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Veröffentlicht: 2. April 2021

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Das Internet hat sich für uns zu einem festen Bestandteil unseres Lebens entwickelt. Ob mit Smartphone, Laptop, Tablet oder mit ganzen Smart Home Systemen, ständig greifen wir drauf zu, und das am liebsten ohne lästiges LAN-Kabel. WLAN ist deshalb für Viele ein essentieller Bestandteil eines Zuhauses. Doch bei der Menge an verschiedenen Modellen, Arten und Anbietern für Geräte, die WLAN bereitstellen, fällt es schwer, den Überblick zu behalten.

In diesem Artikel gehen wir deshalb auf die wichtigsten Kaufkriterien für Access Points ein, klären häufig gestellte Fragen und stellen unsere Produktempfehlungen vor. Mit dieser Hilfe wirst du schnell den perfekten Access Point für deine Bedürfnisse finden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Access Points werden über LAN an das Heimnetzwerk angeschlossen. Sie stellen WLAN bereit, welches von Endgeräten benutzt werden kann, um auf das Internet zuzugreifen.
  • Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Frequenz und Geschwindigkeit des Access Points zu den technischen Daten der anderen Geräte im Netzwerk passt.
  • Bereits für wenig Geld kann man einen guten Access Point kaufen, der zuverlässig WLAN bereitstellt.

Access Points im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

In diesem Abschnitt stellen wir unsere Favoriten für Access Points vor und gehen auf ihre Besonderheiten ein. Auch für dich wird hier sicher ein Gerät dabei sein, welches deinen Ansprüchen entspricht.

Der beste Access-Point für wenig Geld

Der TP-Link TL-WA801N kostet keine 25 Euro und ist somit in dieser Liste der Access Point mit dem niedrigsten Preis. Als Standgerät mit zwei Antennen besitzt er einen LAN- und einen Stromanschluss, kann aber auch Strom über LAN beziehen. Die Geschwindigkeit liegt bei 300 Mbit/s für 2,4 GHz, 5,0 GHz werden nicht unterstützt.

Dies ist der Access Point für alle, die mit wenig Geld ihr WLAN-Netzwerk erweitern möchten. Nicht geeignet ist er für Personen, die eine Frequenz von 5,0 GHz nutzen wollen oder nicht noch ein Gerät herum stehen haben möchten.

Bewertung der Redaktion: Wer wenig Ansprüche hat und wenig Zahlen möchte wird mit dem TP-Link TL-WA801N Access Point zufrieden sein. Heutzutage ist die Unterstützung von 5,0 GHz aber fast schon Standard, sonst muss man sich mit langsamem WLAN zufrieden geben. Hier enttäuscht das Gerät.

Der beste Access-Point für Fortgeschrittene

Der UbiQuiti Unifi AP-AC Lite hat eine Geschwindigkeit von 300 Mbit/s bei 2,4 GHz und 867 Mbit/s bei 5 GHz. Er ist für die Wand und Deckenmontage gemacht und ist rund geformt mit einem Durchmesser von 16cm und einer Tiefe von 3,14 cm. Der Access Point hat nur einen LAN-Anschluss und kann mit einem Adapter auch über LAN Strom ziehen, sonst wird eine Steckdose benötigt. Die Reichweite liegt bei 122 m.

Einmal angeschlossen und eingerichtet, kann man den Access Point einfach an der Wand hängen lassen. Er eignet sich deshalb für alle, die einfach nur gutes WLAN auf langer Reichweite im Haus haben möchten. Die Einrichtung selber kann jedoch etwas komplizierter sein und ist nicht unbedingt intuitiv.

Bewertung der Redaktion: Mit Vorwissen lässt sich der UbiQuiti Unifi AP-AC Lite gut bedienen. An die Wand gehängt und eingerichtet ist er ein guter Allrounder für das eigene Zuhause.

