Anzuchterde
Zuletzt aktualisiert: 4. März 2021

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Wer im Frühling mit der Aussaat oder der Vermehrung von Stecklingen beginnen möchte, wird dabei oft vor die Wahl der richtigen Erde gestellt. Anzuchterde hilft in diesem Fall durch ihren geringen Nährstoffgehalt, das Gedeihen der Keime zu optimieren.

Die Keimlinge wachsen durch die Anzuchterde nicht zu schnell und bilden tiefe, verzweigte Wurzeln. Anzuchterde zeichnet sich im Gegensatz zu Blumenerde dadurch aus, dass sie locker, salzarm und keimfrei ist, wodurch Wasser gut gespeichert werden kann und sich weniger Schimmel oder Pilze bilden können.

Dieser Ratgeber soll dir einen Überblick über Anzuchterde und verschiedene Zusammensetzungen bieten und dir durch einen Produktvergleich helfen, die richtige Anzuchterde für dein nächstes Gartenprojekt zu finden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Anzuchterde hilft der optimalen Wachstumsförderung von Samen und Stecklingen.
  • Sie besteht hauptsächlich aus Kompost, Humus, Holz- oder Kokosfasern, Sand, Kies oder Perlite und zeichnet sich dadurch aus, dass sie nährstoffarm, locker, salzarm, wasserdurchlässig und keimfrei ist. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Pflanzenart. Diese brauchen von den unterschiedlichen Bestandteilen entweder mehr oder weniger.
  • Bei der Anzuchterde gibt es verschiedene Arten, einen Einblick erhältst du im Folgenden.

Anzuchterde im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Hier findest du eine Auswahl verschiedener Arten von Anzuchterde, damit dir die Entscheidung bei der Wahl der richtigen Anzuchterde für dein nächstes Gartenprojekt erleichtert wird. Diesen kannst du Bewertungen und Empfehlungen entnehmen.

Die beste Anzuchterde mit Start-Düngung

Diese Anzucht- und Kräutererde von Compo Sana enthält Start-Dünger für bis zu 6 Wochen und dient der Aussaat, Vermehrung, aber auch Kultivierung von Pflanzen und Kräutern in Schalen, Töpfen oder auch Beeten.

Sie versorgt mit wichtigen Nährstoffen, bietet einen lockeren Boden durch Perlite-Atmungsflocken sowie eine gute Wasseraufnahme. Zudem enthält sie einen Wurzel-Aktivator namens AGROSIL. Die Anzuchterde wird in 5l, 10l, 10l Bio, 10l + 5l sowie 20l angeboten.

Außerdem zeichnet sie sich durch eine einfache Handhabung aus. Die Erde sollte leicht aufgelockert werden und bis zu 1 cm unter den Rand des Gefäßes gefüllt werden. Danach kann man mit der Aussaat beginnen. Über diese siebt man wieder ein wenig Erde und bewässert sie anschließend leicht.

Bewertung der Redaktion: Die Anzuchterde von Compo Sana liegt im höheren Preissegment, denn sie sorgt durch den Start-Dünger und eine strenge Qualitätskontrolle für eine sichere Keimung und ein schnelles Wachstum von Pflanzen und Kräutern. Damit steht deinem nächsten Gartenprojekt nichts mehr im Weg!

Die beste Bio Anzuchterde

Die Bio Kräuter- & Aussaaterde von Plantura ist klimafreundlich, torffrei und enthält einen Start-Dünger und ist zugelassen für den biologischen Landbau.

Diese Anzuchterde zeichnet sich dadurch aus, dass zu 100% natürliche Rohstoffe bei ihrer Herstellung verwendet werden, wodurch 60% CO2 bei der Produktion eingespart werden kann. Sie eignet sich sowohl für Kräuter als auch eine herkömmliche Aussaat, Anzucht oder Vermehrung von Stecklingen. Die Erde gibt es in 20l, 40l, 80l oder 160l Beuteln.

Die Anzuchterde kann sowohl für den Garten als auch den Balkon verwendet werden. Dadurch, dass der pH-Wert in einem Bereich von 6,1 bis 6,9 liegt, bietet sie eine gute Grundlage für aromatische Kräuter. Außerdem kann die Erde ohne Bedenken in Bezug auf Haustiere oder Insekten verwendet werden.

