während Beton noch vor wenigen Jahren lediglich in Kellern Verwendung fand, hat er sich mittlerweile auch als Bodenbelag in Küche oder Wohnbereich etabliert.

Betonboden ist günstig, robust und pflegeleicht, aber keinesfalls langweilig. Verabschiede dich vom tristen Grau. Fußböden in verschiedenen Farben und Schattierungen sind heute keine Seltenheit mehr.

Estrich – pflegeleicht, langlebig, flexibel

Estrich kannte man noch vor wenigen Jahren nur als Grundlage des eigentlichen Betonbodens. Heute ist Sichtestrich ebenfalls ein angesagter Bodenbelag, welcher für sich selber spricht und einen urbanen Charme ausstrahlt.

Estrich eignet sich als Belag für Wohnzimmer, Bad, Küche und Flur. Wird der Boden versiegelt, kann Sichtestrich in allen Wunschfarben eingefärbt werden. Ebenso sind verschiedene Glanzgrade realisierbar.

Eine fachmännische Ausführung ist anzuraten, denn Estrich neigt dazu, Risse zu zeigen. Weiterhin sollte die notwendige Trocknungszeit beachtet werden, bevor der neue Bodenbelag betreten wird.

Das Verlegen von Estrich sollte einem Fachmann überlassen werden, da Estrich schnell reisst. (Bildquelle: 123rf.com / 43462628)

Aqua Blue – modern, ökologisch, stylisch

Dieser Designboden entspricht den ökologischen Anforderungen. Du erhältst einen modernen Bodenbelag im Holzdielenformat. Der Klickboden kann einfach verlegt werden.

Aqua Blue besteht aus einer mineralischen Trägerplatte. PVC, Weichmacher oder ähnliche gesundheitsgefährdende Stoffe sind nicht enthalten. Es handelt sich um ein besonders pflegeleichtes, wasserfestes und formstabiles Material.

Ein spezieller Digitaldruck ermöglicht authentische Strukturen und lässt den Dielenboden täuschend echt wirken. Für die Verlegung wird die b!Design Faltplatte benötigt. Es sollte nicht mit Hammer und Schlagklotz gearbeitet werden.

Domus

Dieser Teppichboden besticht durch seine tolle Holzoptik. Durch eine spezielle Färbetechnik wird die Baumrinde auf den aus Wolle und Seide bestehenden Teppich aufgebracht.

Impressive Ultra

Laminat ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Bereits ein umgekippter Wascheimer reicht aus, um die Leisten aufquellen zu lassen. Nicht so bei Impressive Ultra.

Während das Wasser bei herkömmlichem Laminat in die Fugen dringt, wird dies hier durch eine neue Technologie verhindert. Die Feuchtigkeit bleibt auf der Oberfläche und kann dort, ähnlich wie bei Fliesenboden, einfach entfernt werden.

Lost Weave

Dieser Teppichboden ließ sich von den von marokkanischen Frauen hergestellten Boucherouite-Teppichen inspirieren. Während in Marokko recycelte Stoffe verwendet werden, bestehen Lost Weave Teppiche aus Wolle, Seide und Brennnesselfasern.

Die Teppiche besitzen ausdrucksvolle Farben und eine ansprechende Hochtief-Struktur.

Bodenbeläge: Praktische Anwendung und Vorteile

Du kennst nun die Vielfalt an Bodenbelägen und deren Vor- und Nachteile. Die Frage nach dem passenden Belag hängt mit der übrigen Einrichtung zusammen.

Der Bodenbelag muss zur Einrichtung passen und umgekehrt.

Wir verraten dir nun, welche Fußböden sich für welche Räume am besten eignen. Außerdem erfährst du, wie sich Fußbodenbelag verlegen lässt und welche Unterschiede es dabei gibt.

Welcher Bodenbelag für welches Zimmer?

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Längst müssen Küchen nicht immer nur praktisch sein und gehören Couch und Schrankwand ausschließlich ins Wohnzimmer. Die Wohnkonzepte vermischen sich. Es entstehen Wohnküchen, Bäder im Schlafzimmer oder Esszimmer mit Wintergarten.

Bei der Wahl des Bodenbelags ist ein einheitlicher Stil wichtig.

Neben dem persönlichen Geschmack gilt es auch, allgemeine Prioritäten zu setzen. So sind nicht alle Fußbodenbeläge für die Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet.

Ebenso spielt die Belastbarkeit eine Rolle. Böden in Küche und Bad sollten rutschfest sein und sich einfach reinigen lassen.

Folgende Übersicht nennt die Verwendungsmöglichkeiten der bereits besprochenen Bodenbeläge:

Bodenbelag Anwendung in
Parkett Wohnzimmer, Esszimmer, Bibliothek, Arbeitszimmer, Flur
Laminat Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur
Kork Wohnzimmer, Kinderzimmer
Fliesen Küche, Bad, Wohnzimmer, Keller, Balkon, Flur
Teppich Wohnzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer
PVC Wohnzimmer, Küche, Bad
Vinyl Wohnzimmer, Küche, Bad, Keller
Stein Küche, Bad, Keller, Balkon
WPC Balkon, Terrasse

Wie werden Bodenbeläge verlegt oder angebracht?