Der beste unkomplizierte Access-Point

Der TP-Link EAP245 ist 18 cm mal 20 cm groß und wird an die Wand oder Decke montiert.  Das Design ist schlicht. Der Access Point besitzt 2 LAN-Ports und kann über diese auch Strom beziehen. Bei 2,4 GHz kommt er auf 450 Mbit/s, bei 5 GHz auf 1300 Mbit/s, da ein simultaner Zugriff möglich ist, stellt dieser Access Point somit WLAN in einer Geschwindigkeit von 1750 Mbit/s bereit.

Dieser Access Point eignet sich so für Haushalte, die ein schnelles Gerät haben wollen oder von dem extra LAN-Anschluss profitieren. Auch für kleine Unternehmen ist der TP-Link geeignet. Bei größeren Netzsystemen ist die Konfiguration mit anderen Geräten jedoch nicht anfängerfreundlich.

Bewertung der Redaktion: Der TP-Link EAP245 hat alles, was man sich von einem Gerät der Mittelklasse wünscht. Für einige mag die Geschwindigkeit schon über die Bedürfnisse hinausgehen, bei sehr vielen Clients kommt er ins straucheln. Perfekt ist er so für den privaten Haushalt und kleinere Unternehmen.

Der beste Access Points bei vielen Clients

Durch das quadratische Gehäuse mit abgerundeten Ecken sieht der Netgear WAX610 schlicht und hochwertig aus, vier Signalleuchten am Gehäuse informieren zudem ob und wie das Gerät zur Zeit im Netzwerk läuft.

Montiert wird das Gerät an die Wand und bezieht über LAN Strom, weitere LAN-Anschlüsse sind nicht vorhanden. Der Access Point unterstützt bis zu 250 Clients mit einer Geschwindigkeit von insgesamt 1800 Mbit/s. Jedoch zwingt der Anbieter hier den Nutzer zum Benutzen einer App.

Geeignet ist dieser Access Point deshalb für mittlere und große Unternehmen. Dein Heimnetzwerk hingegen gibt sich wahrscheinlich auch mit einem einfacheren Gerät , dass weniger Clients unterstützt, zufrieden.

Bewertung der Redaktion: Wenn der App-Zwang vor allem für die Mesh-Konfigurierung nicht stört, ist dieses Gerät perfekt für die Nutzung in einem Unternehmen oder öffentlichen Innenräumen. Für den häuslichen Gebrauch ist das Gerät zu umfangreich.

Der beste Access-Point für eigene Außenbereiche

Dieser TP-Link Access Point hat ein wetterfestes Gehäuse und ist speziell für Außenbereiche gemacht. Er unterstützt simultanes WLAN-Dualband mit einer Geschwindigkeit von 300 Mbit/s für 2,4 GHz und 867 Mbit/s für 5 GHz in einem Umkreis von bis zu 200 Metern.

Mit einer Breite von 4,6 cm und einer Höhe von 21,5 cm wird der Access Point an Wand oder Decke montiert und nimmt dort wenig Platz weg. Zum Betrieb wird neben einem LAN Anschluss eine Steckdose gebraucht.

Geeignet ist der Access Point für alle, die ein stabiles Gerät mit viel Zubehör und Reichweite für Draußen suchen und sowohl einen LAN-Anschluss als auch einen Stromanschluss bereitstellen können.

Bewertung der Redaktion: Der TP-Link EAP225-Outdoor ist der perfekte Access Point für große Außenbereiche und große Ansprüche.

Der beste Access-Point für öffentliche Außenbereiche

Das schlichte aber stylische Gehäuse des Netgear WAX610Y Outdoor ist wind- und wettergeschützt und so für die Nutzung im Außenbereich gedacht. Montiert wird das Gerät mit seinen 1,28 kg an eine Wand, Stange oder Säule und dann mit dem LAN-Anschluss an das Netzwerk angeschlossen, Strom bezieht es ebenfalls über LAN. Für bis zu 250 Clients kann so WLAN mit einer Geschwindigkeit von 1800 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden.

Dieser Access Point eignet sich für öffentliche oder geschäftliche Außenbereiche, zum Beispiel für weitläufige Biergärten, an denen sich viele Menschen ansammeln. Für den privaten Gebrauch hingegen ist das Gerät zu viel des Guten.