Bewertung der Redaktion: Die Bio Kräuter- & Aussaaterde liegt im mittleren Preissegment. Wer auf eine klimafreundliche, tierfreundliche und torffreie Anzuchterde Wert legt, sollte diese Erde bestellen. Da sie in größeren Beuteln angeboten wird, eignet sie sich für den biologischen Landbau. Zudem kann sie sowohl für Kräuter als auch Pflanzen verwendet werden.

Die beste Anzuchterde mit Torf

Die Anzuchterde von Plantop wird gebrauchsfertig geliefert und eignet sich bestens zur Aussaat, für Stecklinge oder auch das Pikieren in Gefäßen wie Saatkisten, Schalen und Gefäßen. Sie enthält Hochmoortorf, Perlite, NPK-Dünger, Tonmineralien sowie kohlensauren Kalk.

Der Ton eignet sich dazu, dass Wasser und Nährstoffe aufgenommen und an die Wurzeln weitergegeben werden können und sorgt für zusätzliche Spurenelemente für die jungen Pflanzen. Für die Lockerung und eine verringerte Verschlämmungsgefahr durch den Ton sorgen Perlite.

Durch die Verwendung von hochwertigen Rohstoffen sorgt die Erde für eine erfolgreiche Aussaat. Die Erde begünstigt ein rasches Keimen  sowie eine kräftige Entwicklung der jungen Pflanzen.

Bewertung der Redaktion: Die Anzuchterde liegt im unteren Preissegment und zeichnet sich durch ihre Spitzenqualität aus, da hochwertige Rohstoffe verwendet werden. Durch ihre Zusammensetzung ist sie sofort gebrauchsfertig. Da die Erde Torf enthält, kann es sein, dass sie nicht für alle jungen Pflanzen geeignet ist.

Die besten Quelltabletten für die Anzucht von Stecklingen & Sämlingen

Die Quelltabletten von Dehner bestehen aus Kokosfasern, die als Nebenprodukte bei der Kokosnussernte entstehen. Zudem sind sie zum Schutz der Moore zu 100% ohne Torf hergestellt. Der Nährstoff-Mix dient der optimalen Versorgung junger Pflanzen, damit diese gut gedeihen können. Die Quelltabletten können zudem später mit in die Erde eingepflanzt werden, da sie biologisch abbaubar sind. Außerdem können sie gut gelagert werden und sparen Platz ein.

Die Handhabung ist sehr leicht. Pro Tablette wird eine halbe Tasse Wasser benötigt, in welchem die Tablette dann ca. 5 Minuten quellen muss. Danach kann sofort mit der Aussaat begonnen werden. Das Vlies, welches die Tablette umhüllt, dient als Stabilisator und daher wird kein Pflanztopf mehr benötigt. Dieses kann später mit verpflanzt werden, da es biologisch abbaubar ist.

Bewertung der Redaktion: Die Kokos-Quelltabletten liegen im höheren Preissegment. Dafür sind sie aber einfach zu handhaben und platzsparend. Zudem sind sie biologisch abbaubar und können später mit verpflanzt werden. Sie sorgen durch einen wichtigen Mix an Nährstoffen dafür, dass die Pflanzen gut und kräftig wachsen können.

Kauf- und Bewertungskriterien für Anzuchterde

Welche Anzuchterde nun gekauft werden soll ist bei der Fülle an Angeboten nicht leicht zu entscheiden und hängt auch oft vom Einzelfall ab. Deshalb haben wir dir nachfolgend drei Kriterien aufgelistet, die dir dabei helfen können, eine objektive Entscheidung zu treffen.

Zusammensetzung

Anzuchterde besteht aus Kompost, Humus, wahlweise Kokos- oder Holzfasern, Sand, Kies oder auch Perlite. Sie zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass sie keinen Lehm enthält, welcher die Durchlässigkeit von Wasser behindert.

Je nachdem, für welche Art von Pflanzen du die Anzuchterde brauchst, unterscheiden sich die Anzuchterden in ihrem Verhältnis der einzelnen Bestandteile. Deshalb ist es wichtig, dass du dich im Vorhinein darüber informierst, was deine Pflanze braucht.

Der Kompost sorgt für einen geringen Nährstoffgehalt, wodurch sich die Wurzeln gut ausbilden.