Hast du dich für einen Bodenbelag entschieden, steht die Verlegung an. Hierbei gibt es Unterschiede wie Gemeinsamkeiten.

Wer es sich nicht zutraut, den Fußboden fachgerecht zu verlegen, sollte die Arbeit Profis überlassen, damit sich ein optisch ansprechendes und in sich geschlossenes Bild ergibt.

Die Verlegung von Parkett und Laminat

Die Unterschiede beider Fußböden haben wir bereits besprochen. Bei der Verlegung gibt es einige Gemeinsamkeiten. Parkett wird meist schwimmend verlegt.

Dies bedeutet, die einzelnen Elemente werden lediglich an den Seiten miteinander verbunden und nicht mit dem Untergrund verleimt.

Laminat wird ebenfalls schwimmend verlegt. Halt geben dabei einfache Klickverbindungen. Klicklaminat können auch Laien recht einfach verlegen. Wichtig ist auf Passgenauigkeit und einen sauberen und ebenen Untergrund zu achten.

Parkett verlegen: Alle wichtigen Fragen und Antworten

Die Verlegung von PVC

In kleineren und wenig verwinkelten Räumen ist die Verlegung von PVC-Boden schnell erledigt. Der Belag wird ausgerollt und mithilfe eines Cuttermessers entsprechend zurechtgeschnitten.

Entlang der Kanten wird beidseitiges Klebeband aufgebracht. Damit ist der praktische Bodenbelag ausreichend fixiert und kann anschließend sofort betreten werden.

Handelt es sich um Räumlichkeiten mit einer Fläche von mehr als 20 Quadratmetern, empfiehlt sich eine vollflächige Verklebung.

PVC verlegen: Tipps und Tricks

Die Verlegung von Fliesen

Fliesen müssen verklebt werden. Dies sollte auf einem ebenen, trockenen und staubfreien Untergrund geschehen. Zwischen den Fliesen ist eine Fugenbreite von mindestens zwei Millimetern einzuhalten, damit Spannungen und Bewegungen ausgeglichen werden können.

Für die Verlegung sind Fliesenkreuze in passender Größe notwendig und zwischen die Fliesen zu platzieren.

Die Verlegung von WPC

Dielen für den Außenbereich werden auf einer Unterkonstruktion angebracht. Dies ist notwendig, damit die Dielen nicht in Kontakt mit dem Erdreich kommen und keine Staunässe entstehen kann. Als Untergrund können Schotter oder Kies dienen.

Welche Bodenbeläge sind besonders nachhaltig?

Die Entscheidung für den passenden Bodenbelag sollte wohlüberlegt werden, nicht zuletzt, weil dieser uns über Jahre begleiten soll. Die Nachfrage nach umweltgerechten Fußböden steigt.

Folgende Bodenbeläge passen in eine nachhaltiges Zuhause:

Beton

Beton ist praktisch unverwüstlich und muss nicht ausgetauscht werden. Dabei kann der Belag uneingeschränkt belastet werden. Da Beton im Sommer kühlt und in der kalten Jahreszeit Wärme abgibt, lässt sich ein angenehmes Raumklima schaffen und die Energiebilanz fällt positiv aus.

Bambus

Bambus wächst ausgesprochen schnell und ist der wohl nachhaltigste Holzboden. Allerdings sollte die Einfuhr nicht über tausende von Kilometern erfolgen. Bambus ist langlebig und leicht zu reinigen.

Damit der Bodenbelag wirklich gut für die Umwelt ist, sollte auf schadstofffreien Kleber geachtet werden.

Linoleum

Auch wenn viele vielleicht ein anderes Bild im Kopf haben, Linoleum ist ein natürliches Material aus nachwachsenden Rohstoffen. Selbst wenn es nicht mehr benötigt wird, kann es ohne Probleme verrotten und muss nicht verbrannt werden.

Fazit

Die Wahl des passenden Bodenbelags ist keine leichte Aufgabe Jeder Fußboden besitzt andere Eigenschaften. Daher sollte vorab überprüft werden, ob sich das Material hinsichtlich Optik und Belastbarkeit für die eigenen Ansprüche eignet.

Bei der Auswahl stehen natürliche Holzböden modernen Design-Böden gegenüber. In jedem Fall sollte auf ein umweltfreundliches Produkt geachtet werden. Auch im Kleber oder in den Unterlagen können Schadstoffe enthalten sein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.schoener-wohnen.de/einrichten/9341-thma-grosser-ratgeber-bodenbelag

[2] https://www.bautipps.de/ratgeber-innenausbau/die-qual-bei-der-richtigen-boden-wahl-ratgeber-zur-wahl-des-bodenbelags

[3] https://selbermachen.de/bauen/bodenbelaege/bodenbelaege-kennen-und-richtig-verlegen

[4] https://www.obi.de/magazin/bauen/boden/pvc-verlegen