Bewertung der Redaktion: Dieses Gerät passt perfekt in eine Nische: Gut besuchte Außenbereiche. Für andere Anwendungsgebiete ist das Gerät jedoch überqualifiziert, für weniger Geld gibt es passendere Geräte.

Kauf- und Bewertungskriterien für Access Points

Wenn du dich etwas mehr mit dem Access Points beschäftigen möchtest und wissen willst, worauf es beim Kauf wirklich ankommt, solltest du dir unsere Bewertungskriterien angucken. Mit deren Hilfe kannst du herausfinden, welche Eigenschaften für dich wichtig ist und welches Produkt zu dir passt.

Falls du dir nicht sicher bist, was sich hinter den Kaufkriterien versteckt, stellen wir dir diese im Folgenden nochmal genauer vor. Je nachdem wie dein Heimnetzwerk aussieht, können aber darüber hinaus noch weitere Kriterien für dich wichtig werden.

Typ

Beim Typ kommt es vor allem darauf an, wo der Access Point genutzt werden soll. Für Außenbereiche eignen sich nur Access Points, die auch wind- und wasserfest und direkt für die Außennutzung gedacht sind. Im Innenbereich ist es wichtig, ob man den Access Point an die Wand oder Decke montieren möchte, oder ein Standgerät bevorzugt.

Maße

Das Gewicht ist vor allem wichtig, wenn man das Gerät an die Wand montieren möchte: Sonst könnte es sein, dass das Gerät auf Dauer nicht hält und abstürzt. Wenn bereits feststeht, wo sich der Access Point später mal befinden soll, sollte man darauf aufpassen, dass die Maße des Produktes zu dem verfügbaren Platz passen.

Frequenz

Die meisten Funkgeräte senden auf 2,4 GHz, einige unterstützen aber auch 5 GHz. 2,4 GHz hat in der Theorie eine größere Reichweite als 5 GHz, dafür stellt 5 GHz mehr Kanäle bereit. Wenn du viele Nachbarn hast, die bereits WLAN-Kanäle belegen, kann 5 GHz im Vergleich zu 2,4 GHz stabiler sein.

Jedoch kann es sein, dass ältere Geräte 5 GHz noch nicht unterstützen: Informier dich deshalb bei alten Endgeräten und anderen Geräten in deinem Netzwerk, ob sie das 5 GHz Netz nutzen können.

Geschwindigkeit

Wird der Access Point nur als Verbindung zu Endgeräten genutzt, sollte die Geschwindigkeit des Access Points nicht die Geschwindigkeit deines Internetpaketes überschreiten. Sollen die Endgeräte über WLAN auch mit einander kommunizieren und es werden große Mengen Daten übertragen, sollten Access Points mit sehr hoher Geschwindigkeit gewählt werden, um die Kommunikationszeiten zu verringern.

Anschlüsse

Access Points haben mindestens einen LAN-Anschluss, um als Schnittstelle zwischen LAN und WLAN agieren zu können. Einige Geräte unterstützen Power over Ethernet und werden von diesem LAN-Kabel auch mit Strom versorgt. Andere Geräte hingegen brauchen dazu noch einen Steckdosenanschluss.

Falls Geräte zusätzlich per LAN an den Access Point angeschlossen werden sollen, sollte dieser weitere LAN-Anschlüsse haben, einige Geräte besitzen darüber hinaus auch HDMI oder USB-Anschlüsse.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Access Points ausführlich beantwortet

Beim Kauf von Access Points können viele Fragen auftreten, die häufigsten haben wir deshalb in diesem Abschnitt beantwortet. Damit solltest du genug grundlegendes Wissen erhalten, um das passende Gerät für dich zu finden und einzurichten.

Was ist ein Access Point und wie funktioniert er?

Access Points sind elektronische Geräte, die mit einem kabelgebundenen Datennetz, in den meisten Fällen LAN, verbunden werden. Endgeräte können sich dann mit dem Access Point drahtlos verbinden und das Datennetz nutzen.