Der Humus sorgt für eine gute Wasserdurchlässigkeit und dient somit der Wachstumsförderung. Kokos- oder Holzfasern hingegen dienen als Torfersatz und sorgen für ein gutes Gedeihen, wobei Holzfasern umweltfreundlicher sind, Kokosfasern aber auch in Form von Quelltabletten zur Verfügung stehen und somit leicht zu transportieren sind. Mineralien wie Sand, Kies oder Perlite sorgen für eine lockere Erde.

Dadurch, dass die Anzuchterde in der Regel keimfrei ist, da sie sterilisiert wird, ist sie frei von Schädlingen und Keimen. Schimmel und Pilze können so verhindert werden und bieten so eine gesunde Grundlage.

Viele Gemüsesorten, aber auch Erdbeeren oder Blumen wie Geranien brauchen einen hohen Anteil an Kompost sowie Holz- und Kokosfasern, dafür aber weniger Anteil an Humus. Kräuter hingegen benötigen zwar auch einen geringen Anteil an Humus, dafür aber einen größeren Anteil an normaler Erde.

Anwendung

Die Anwendung ist relativ einfach. Du solltest dich vorher darüber informieren, ob deine Pflanzen Dunkel- oder Lichtkeimer sind, denn das ist für den Standort von entscheidender Bedeutung.

Zudem ist es wichtig zu wissen, wie groß deine Pflanzen werden. Bei größeren Pflanzen wie Paprika und Tomaten ist ein größerer und tieferer Topf sinnvoller. Bei kleineren Pflanzen wie beispielsweise Kresse reicht eine kleine Pflanzschale aus.

Zu Beginn solltest du die Erde locker in den Topf oder die Schale füllen und den Samen leicht in die Erde drücken und angießen. Damit die Anzuchterde nicht beginnt zu schimmeln, sollte man auf die richtige Wassermenge achten und ein übergießen vermeiden. Sind sie Wurzeln der Jungpflanzen stark und lang genug, kannst du damit beginnen, sie umzupflanzen.

Menge

Du solltest dir vor dem Kauf immer Gedanken darüber machen, wie viel du anpflanzen möchtest, denn es gibt unterschiedliche Beutelgrößen an Anzuchterde, wobei sich natürlich auch der Preis unterscheidet.

Der Inhalt bzw. das Volumen wird in Litern angegeben. Solange die Erde jedoch trocken gelagert wird und sie nicht anfängt zu schimmeln, ist sie über einen längeren Zeitraum haltbar. Ein genaues Haltbarkeitsdatum gibt es also nicht.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Anzuchterde ausführlich beantwortet

Da beim Kauf der richtigen Anzuchterde viele Fragen aufkommen können, haben wir im Folgenden auf häufig gestellte Fragen Antworten vorbereitet. Hier kannst du gerne nachschauen, ob deine Frage auch dabei ist.

Worum handelt es sich bei Anzuchterde?

Anzuchterde wird auch als Aussaaterde bezeichnet und wird für die Aussaat oder auch Vermehrung von Stecklingen empfohlen, da sie durch ihre Zusammensetzung das Wachstum der Keime fördert.

Die Keimlinge können durch ein optimales Wachstum tiefe, verzweigte Wurzel bilden. Anzuchterde ist locker, keimfrei, nährstoff- sowie salzarm und besteht aus den Grundbestandteilen Kompost, Humus, Holz- oder Kokosfasern, Salz, Kies oder Perlite.

Anzuchterde

Anzuchterde wird bei der Aussaat oder Vermehrung von Stecklingen verwendet. Sie fördert ein optimales Wachstum der Jungpflanzen. (Bildquelle: jag2020/ pixabay)

Garten- oder Blumenerde hat im Gegensatz dazu einen zu geringen Anteil an Humus und enthält oft Lehm. Der Nachteil dabei ist, dass die Erde dann nicht locker und somit nicht wasserdurchlässig ist wie es bei der Anzuchterde der Fall ist. Dadurch, dass Anzuchterde keimfrei und steril ist, kann man dadurch Schimmel- und Pilzbildung vermeiden.

Welche Arten von Anzuchterde gibt es?

Auf den ersten Blick ist Anzuchterde von gewöhnlicher Erde wie zum Beispiel Blumenerde nicht leicht zu unterscheiden. Daher sollte man auf die Zusammensetzung der Bestandteile von Anzuchterde achten, da sich diese deutlich von anderen Erden unterscheidet. Diese Komponenten sorgen in unterschiedlichen Anteilen für eine optimale Wachstumsförderung der Keimlinge.