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Access Points werden mit LAN-Kabeln an das Heimnetzwerk verbunden. Einige Geräte haben weitere LAN-Anschlüsse, mit denen auch Endgeräte wie Rechner über LAN verbunden werden können. (Bildquelle: Fotocitizen/ pixabay)

In den meisten Fällen ist der Access Point also mit einem LAN-Kabel an einen LAN-Anschluss angeschlossen und stellt WLAN bereit. Mit einem Smartphone oder einem anderen WLAN-fähigen Gerät verbindet man sich mit dem WLAN und kann so auf das Internet zugreifen.

Für wen eignet sich ein Access Point?

Ein Access Point eignet sich für alle, die bereits einen Router besitzen, der entweder kein WLAN ausgeben kann oder dessen WLAN-Signal nicht stark genug ist und die einen passenden LAN-Anschluss haben, um den Access Point verbinden zu können.

Was kostet ein Access Point?

Der Preis wird meist durch Frequenz, Schnelligkeit, die Anzahl unterstützter Clients und weitere Funktionen bestimmt. In der folgenden Tabelle sind grobe Preisklassen und die zu erwartenden Produkte dargestellt.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (0 – 50 €) Produkte für den einfachen Privatgebrauch, meist nur 2,4 GHz
Mittelpreisig (50 – 100 €) für den privaten Gebrauch, häufig mit Besonderheiten wie 5 GHz oder Outdooreignung
Hochpreisig (über 100 €) unterstützen meist über 100 Clients, für öffentliche Orte, Büros etc.

Bereits im niedrigpreisigen Bereich gibt es gute Access Points für das Heimnetzwerk. Soll es ein wenig mehr Schnick-Schnack sein, wird man im mittelpreisigen Segment was finden. Hochpreisige Geräte unterstützen häufig sehr viele Clients und eignen sich eher für den professionellen Gebrauch in öffentlichen Räumen oder Büros.

Wie richtet man einen Access Point ein?

Access Points müssen über ein LAN-Kabel mit einem LAN-Anschluss verbunden werden, einige müssen zudem Strom über eine Steckdose bekommen. Nach dem Einschalten kann der Access Point über einen Browser mit Hilfe der Adresse eingestellt werden, möglicherweise wird hier auch nach einem Login gefragt.

Die Adresse und mögliche Zugangsdaten des Access Points finden sie auf dem Gerät oder im Handbuch. Im Browser können dann das Passwort, die Netzwerkverschlüsselung, Kanäle und andere Einstellungen geändert werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Access Point und einem Repeater?

Repeater sind Signalverstärker oder Signalaufbereiter. Im Heimnetzwerk verstärken sie meist ein WLAN-Signal und erhöhen so die Reichweite. Im Gegensatz zu Access Points werden sie also nicht über LAN sondern über WLAN ans Heimnetzwerk verbunden, stellen aber auch WLAN bereit. Access Points haben gegenüber Repeatern so den Vorteil, dass sie die Daten über LAN an den Router weitergeben und somit stabiler und schneller weiterleiten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Access Point und einem WLAN-Router?

Router verbinden das Heimnetzwerk mit dem Internet, sodass wir, zum Beispiel über ein LAN-Kabel, auf das Internet zugreifen können. WLAN-Router haben einen eingebauten Access Point, stellen also auch WLAN bereit und können auch als Access Points eingerichtet werden.

Reine Access Points hingegen sind darauf angewiesen, dass ein Router bereits Internet über das LAN-Kabel bereit stellt, um Endgeräte über WLAN verbinden zu können.

Fazit

Access Points stellen WLAN bereit, wenn der Router es nicht kann oder die Leistung des Routers nicht ausreicht. Hierfür wird der Access Point einfach mit einem LAN-Kabel angeschlossen und über einen Browser eingerichtet und ist dann Teil des Heimnetzwerkes.

Vor dem Kauf eines Access Points sollte man sich darüber Gedanken machen, wo der Access Point später stehen soll und welche Frequenz und Geschwindigkeit von den bereits vorhandenen Geräten und dem Netzanbieter unterstützt wird.

(Titelbild: Compare Fibre/ Unsplash)

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