Anzuchterde kann auch als Kokoserde vorhanden sein. Diese gibt es zum Beispiel als Quelltabs, die man in Wasser legt, wodurch sie sich ausbreiten. Der Vorteil dabei ist, dass sie leichter zu transportieren sind als ein Beutel Erde sowie für eine geringe Aussaat, jedoch kritisch in Bezug auf die Umwelt zu betrachten sind. Kokoserde kann auch in Verbindung mit Kompost oder Dünger als Blumenerde verwendet werden.

Was kostet Anzuchterde?

Anzuchterde gibt es grundsätzlich in Beuteln. Ein Tipp ist hier, dass man sich den Preis pro Liter oder pro Kilogramm anschaut, um die Preise miteinander vergleichen zu können.

Preis pro Liter Preis pro Kilogramm
Niedrig (0 – 0,31 €) Niedrig (0 – 0,31 €)
Mittel (0,31 – 0,62 €) Mittel (0,31 – 8,20 €)
Hoch (ab 1,30 €) Hoch (ab 23,20 €)

Je nachdem, um welche Pflanze es sich handelt, lohnt sich eine Anzuchterde im höheren Segment. Meistens reicht jedoch eine Erde in der niedrigen oder auch mittleren Preisklasse aus.

Welche Vor- und Nachteile hat Anzuchterde?

Die Wahl der Erde hängt immer davon ab, was deine Pflanzen brauchen. Wie bereits erwähnt, eignet sich Anzuchterde besonders gut für die Aussaat und die Vermehrung von Stecklingen.

Vorteile sind, dass sie nährstoffarm ist. Dadurch können die Pflanzen auf der Suche nach Nährstoffen im Boden starke und verzweigte Wurzeln ausbilden und gut wachsen. Humus ist in gewöhnlichen Erden nicht enthalten und sorgt ebenfalls dafür, dass die Pflanzen optimal wachsen.

Salz, Kies oder Perlite sorgen für einen lockeren Boden, der Sauerstoff und Wasser besser durchlässt. Die Keimfreiheit sorgt für eine Vermeidung von Schimmel- oder Pilzbildung, denn die Anzuchterde wird vorher sterilisiert.

Nachteile sind, dass Anzuchterden im Vergleich zu gewöhnlichen Erden wie zum Beispiel Blumenerde teurer sind. Dadurch, dass sie weniger Nährstoffe enthalten, muss die Pflanze umgetopft werden, da eine größere Pflanze mehr Nährstoffe benötigt. So eignet sich Anzuchterde auch nicht für ausgewachsene Pflanzen.

Welche Alternative gibt es zur Anzuchterde?

Teilweise kann man auch gewöhnliche Blumenerde verwenden. Doch Anzuchterde eignet sich für die Aussaat und Vermehrung von Keimlingen besser, da sie keinen Lehm enthält und somit lockerer und wasserdurchlässiger ist, wodurch die Keimlinge starke, verzweigte Wurzeln bilden können, was schließlich zu einer optimalen Wachstumsförderung führt.

Anzuchterde kann man auch mit reifem Kompost, Sand und Erde selber herstellen. Das Mischungsverhältnis beträgt hier 1:1. Wichtig dabei ist, dass die Keime in der selbst hergestellten Anzuchterde abgetötet werden. Dafür kann man die Erde bei ca. 200° für 30 Minuten in den Backofen stellen.

Fazit

Bevor du also mit der Aussaat oder Vermehrung beginnst und Anzuchterde kaufst, solltest du dir bewusst sein, was du und deine Pflanzen genau brauchen. Es macht also Sinn, sich vorher über die verschiedenen Anzuchterden zu informieren.

Dadurch, dass Anzuchterde im Gegensatz zu anderen Erden nährstoff- und salzarm, locker, wasserdurchlässig und keimfrei ist, sind der Aussaat oder Vermehrung von Stecklingen optimale Bedingungen für ihr Wachstum gegeben. Diese können nämlich dadurch kräftigere, verzweigtere Wurzeln ausbilden. Viel Spaß bei deinem nächsten Gartenprojekt!

(Titelbild: congerdesign / Pixabay)

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